Immer neue Erkenntnisse über die geplanten Terroranschläge, in deren Zuge drei mutmaßliche Täter verhaftet wurden, treten zu Tage. Es wurde unter anderem davon, berichtet, dass die Täter der “Islamischen Dschihad Union” angehören, die der Al Qaida nahe stehen soll. Wer eine solche Organisation in Nahen Osten ansiedeln würde, liegt falsch. Die Wurzeln der Organisation liegen den Berichten nach in Usbekistan. Craig Murray war einige Zeit der Botschafter Großbritanniens in Usbekistans, bis er seine eigene Regierung wegen ihres wohlwollenden und fördernden Umgangs mit dem usbekischen Diktator Islom Karimov scharf kritisierte.
Craig Murray veröffentlichte gestern in seinem Blog einen Artikel mit dem Titel “The Mysterious Islamic Jihad Union“, in dem er sich mit den Ursprüngen und der Herkunft dieser Organisation auseinander setzt. Die Kernaussage spiegelt sich in folgendem Satz wieder:
In fact there was no evidence of the existence of this organisation other than that given by the Uzbek Security Services.
Darüber hinaus erläutert er mögliche Motive der deutschen Regierung, warum sie bei einer solchen Scharade mitmachen soll. Interessanterweise fallen hier wieder die Begriffe “Gerhard Schröder“, “Gazprom” und “Gaspipeline“.
Wer noch mehr über die deutsch/usbekischen Verhältnisse wissen will, der sollte diesen Artikel lesen: “Uzbekistan, and German disgrace“.
Was die Terroranschläge anbelangt, so wird immer mehr deutlich, dass die Verdächtigen bereits seit 6 Monaten rund um die Uhr von der Polizei überwacht wurden. Stellt sich die Frage, warum nicht schon früher zugegriffen wurde. Der Zeitpunkt war jedenfalls ausreichend medienträchtig: 72% der Deutschen halten den islamischen Terror für gefährlicher als den der RAF in den 1970-ern. Was tut man, damit die Leute sich sicherer fühlen? Ich verweise hier nochmal an Heribert Prantl, der den eingeschlagenen Weg erschreckend klar weiter skizziert hat.
Update: Craig Murray hat in einem weiteren Artikel noch einmal bekräftigt, dass die Islamistische Dschihad Union, die sich mittlerweile zu den Terroranschlägen bekannt haben soll, ein Phantom war und ist. Anscheinend sind keine Referenzen, Erwähnungen oder andere Informationen zu dieser Gruppe zu geben. Offen bleibt derzeit allerdings noch die Frage, wen dann die Fotos bei Spiegel Online zeigen.
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