Archiv für Kategorie Allgemein
Von Babylon 5 zu Celebrity Rehab
Verfasst von Hendrik Busch unter Allgemein, Unterhaltung am 20. August 2008
Beim Durchschalten stolpere ich gerade über eine Folge Celebrity Rehab auf MTV. Die Reality-Show zeigt wie einige B-Prominente in einer Entzugsklinik von ihrer Drogen- oder Alkoholsucht loszukommen versuchen. Bis auf Brigitte Nielsen kenne ich allerdings keinen der Teilnehmer. Dachte ich zumindest…
Bis ich einen lallenden, schreienden und auf den Boden kotzenden Mann sah, der mir merkwürdig bekannt vorkam. Bekannt aus Babylon 5. Es war Jeff Conaway, der bei Babylon 5 den Security Chief Zack Allen gespielt hat. Der Mann scheint richtig schwerwiegende Probleme zu haben, inklusive Missbrauch aus Jugendlicher.Wie heißt es so schön? “Krasse Scheiße!”
So merkwürdig man ein Format wie Celebrity Rehab auch finden mag, eine bessere Darstellung menschlicher Abgründe zum Zwecke der Drogenpräventation kann es eigentlich kaum geben.
Epic Fail
Verfasst von Hendrik Busch unter Allgemein, Big Brother, Post 9/11, USA, Wahl 2008 am 10. Juli 2008
Der Vorwahlkampf der Demokraten ist vorbei, Barack Obama designierter Präsidentschaftskandidat. Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich bis vor kurzem in ihm den “schwarzen John F. Kennedy” gesehen habe (wobei man sagen muss, dass auch dieser geschichtlich zum visionären Vorzeigepräsidenten verklärt wurde).
Mittlerweile bin ich zu der ernüchternden Erkenntnis gekommen, dass auch Obama nur das “same old Washington game with the same old Washington players” spielt, dass er so angeprangert hatte. Zwei Vorkommnisse in letzter Zeit machen ihn für mich zum Epic Fail.
- Er befürwortet die Todesstrafe. Das alleine ist schon ein Totalversagen in meinen Augen, aber Obama setzt noch einen drauf und befürwortet die Todesstrafe auch für andere Straftaten als Mord, im konkreten Fall für Kindesmissbrauch. Die Geschichte, vor allem die der USA, beweist eigentlich eindrucksvoll, dass die Todesstrafe niemanden abschreckt, entsprechende Verbrechen zu begehen. Dem verlinkten Artikel nach wird die Todesstrafe von Obama als eine Art Ausdruck der moralischen Entrüstung einer Gesellschaft gesehen. Zu gut Deutsch: Rache bzw. Vergeltung. Weder das eine noch das andere ist Aufgabe eines Strafsystems. Fail.
- Er hat für die Umsetzung des FISA Amendments Act of 2008 gestimmt, der u.a. illegale Abhörmaßnahmen der Regierung unter Straffreiheit stellt. Wer bei der englischen Wikipedia nach dem vierten Verfassungszusatz sucht, wird auf folgende knappe, aber zutreffende Beschreibung stoßen:
Fourth Amendment to the United States Constitution – part of the Bill of Rights, it guarded against unreasonable searches until the FISA Amendments Act of 2008, but still seems to guard against unreasonable seizures, and unreasonable searches of residencies.
Bei Heise ist eine verständliche Beschreibung der Änderungen zu finden. Wie kann man einem solchen Gesetz nur zustimmen? Fail.
EPIC FAIL!
Ein Tipp für E-Gitarrenanfänger
Verfasst von Hendrik Busch unter Allgemein, I, Me & Myself, Unterhaltung am 10. Juni 2008
Ich hab vor kurzem angefangen Gitarrenspielen zu lernen, genauer gesagt E-Gitarre. Nichts ahnend wie ich war, bin ich damals in einen großen Musikladen gegangen um mich beraten zu lassen und bin dann mit einem Starterset wieder nach Hause gegangen. Eigentlich eine tolle Sache, denn da ist alles drin: Gitarre, ein Satz Saiten, Plektren, eine Tasche, ein Stimmgerät und ein 15 Watt-Verstärker, der völlig ausreichend ist um alle seine Nachbarn gegen einen aufzubringen.
Mittlerweile sehe ich die Sache etwas anders. Ich kann zwar nur bedingt besser spielen als am Anfang, aber ich habe gemerkt, dass die meisten Sachen, die man spielen kann oder will selbst dann, wenn man sie richtig kann, meist anders klingen als das Original. Das hat mit den mangelnden Einstellmöglichkeiten des Verstärkers. Er unterstützt Verzerrung (für den Rock/Metal-Sound), hat einen Equalizer (Tiefen, Mitten, Höhen) und regelbaren Reverb (Hall). Was mir früher nicht wirklich klar war: der Klang vieler Lieder, auch der klassischen Rocksongs, ist durch den Verstärker und Effekte beeinflußt. Selbst zwei identische eingestellte Verstärker verschiedener Hersteller klingen schon unterschiedlich.
OK, Schluß mit den Erklärungen, her mit dem Tipp: als Anfänger kein Starterset kaufen. Es sieht auf den ersten Blick günstig aus (meins hat 300 ? gekostet, der Verstärker alleine ist aber schon 140 ? wert), aber man ärgert sich später über die eingeschränkten Variationsmöglichkeiten.
Ich habe mir daher einen sog. virtuellen Gitarrenverstärker noch zusätzlich gekauft. Ein solcher V-AMP ist ein Stück Elektronik, das andere Verstärkertypen und auch Effektgeräte simulieren kann, also eine Art Verstärkersammlung in einer kleinen Box. So ein Teil hat für gewöhnlich keine Lautsprecher, lässt sich aber ber Line-Out an Heimkinosysteme oder Stereoanlagen (oder auch andere, echte Gitarrenverstärker) anschließen, was für den Hausgebrauch völlig reicht. Es gibt diese Geräte von verschiedenen Herstellern (allen voran Line 6 und Behringer) und verschiedenen Größen (vom Pocket Pod bis zum Rackgerät V-AMP Pro).
Ich habe mir einen V-AMP 2 von Behringer für knapp 100 ? gekauft, der 32 verschiedene Verstärker, 15 verschiedene Lautsprechertypen und zahlreiche Effekte simulieren kann. Es gibt 125 verschiedene voreingestellte Profile (sprich Kombinationen von Einstellungen), die man auch mit eigenen ersetzen kann. Das Gerät hängt bei mir am Heimkino-Soundsystem bzw. an Kopfhörern und liefert sehr guten Klang. Dieses Gerät entspricht in etwa dem Line 6 Pod 2.0, das allerdings etwas teurer ist.
Mein Tipp also in Kürze: Als ernsthaft interessierter Anfänger ist das Geld besser in einen virtuellen Verstärker samt ordentlicher Gitarre investiert als in ein Komplettpaket. Mit einem V-AMP hat man auf längere Sicht mehr Spaß und wenn doch mal ein echter Verstärker (z.B. für Live-Auftritte) her muss, dann kann man den V-AMP gleich mitnehmen und zwischen Gitarre und Live-Verstärker schalten um auch dort von den Vorzügen zu profitieren.
Vergessene Serien: Space Rangers (1993)
Verfasst von Hendrik Busch unter Allgemein, Unterhaltung am 1. Mai 2008
Vor langer Zeit habe ich in diesem Blog mal die Woche der vergessenen Serien ausgerufen. Ich wollte jeden Tag der Woche eine Fernsehserie vorstellen, die meiner Meinung nach zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist. Durchgehalten habe ich das leider nicht, aber ich reiche da jetzt mal was nach.
Space Rangers (1993)
Die Serie startete damals nur wenige Tage zeitversetzt zu Deep Space 9, was vermutlich für ihre Kurzlebigkeit sorgte – gerade einmal 6 Folgen wurden gedreht. Die Serie handelt im Großen und Ganzen von der Besatzung eines Raumschiffs der Space Rangers, einer Art intergalaktischen Grenzschutzeinheit der Erde. Angeführt von Captain John Boon (Jeff Kaake, auch bekannt aus Viper) ist der Anführer der Truppe, der schon zu Beginn der Serie von Frau und Kind verlassen wird, weil das Leben am Rande des Universums nicht jedermanns Sache ist. Seine Crew besteht aus der Pilotin Jojo Thorson (Majorie Monaghan, später zu sehen als Anführerin des Mars Widerstands in Babylon 5), dem Techniker Doc (Jack McGee), der mehr aus unzulänglichen Ersatzteilen als aus echtem Fleisch besteht, dem Grünschnabel Daniel Kincaid (Daniel Quinn) und dem Graaka Zylyn (der bekannte Serien-Asiate Cary-Hiroyuki Tagawa). Die Graaka sind eine temperamentvolle Rasse, große Krieger, deren enorme Kräfte und streitsüchtige Natur nur durch ein spezielles Halsband gebändigt werden können.
Stationiert ist die bunte Truppe in Fort Hope auf dem Planeten Avalon, von wo aus sie zu ihren Einsätzen gegen Banshees (insektenartige Aliens, die Raumschiffe im Flug angreifen), Schmuggler und andere Bösewichter ausrücken. In Fort Hope sitzen ihre direkten Vorgesetzten, Commander Chennault (Linda Hunt, bekannt aus Dune) und Erich Weiss (Gottfried John) sowie der leicht verdrehte Forscher Wimmer (Clint Howard). Gastauftritte gibt es z.B. von Pat Morita und Claudia Christian.
Das gesamte Szenario ist interessant gemacht, aber richtig neues bietet die Serie nicht. Viele Science Fiction-Serien der 90er sehen gleich aus und diese macht hier keine Ausnahme. Die Computereffekte sind für die Zeit angemessen und auch entsprechend sparsam gestreut. Von den Sets her könnte man meinen, sie hätten sich Großteile der Kulissen bei Star Trek TNG ausgeliehen, viel Sperrholz und Pappmaché, beleuchtet durch jede Menge Neonröhren. Anstatt auf Shuttles oder Beamen zu vertrauen, verwenden die Space Rangers sog. Parajets, kleine Ein-Mann-Kapseln für die Landung auf Planeten. Weniger kreativ war man hingegen bei der Bewaffnung der Ranger, die meisten verwenden herkömmliche Feuerwaffen, darunter auch welche von Heckler & Koch. Besonders wenig durchdacht wurde die Fortbewegung im All. Gravitationsbeschleuniger schießen, ähnlich wie die Jumpgates bei Babylon 5, Raumschiffe auf ihre Reisegeschwindigkeit, hier ist das die Lichtgeschwindigkeit. Leider kommt man mit Lichtgeschwindigkeit in unserer Galaxie nicht wirklich weit, wenn man nicht jahrelang unterwegs sein will (der unserem Sonnensystem nächste Stern, Proxima Centauri, ist 4,2 Lichtjahre entfernt).
Allen Unkenrufen zum Trotz ist die Serie trotzdem unterhaltsam und sehenswert. In den USA und in England ist sie mittlerweile als DVD verfügbar.
Schnee!
Verfasst von Hendrik Busch unter Allgemein am 19. März 2008
Was sehe ich aus dem Fenster meines Büros? Schnee! Und das in Münster. Das ist direkt mal einen Blogeintrag wert. Auch wenn der Schnee vermutlich weg ist, bis der Eintrag fertig ist.







