Demonstrierender Mob auf dem Weihnachtsmarkt


Also das hier ist ist letzten Samstag auf dem Weihnachtsmarkt passiert. Ich hatte mich schon gefragt, ob ich da wirklich einen teils vermummten, lauthals demonstrierenden Mob in der Innenstadt gesehen hatte. Aber es zeigt, wie effektiv diese Form des Protests ist. Wenn man eine Demo einfach mal nicht anmeldet und unter der Zeitspanne bleibt, die die Polizei braucht, um ausreichende Kräfte aufzustellen und zu entsenden, kann man sich fast alles erlauben. *schauder*

Interessant ist auch der eigentliche Demonstrationsgrund: der Tod des 15 jährigen Griechen Alexandros Grigoropoulos, der bei einer Demonstration von der Polizei erschossen wurde. In Griechenland wohlgemerkt. Und auch wenn eigentlich noch keine wirklichen Erkenntnisse vorliegen, was genau passiert ist, hat sich der demonstrierende Block schon eine Meinung gebildet: Mord. Der Minderjährige wurde vom Staat ermordet. Drängt sich mir die Frage auf: Warum sollte der Staat vorsätzlich einen Jugendlichen bei einer Demonstration ermorden? Auf diese Frage bekommt man eigentlich keine plausible Antwort. Im Posting by Indymedia werden latent staatsfeindliche Tendenzen als Rechtfertigung bemüht: der Staat ist böse und muss bekämpft werden. Damit lässt sich freilich so einiges rechtfertigen.

Mal im Ernst: kann man gegen den Staat protestieren, wenn man ähnlich undifferenziert argumentiert und maßlos handelt? Ich kann mich doch nicht hinstellen und das Verhalten meines Gegenübers kritisieren wenn ich mich selber genauso verhalte und dann noch dazu behaupten, ich wäre im Recht. Aber vielleicht habe ich ja was falsch verstanden…

Tags: demonstration, griechenland, Münster, politik

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