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Günstige Alternative zum Onkyo UWF-1 WLAN-Adapter

Wer einen neueren Onkyo AV-Receiver besitzt und ihn gerne per WLAN ans Internet anschließen will, der ärgert sich früher oder später, wie vergleichsweise teuer Onkyos eigener WLAN-Adapter, der UWF-1 ist (derzeit zwischen 40 und 50 Euro). So ging es mir jedenfalls, als ich für meinen Onkyo TX-NR616 nach einem WLAN-Stick suchte. Aber es gibt andere Möglichkeiten, denn der Receiver arbeitet augenscheinlich auch mit anderen Sticks zusammen, die den gleichen Chip haben, nämlich den Atheros AR9271.

TP-LINK TL-WN721N Wireless N USB Adapter

TL-WN721N an Onkyo Receiver

Für meinen Receiver eignet sich der TP-LINK TL-WN721N WLAN Stick, den es für derzeit rund 10 Euro zu haben gibt. Einziger Nachteil: der TP-LINK ist deutlich größer als der Original UWF-1. Wer also nur wenig Platz hinter seinem Receiver frei hat, der muss entweder ein USB-Verlängerungskabel nutzen und den Stick daneben legen oder muss die Front-USB-Buchse nutzen (sofern vorhanden). Aber für eine Ersparnis von 30 Euro nehme ich das in Kauf.

Einen Schönheitsfehler hat das ganze allerdings, wobei das eher an meinem Receiver als an dem WLAN-Stick liegt: ich habe die Konfiguration erst zum Laufen gebracht, nachdem ich ein Hochkomma aus meinem WLAN-Passwort entfernt hatte. Trotz korrekter Eingabe des Sonderzeichens wollte der Receiver keine Verbindung aufbauen und die FritzBox meldete immer “Authentifizierung fehlgeschlagen”. Aber mit neuem Passwort gehts jetzt.

Quadcopter fast flugbereit

Ich denke, ich sollte mal ein paar Worte darüber verlieren, warum es mit dem Status Monitor zur Zeit nicht so richtig weiter geht. Ich habe die Zeit, die ich so für Projekte aufwenden kann für eins verwendet, das ich schon seit fast einem Jahr plane: den Bau eines Quadcopters.

Um überhaupt ein einigermaßen flugtaugliches Gerät bauen zu können, habe ich das Ganze vorher mit dem xcopterCalc durchgerechnet. Der Antrieb besteht aus folgenden Teilen:

  • 4x Turnigy Park 300 1080kv Brushless Outrunner
  • 4x Turnigy Plush 25A ESC
  • 4x 10×4.7 Slow Flyer Propeller
  • 5800mAh 2S LiPo-Batterie

Der Rahmen ist ein Eigenbau mit 50cm Rotorabstand. Er besteht aus Aluminiumrohr für die Arme, Platinenmaterial für alle Platten und Rohrklemmen und wiegt mit Antrieb und Batterie etwa 1 Kilogramm. Leider fehlt mir noch die Steuerelektronik, denn neben einem reinen Funkempfänger braucht der Copter noch eine Steuerplatine, die den komplizierten Teil der Steuerung übernimmt.

Der Plan ist es, ein HobbyKing Multi-Rotor Control Board V3.0 als Steuerung einzusetzen. Für dieses recht universelle Board auf Atmega32-Basis existieren vergleichsweise viele gut entwickelte Firmwares, z.B. QuadControl v4.7 von KapteinKuk. Als Fernsteuerung kommt eine Futaba T8FG mit einem R6308SBT Empfänger zum Einsatz (oder vielleicht erstmal ein billigerer Ersatz, gemessen an dem Grad der Wahrscheinlichkeit eines Unfalls…)

Wenn die Platine kommt, werde ich mal zum Jungfernflug aufbrechen und dann wieder hier posten. Ich würde mal auf folgende Wahrscheinlichkeitsverteilung tippen:

  • 40% Chance, dass die Konstruktion zu schwer ist und überhaupt nicht fliegt
  • 25% Chance, dass der Copter beim Erstflug abstürzt und Schaden nimmt (ich habe eine Menge Ersatzrohr und Ersatzpropeller auf Lager, just in case)
  • 15% Chance, dass der Copter beim Erstflug abstürzt und in Flammen aufgeht (LiPo-Akkus haben unvorstellbarer Feuerpotential…)
  • 5% Chance, dass ich mich an rotierenden Propellern verletze
  • 10% Chance, dass das Ding fliegt aber jede Menge an Trimmung und anderen Einstellungen braucht, bis er gerade fliegt
  • 5% Chance, dass alles auf Anhieb funktioniert wie gedacht

Ich lasse mich überraschen…

Tron: Legacy

Ich bin gerade aus dem Kino zurück gekommen, nachdem letzte Woche der Action-Klamauk Green Hornet auf dem Programm stand, war es heute Tron: Legacy. Und ich sage es direkt heraus, auch wenn zahlreiche Kinogänger mir widersprechen werden: Tron: Legacy ist für mich der beste Film der letzten Zeit.

Ich bin relativ spät zum “alten”, ersten Tron gekommen, das ist höchstens 5 Jahre her. Aus heutiger Sicht sind die Effekte mies gewesen und man mag über die Story schmunzeln, dennoch hatte mich der Film damals gepackt, weil er so anders war als alles andere. Diese synthetische Welt war optisch und auch bedeutungsmäßig völlig vom Mainstrem-Kino losgelöst und hat mich voll in ihren Bann gezogen.

Daher freut es mich besonders zu sagen, dass Tron: Legacy ein würdiger Nachfolger geworden ist. Gut, er bedient auch die klassischen Klischees, denen sich der Ur-Tron damals verwehrte: schnelle Fahrzeuge aller Art, sexy Frauen in engen Outfits und jede Menge Action, bei der alles in kleinste “digitale Blöcke” zerspringt und dann mit einem Sound ähnlich wie dem von berstendem Glas in der Umgebung verstreut wird. Aber die eigentliche Welt von Tron, sie ist immer noch da, strahlender und stylischer, zeitgemäß. Es wäre leicht gewesen einen Stilbruch herbeizuführen, absichtlich oder unabsichtlich, aber man hat es geschafft, die Welt von damals einfach konsequent in die Neuzeit zu überführen.

Die beste Idee, die den Produzenten überhaupt einfiel, war, den Leuten von Daft Punk die Erstellung des Soundtracks zu überlassen. Erst die Techno/Trance/Electro/Synthi-Klänge von Daft Punk machen die Tron-Welt komplett. Wer optisch so völlig andersartig ist, der kann keinen Hans Zimmer oder John Williams engagieren. Obwohl ich eigentlich Metaller der alten Schule bin (sprich europäisches Power Metal, deutsches Speed Metal), mochte ich Daft Punk schon immer. Der Tron: Legacy-Soundtrack könnte die erste CD von denen werden, die ich kaufe.

Was gibts sonst noch? Gleich zweimal Jeff Bridges. Einen jungen und einen alten, wobei der junge sogar recht gut gelungen aussieht, wenn er nicht die Mimik eines Charakters aus Shrek o.ä. hätte. Das stört das Gesamtbild dann doch leider. Vor allem wenn man sich ansieht, was schon möglich ist. Ich verweise hier mal auf die Backstage-Videos zu LA Noire. Auch Bruce Boxleitner, der damals den Titelhelden Tron verkörperte, hat man digital verjüngt, allerdings sieht man ihn nie scharf und aus der Nähe, man hat ihm also nur die Low-Budget-Verjüngung zukommen lassen.

Die Story des Films ist auch OK, ich habe mich nirgends gelangweilt, aber sie ist mir nicht episch genug. Ich mag Filme, deren Story einen eher langen Zeitraum erzählt, bei denen man aber das Gefühl hat, man würde eigentlich einen viel längeren Film sehen, weil die Macher die Balance zwischen Detailtiefe und Erzählgeschwindigkeit gefunden haben.

Fazit: wer den ersten Tron schon nicht mochte, der sollte sich diesen Film auch sparen. Viel zu wenig wird auf die Wies und Warums eingegangen. Wer allerdings damals schon fasziniert war und dadurch über kleinere Schwächen hinwegsehen konnte, der findet hier einen prima Nachfolger und stellt sich nachher die Frage, warum man den nicht schon eher gedreht hat.

Star Trek 11

Bin gerade aus dem Kino zurückgekommen und habe dort Star Trek 11 gesehen. Nach Jahren mal wieder ein neuer Star Trek Film. Kann das was werden? Ich war zunächst sehr skeptisch, besonders nachdem ich einige Kritiken gelesen hatte, die sich u.a. darüber ausließen, dass der junge Kirk so gar nicht dem allgemein bekannten entspricht, der junge Sulu nicht aussieht wie der alte Sulu, verschiedene Szenen geradezu wie Star Wars wirken und und und. Besonders irritiert hatte mich die Aussage des Regisseurs, J.J. Abrams, er sei kein sonderlich großer Trekkie, er hätte aber einige Geschichten in Erinnerung, die er gerne erzählen wolle. “Sakrileg!” wollte ich damals rufen, “wie kann man so jemanden mit so einer Einstellung das Star Trek-Erbe anvertrauen?”

Zwischen diesem Interview und meinem Kinobesuch erschien die Blu-Ray-Box mit den ersten sechs Filmen und jeder Menge Bonusmaterial. Da ich bisher keinen einzigen der alten Filme auf DVD hatte, habe ich bei der Box direkt zugeschlagen (die übrigens in UK etwa 20% billiger ist als in DE, für die identischen Discs wohlgemerkt, aber das nur am Rande) und mich durch das Bonusmaterial gewühlt. Die ernüchternde Erkenntnis war, dass bei den Filmen, die von uns Trekkies (ich stehe dazu) als “Heiligtum” vereehrt, auch in erster Linie Leute Regie geführt haben, die vorher herzlich wenig mit Star Trek zu tun hatten. Robert Wise drehte seinerzeit “Star Trek – The Motion Picture”, ein Film mit guter Story aber nicht unbedingt geglückter Umsetzung. Der zweite Teil wurde dann von Nicholas Meyer unter der Federführung von Harve Bennett zum Erfolg geführt, und das obwohl Benett erstmal die komplette TV-Serie nachholen musste. Frei nach dem Motto “gleiches Recht für alle” war ich danach deutlich eher bereit, dem neuen Star Trek eine Chance zu geben.

Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte a) dies nachholen und b) nicht weiterlesen. SPOILERS AHEAD. YOU HAVE BEEN WARNED.

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HammerFall Live Stream

Hätte ich fast vergessen: heute abend tritt HammerFall in Hamburg in den Docks auf und überträgt das Konzert als Live Stream ins Internet. Ab 22 Uhr zu sehen unter www.hammerfall.net