Wieder zurück aus dem Urlaub wird es Zeit, sich mal die Erstausgabe vom Bluff Magazine Deutschland anzusehen. Bluff Magazine ist eine der größten Poker-Publikationen im englischsprachigen Raum und hat auch einen entsprechenden (englischen) Ableger in Europa. Auf dem deutschsprachigen Markt sah es bisher mau aus, denn während die Skandinavier sich gleich mehrere Zeitschriften (1, 2, 3, 4) leisten, haben wir hier, öh, gar keine.
Der Inhalt der deutschen Ausgabe ist weitesgehend identisch mit dem der aktuellen amerikanischen Ausgabe, enthält aber darüber hinaus noch einige deutsche Inhalte. Mit 5 Euro kostet die 76 Seiten starke Zeitschrift 5 Euro und damit nur halb soviel wie hier die europäische Version.
Inhaltlich gibt es Berichte über einige ausgewählte Profis (u.a. John Juanda), Berichte von diversen Turnieren (Schwerpunkt Europa) sowie verschiedene Ratgeber und News rund um Poker. Leider hat man darauf verzichtet, einen ordentlichen Übersetzer zu beschäftigen sondern man hat den Redakteuren Deutsch beigebracht und sie selber die Artikel übersetzen lassen. Trotz interessanten Inhalts gehen einem die Formulieren schnell auf den Geist. Das geht los mit dem Untertitel des Magazins, The thrill of poker, im Deutschen wird daraus Der Schauer des Poker. Begriffe wie Flußwette, 2$/5$-Grenze-Hold’em, oder Einfrieren erheitern dann den Lesefluss.
Für die Erstausgabe ist das ganze schon recht gelungen, die Themen sind interessant und die News sind aktuell. Lediglich an der deutschen Übersetzung muss noch gearbeitet werden.
Tags: Poker, zeitschrift









#1 von PokerUp am 8. Oktober 2007 - 17:08
Ganz ehrlich, für mich ist die deutsche Übersetzung einfach nur lächerlich. In Pokerkreisen sind die englischen Begriffe einfach state of the art. Warum will mir dann das deutsche Bluff Magazine etwas von den “Taschen-Raketen” erzählen? Für mich unverständlich. Schon allein deshalb kann ich zu dem Magazin nur nein Danke sagen und widme meine Zeit lieber dem Card Player Magazine.
#2 von msterlydwn am 15. November 2007 - 15:46
Ich finde das Magazine cool, schade nur das man es fast nirgends kriegt.
#3 von Volker am 1. August 2008 - 21:22
Ja, Ja … die Kritik über die erste(n) Ausgaben war vernichtend. Schade nur, dass sich hier niemand die Mühe macht, gemacht hat, BLUFF zu verfolgen. Inzwischen hat sich das Magazin seiner Kinderkrankheiten entledigt … ist ansprechend geworden und zielt immer mehr auf den deutschen Markt ab. Eine neuerliche Rezension wäre schön … wer mag, kann sich gerne bei mir melden.
#4 von Hendrik Busch am 3. August 2008 - 20:23
Ich muss gestehen, dass ich das schon verfolgt habe, und mittlerweile sind die Ausgaben deutlich besser von den Texten her geworden. Allerdings ist mir bisher nicht die Idee zu einer neuen Rezension gekommen. Kann ich ja mal bei Gelegenheit nachholen.