Dass in den USA TV-Debatten zum Handwerkszeug eines Wahlkämpfers gehören und sich Horden von Wahlkampfhelfern recht schnell (und notfalls mit Geld) mobilisieren lassen, ist auch nichts wirklich neues. Mit den großen Wahlkampfspenden lässt sich auch vortrefflich Werbezeit bei den Fernsehsendern buchen, um Wahlwerbespots zu zeigen.
Ein Phänomen, dass ich in diesem Wahlkampf das erste Mal gesehen habe, sind die Musikvideos und weitere Videoclips, die einige, vornehmlich prominente Zeitgenossen, für ihre jeweiligen Kandidaten machen.
Den Anfang machen Mike Huckabee (der mittlerweile aus dem Rennen ist) und sein Unterstützer Chuck Norris in einem eher peinlichen Video, das eigentlich nur geeignet ist, die tumben Waffennarren zu motivieren: Mike Huckabee & Chuck Norris.
Interessanter wurde es, als Black Eyed Peas-Mitglied will.i.am aus Teilen von Barack Obamas Reden den Ohrwurm Yes We Can komponierte. Es spielen allerlei (Semi-)Prominente mit, u.a. Scarlett Johansson: Yes We Can von will.i.am.
Das wiederum inspirierte weitere Internetkünstler, das Mittel der Satire zu verwenden und ganz ähnliche Videoclips zu erstellen, bei denen der republikanische Spitzenreiter nicht wirklich gut wegkommt: No You Can’t, No You Can’t – No Se Puede und ein Video von john.he.is. McCain ist daran nicht ganz unschuldig, sang er doch auf einer Pressekonferenz seine eigene Adaption des alten Beach Boy Songs Barbara Ann: Bomb Iran.
Und während sich Hillary Clinton und Barack Obama bei Saturday Night Live veralbern lassen müssen, bekommt Hillary Clinton Unterstützung von Jack Nicholson: Jack Nicholson Medley für Hillary Clinton.
Aber auch Obama wird bedacht, wieder von will.i.am, diesmal mit dem Song We Are The Ones. SeinYouTube-Profil ist ebenfalls sehenswert, ebenso wie die Seite, die seine Videos hostet: DipDive.
Mal gucken, was uns noch so erwartet.









