Ich gestehe!


Ich halte es nicht länger aus, ich muss es gestehen: Ja, ich spiele Killerspiele. So, jetzt ist es raus. Und um zu veranschaulichen, wie ernst es um mich steht, ist hier ein kleines Resüme meiner (killer-)spielerischen Laufbahn:

  • Dogs of War (Amiga)
  • North Sea Inferno (aka Persian Gulf Inferno, Amiga)
  • Doom
  • Doom 2
  • Doom 3 (+ XP)
  • Hexen
  • Heretic
  • Quake
  • Quake 2
  • Quake 3
  • Return to Castle Wolfenstein
  • Unreal
  • Unreal 2
  • Unreal Tournament 2003
  • Unreal Tournament 2004
  • Half-Life
  • Half-Life 2
  • Half-Life 2 Episode 1
  • Dark Forces
  • Jedi Knight
  • Jedi Knight 2
  • James Bond: Nightfire
  • Counter-Strike
  • Defcon
  • Duke Nukem 3D
  • Shadowwarrior
  • Grand Theft Auto 3
  • Grand Theft Auto Vice City
  • Grand Theft Auto San Andreas
  • Max Payne
  • Max Payne 2
  • Ghost Recon (+ XP1 & XP2)
  • Medal of Honor Allied Assault (+ XP 1 & XP2)
  • Medal of Honor Pacific Assault
  • Call of Duty (+ XP)
  • Battlefield 1942 (+ XPs)
  • Syndicate (Amiga)
  • Syndicate Wars
  • Wings of Fury (Amiga)
  • The Chaos Engine (Amiga)
  • Mortal Kombat
  • Mafia

Beachtlich, oder? Und ich bin noch nicht einmal 30. Noch was Erstaunliches: ich bin noch nie Amok gelaufen und habe auch sonst niemanden umgebracht. Um der anscheinend gängigen Theorie weiter zu widersprechen: ich habe es trotz des ganzen Spielens (und jedes dieser Spiele habe ich durchgespielt) geschafft, ein Abitur mit 1,7 zu machen und dann sogar noch ein Hochschulstudium mit 1,3. Ich kenne sogar andere Leute…

Nee, aber jetzt mal im Ernst: So schlimm Columbine, Erfurt, Emsdetten und wie sie alle heißen auch sind: es ist einfach die dicke Keule auszupacken und nach einem monokausalen Muster zu suchen und dann zu behaupten: das müssen wir verbieten. Verbietet doch Alkohol, dadurch werden jedes Jahr deutlich mehr Leute getötet, indirekt oder direkt, viel mehr Leute rutschen in die Isolation, werden gewalttätig oder anderweitig kriminell.

Aber auch das hilft nicht, denn das alles ist ein Herumdoktern an den Symptomen, aber nicht an der Ursache. Populistische Ansätze der Politik bringen hier nichts, denn das Problem liegt viel tiefer. Aber dann müsste man ja eigene Fehler zugeben und ganz andere Lösungen vorschlagen, mit denen man sich nicht profilieren kann… aber ich rede schon wieder zuviel – ich rede immer zuviel wenn ich mich aufrege.

Liebe Mitspieler: Haltet die Ohren steif, alles wird gut. Und immer dran denken: sie können nicht alle Autos an der holländischen Grenze kontrollieren ;-) (nein, das ist kein Aufruf zu einer Straftat).

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