Archiv für Kategorie Gaming
PC und PS3 – Zwei Kulturen
Verfasst von Hendrik Busch unter Computer & Technik, Gaming am 9. Dezember 2008
Seit dem Wochenende besitze ich neben einem spieletauglichen PC auch eine Playstation 3. Es ist interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Kulturen beider Systeme so sind.
Die Playstation ist natürlich ein geschlossenes System, es gibt ein festes Betriebsystem und Sony achtet als Hersteller darauf, dass nur lizensierte Software darauf läuft. Das hat seine Vorteile: die Software läuft in jedem Fall und es lassen sich alle Spiele bequem zentral aktualisieren, falls mal Patches verfügbar sein sollten. Das hat natürlich auch potentielle Nachteile, die ich bei einer Spielekonsole aber verschmerzen kann.
Gesteuert wird die PS3 über ein Menüsystem namens XMB, dem Cross Media Bar, dass sich angenehm bedienen lässt, alle Steuerungs- und Einstellungsmöglichkeiten sind leicht erreichbar. Und davon gibt es genügend. Unterm Strich habe ich den Eindruck, dass die PS3 in ihrer Funktion als Blu-Ray-Player leichter konfigurierbar ist, als mein normaler DVD-Player. Lediglich die Bedienung während der Wiedergabe ist mit dem Sixaxis-Controller etwas umständlich – aber hierfür bietet Sony eine “filmgefälligere” Fernbedienung an.
Hier sind wir direkt bei der nächsten Besonderheit: die PS3 ist komplett drahtlos (mal abgesehen von Strom, HDMI und vielleicht optischem Audio), sie unterstützt Wireless LAN und die eigentlicher Controller werden alle per Bluetooth angebunden. Das ist sehr angenehm, da man sich nicht mehr um eine direkte Sichtlinie bemühen muss. Legacy-Controller wie z.B. die Singstar-Mikrofone aber auch Tastaturen oder externe Festplatten werden per USB angeschlossen. Ein paar mehr Ports als zwei hätten es aber schon sein können. Denn es gibt noch “Mischcontroller”, die zwar drahtlos sind, aber kein Bluetooth sprechen sondern proprietäre Funkhardware nutzen, die dann doch wieder per USB angeschlossen werden muss. Ein Beispiel ist hier z.B. die komplette Controllerpalette für Guitar Hero. Mit zwei Gitarren, dem Drumkit und dem Mikrofon bräuchte man 4 USB-Steckplätze. Immerhin hat einer der Adapter einen zusätzlichen Zwei-Port-Hub, sonst bekäme man die gar nicht alle unter. Unterm Strich würde ich mir Onboard-Bluetooth auch für jeden PC wünschen, denn was bei Notebooks schon Standard ist, ist bei Desktop-PCs eher die Ausnahme.
Ein negatives Kapitel bei der PS3 ist die Preisgestaltung. Die Konsole selber ist schon die teuerste am Markt (im Vergleich zu XBox und Wii), diese Kosten sind aber erträglich, wenn man überlegt, dass man auch noch einen Blu-Ray-Player dazu, der regelmäßig mit neuer Software versorgt wird (das ist nicht selbstverständlich – mich würde interessieren, wieviele Player schon im Umlauf sind, die gar nicht mehr alle Blu-Rays spielen können). Für einen solchen Player müsste man alleine schon 200 Euro hinlegen, von da her ist das Preis-/Leistungsverhältnis trotzdem gut.
Ungemütlicher wirds da schon beim Zubehör. Ein Sixaxis/Dualshock 3-Controller wird mitgeliefert, ein weiterer schlüge mit happigen 60 Euro zu Buche. Die Blu-Ray-Fernbedienung ist für 30 Euro zu haben, eine EyeToy genannte Webcam ist für etwa 40 Euro zu haben.
Der absolute Hammer für mich als PC-Nutzer ist aber der Preis für die einzelnen Spiele. Aktuelle Spiele wie z.B. Mirror’s Edge stehen bei einschlägigen Elektronikmärkten für bis zu 70 Euro im Regal, online sind sie etwa 10 Euro günstiger zu bekommen. Die PC-Äquivalente, so denn verfügbar, kosten meist 15 bis 20 Euro weniger. Ich führe dies mal darauf zurück, dass alle Spiele durch Sony lizensiert werden müssen und der Aufwand, sein Spiel für PS3 zu veröffentlichen höher ist (z.B. Blu-Ray als Medium anstelle von DVD). Aufgrund des vergleichsweise geringen Alters der Playstation 3 und der immer noch gegeben Verfügbarkeit der Playstation 2 gibt es wenig bis gar keine “Low-Budget-Titel” und selbst die kosten immer noch ca. 25 Euro (zum Vergleich: ältere PC-Titel kosten meist 10 bis 15 Euro).
Dann wäre da noch das Playstation-Netzwerk PSN, die Community-Plattform der Playstation, ohne die heutzutage keine Konsole mehr auskommt. Ähnlich wie mit der Steam-Plattform für den PC, lassen sich damit Videos und Demos aber auch ganze Spiele herunterladen bzw. erwerben. Für Spiele, die man bereits besitzt, lassen sich Zusatzinhalte erwerben, z.B. zusätzliche Songs für Guitar Hero. Die Preise variieren, sind aber üblicherweise recht happig (Beispiel: Einzelne Songs für GHWT kosten ca. 2 Euro, das einzige bisher verfügbare Album, Death Magnetic von Metallica, kostet 18 Euro, mehr als die CD im Handel kostet).
Soweit zu den positiven Seiten des PSN. Passend zur heutigen Zeit ist die Playstation und auch das PSN eine riesige Datenkrake. Die Playstation an sich protokolliert schon, wann sie eingeschaltet wurde, wie lange sie an war und was damit so gemacht wurde. Mit dem PSN-Konto können diese Informationen dann bequem mit den persönlichen Daten verknüpft werden. Insgesamt enthalten die Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien die Klauseln, die heute schon weit verbreitet sind (eigentlich erschreckend):
- es wird Software verwendet, um die Ausführung “unautorisierter Software” (sprich Raubkopien und Grau- bzw. Parallelimporte) zu unterbinden (EULA, Abschnitt 3)
- die exklusiven Verwertungsrechte für durch den Benutzer online gestellte Materialien liegt bei Sony und der Benutzer geht dabei leer aus (PSN EULA, Abschnitt 10)
- bei der Anmeldung ans PSN werden Hardwareinformationen, Nutzerinformation und Nutzungsinformationen übertragen (PSN Datenschutzrichtlinie, Abschnitt 3)
- Der Zugriff auf die Daten wird zahlreichen Unternehmen ermöglicht, mit denen Sony Beziehungen unterhält (das ist insofern prekär, da auch Ingame-Werbeunternehmen zu diesen Firmen gehören) (PSN Datenschutzrichtlinie, Abschnitte 4 & 5)
- Es wird Ingame-Werbung verwendet (in ausgewählten Spielen) und entsprechend ausgewertet (PSN Datenschutzrichtlinie, Abschnitt 7)
- Die komplette Kommunikation über PSN kann aufgezeichnet werden (PSN Datenschutzrichtlinie, Abschnitt
Aber solche Klauseln ist man ja auch schon von Google Chrome oder anderen Produkten gewohnt. Aber was will man machen? Den Dienst nicht nutzen ist auch keine wirklich gute Lösung. Also ist man mal wieder in dem Datenschutz-kontra-Dienstleistung-Dilemma.
Zum Schluß noch was interessantes: aus dem Handbuch habe ich gelernt, dass man die WLAN-Funktionalität in einem Umkreis von 20 Kilometern um das Stadtzentrum von Ny-Ålesund (Norwegen) nicht verwendet werden darf. Warum? Der englische Wikipedia-Artikel gibt Aufschluss: die haben eine riesige Antenne für Very Long Baseline Interferometry, die von WLAN-Geräten gestört würde.
Geheimakte 2: Puritas Cordis – In-Game Gags
Verfasst von Hendrik Busch unter Gaming am 8. September 2008
Nachdem ich vor etwas mehr als einem Jahr das Adventure Geheimakte Tunguska durchgespielt habe und damit sehr zufrieden war, war es nur logisch, sich auch die Fortsetzung, Puritas Cordis zuzulegen. Wer sich das Spiel selber mal ansehen möchte, kann sich die Demo runterladen.
Jetzt gehts aber mal nicht um das Spiel an sich, sondern um die interessanten kleinen Gags in dem Spiel, die mir bisher aufgefallen sind und die mit zur humoristischen Unternote beitragen, mit der sich die Entwickler verewigt haben. Da die Beschreibung evtl. ein paar Spoiler enthält, gibts die Gags erst durch einen Klick auf “mehr”.
World of Warcraft goes Guitar Hero
Verfasst von Hendrik Busch unter Gaming am 1. April 2008
Auf der offiziellen Vorschauseite zu Wrath of the Lich King, der kommenden World of Warcraft-Erweiterung, sind Details über die neue Heldenklasse “Barde” erschienen. Leider zu schön um wahr zu sein.
Auf der amerikanischen WoW-Seite sind mittlerweile die ersten Screenshots einer Konsolenumsetzung von WoW aufgetaucht: WoW Molten Core.
Heute in Azeroth: Patch 2.3.2
Verfasst von Hendrik Busch unter Gaming, World of Warcraft am 9. Januar 2008
Heute morgen ist das neue 2.3.2 Patch auf die europäischen Realms eingespielt worden, Zeit also, sich die Patchnotes mal etwas genauer anzusehen. Die Vorabversion kann hier nachgelesen werden, die endgültige Version sollte hier im Laufe des Tages verfügbar werden.
Für meinen Magier Bataruk sind besonders folgende Ã?nderungen interessant:
Kälteeinbruch' (Frost): Abklingzeit reduziert. Der Zauber ist im Talentbaum jetzt an der Position von 'Eisblock'. Diese Fähigkeit wird nicht länger die Abklingzeit von 'Feuerzauberschutz' zurücksetzen.
Eisige Adern' (NEUES Frosttalent) verringert die Zauberzeit von allen Zaubern um 20% und erhöht die Chance, dass Kälteeffekte das Ziel einfrieren um 10%. Hält 20 Sekunden lang an. 3 Minuten Abklingzeit. Der Zauber ist im Talentbaum jetzt an der Position von 'Kälteeinbruch'.
Der Talentrechner auf der offiziellen Seite ist noch nicht aktualisiert worden, wohl aber der von WOWHead.
Ã?rgerlich hingegegen ist folgendes, da man sich jetzt entweder Positionen gut merken können oder ein Plugin benutzen muss:
Questgeber mit einem blauen Fragezeichen werden nicht mehr auf der Minikarte angezeigt.
Es gibt immer noch eine Reihe von Leuten auf meinem Server, die noch die Flugbesen aus den Schlotternächten ([Schneller fliegender Besen], [Schneller Zauberbesen], [Fliegender Besen], [Zauberbesen] und [Maroder Zauberbesen]) verwenden, weil diese fälschlicherweise eine Haltbarkeit von 14 Tagen Spielzeit anstelle von Echtzeit hatten. Dies wurde nun geändert:
Die verschiedenen fliegenden Besen der Schlotternächte haben nun eine korrekte Haltbarkeit von 14 Tagen Echtzeit (anstatt Spielzeit).
Süßes Saures hat nun eine korrekte Haltbarkeit von 24 Stunden Echtzeit (anstatt Spielzeit).
Übrigens hat mir die World Drop Map am Wochenende mein erstes lila Item beschert: [Feurige Kriegsaxt].
Realismus in COD4
Verfasst von Hendrik Busch unter Gaming am 4. Januar 2008
Nachdem ich jetzt Call of Duty 4 durchgespielt habe, muss ich zumindest mal auf eine spezielle Stelle im Spiel hinweisen, die einem erschreckend vor Augen führt, wie realistisch Spiele heute geworden sind.
In einer Mission muss man als gut getarnter Scharfschütze seinen Weg durch die Geisterstadt Prypjat finden. Prypjat ist die direkt neben dem Reaktor von Tschernobyl gelegene Stadt in der Ukraine, die seit dem Unglück verlassen ist.
Erstaunt war ich in COD4 über den Detaillierungsgrad, mit dem die Stadt nachgebildet wurde. Zugegeben, andere Spiele machen das auch und es war weder das erste noch das letzte Mal. Auch die Umgebung wurde nur bedingt korrekt wiedergegeeben. Dennoch fühlt sich das Erlebenis, durch diese Geisterstadt zu laufen, halbwegs echt an. Ich habe mal einige Bilder verlinkt, immer in der Art "Original und Fälschung".
Update: Beim Durchsehen der Fotos bei Flickr fällt mir auf, das die COD4-Macher bei der Verteilung der Gebäude etwas geschlampt haben. Das Riesenrad steht z.B. direkt neben dem Schwimmbad, was es den echten Bildern nach nicht tut.





