Flucht vor der Datenkrake


Nach sachlicher Überlegung bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich nicht ständig über mangelnden Datenschutz lästern kann, solange ich selber nicht auch auf den Schutz meiner Daten achte. Das ändert sich jetzt. Ab heute unternehme ich den Versuch, mich der “abstrakten” Datenkrake zu entziehen. Den Anfang dabei macht meine Kundenrabattkarte.

Ich weiß nicht genau, was ich mir damals dabei gedacht habe, als ich meine Payback-Karte beantragt habe. Jedenfalls hat Peter Schaar, der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, völlig recht. Über ihn und sein neues Buch gibt es einen Artikel bei Spiegel Online, der das Thema Datenschutz und Gewohnheit thematisiert. Dort heißt es:

Viele Bürger scheinen gar nicht zu wollen, dass Peter Schaar sie schützt. Sie fürchten nicht die schöne neue Welt, wie sie Aldous Huxley in seinem Roman beschrieb, sondern sie freuen sich über den schönen neuen Toaster, den sie für ihre Bonuspunkte erhalten – auch wenn der Supermarkt-Computer dank der Kundenkarte nun speichert, wann sie Kondome kaufen oder wie sich der Alkohol-Konsum entwickelt.

Verdammt! Ok, bei mir war es ein Grill und Alkohol trinke ich auch keinen, aber das Problem besteht trotzdem. Ich habe daher mal über das Kontaktformular auf der Payback-Webseite eine Kündigung ausgesprochen. Auf der Seite habe ich leider keine Informationen zum Thema Kontoauflösung gefunden. Mal gucken, was draus wird.

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  1. #1 von bodo am 18. September 2007 - 17:40

    Das bedeutet auch die auflösung von last.fm, spritverbrauch usw. Also alle Dienste, denen du Daten von dir freiwillig zur verfügung stellst ;) .

  2. #2 von Hendrik Busch am 18. September 2007 - 18:24

    Der Trick bei den von Dir erwähnten Diensten ist aber, dass sie nicht in erster Linie reinen Werbezwecken dienen, sondern z.B. im Fall last.fm der Knüpfung sozialer Kontakte. Zumal man bei diesen Diensten weder seinen echten Namen noch seine Adresse angeben muss.
    Die Beziehung zwischen den entsprechenden Daten und meiner Person entsteht nicht bei dem Dienst selber sondern erst hier in meinem Blog. Das ist der kleine, aber feine Unterschied ;-)
    Ich gebe Dir aber Recht, in letzter Konsequenz müsste ich diese Konten auch kündigen.

(wird nicht veröffentlicht)