Archiv für Kategorie I, Me & Myself

Kein Stairway to Heaven

Erinnert sich noch jemand an den Film Wayne’s World? Darin gibt es eine Szene, in der Wayne in einen Gitarrenladen geht um seine Traumgitarre spielen zu können und gerade als er zu Stairway To Heaven ansetzen will, unterbricht ihn ein Verkäufer und deutet auf ein Schild “No Stairway to Heaven”.

Was im Film mehr als Gag und zur Vermeidung von teuren Lizenzen gedacht war, habe ich heute in echt gesehen. Ich war in einem großen westfälischen Musikgeschäft und habe auch einige Gitarren durchprobiert. An den Übungsplätzen hingen Zettel, in denen mit einem zwinkernden Auge darauf hingewiesen wurde, dass man doch bitte bestimmte Songs nicht spielen möge. Darunter war auch Stairway To Heaven, aber auch Highway To Hell (AC/DC), Sweet Child o’ Mine (Guns’n'Roses), Seven Nation Army (White Stripes) Smoke On The Water (Deep Purple) sowie alles von Metallica. Irgendwie kann ich es verstehen, wenn ich da arbeiten würde und täglich von dutzenden mehr oder weniger gut spielenden Kunden mit den populärsten Rocksongs gequält würde, würde ich auch so ein Schild aufhängen. In diesem Sinne: Egbebg Ebgebg…

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Shadow SH-680 Pickup einbauen – und mehr

In letzter Zeit verbringe ich etliche Abende damit, E-Gitarre spielen zu lernen und seid ich Unterricht nehme, zeigen sich auch erste Erfolge. Da ich nebenberuflich ja auch noch Technik-Nerd bin, weiß ich momentan leider mehr über die Technik einer E-Gitarre als übers Spielen, was sich aber hoffentlich bald ändert. In der Zwischenzeit habe ich mein mir angeeignetes Gitarrenwissen mal in Form einiger statischer Seiten auf meiner Homepage hinterlegt. Momentan gibt es nur zwei verschiedene Seiten, aber es werden vermutlich mehr dazu kommen. Ich verweise derzeit aber mal auf:

Sollte ich mich irgendwann mal dazu durchringen, einen EMG-81 oder einen EMG Afterburner einzubauen oder mir gleich eine neue Gitarre zu kaufen, erweitere ich die Seiten vermutlich.

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Pizzeria Lido am Germania-Campus

Wir waren samstag abend auf den letzten Drücker noch Essen, und zwar in der Pizzeria Lido am Germania Campus in Münster. Der Laden wird von den gleichen Leuten betrieben, die auch das Mocca d’Or, das Il Panino und diverse andere Restaurants betreiben, u.a. das direkt nebenan. Am Germania Campus zeigt sich ganz gut, was man mit den Industriebrachen der früheren Glanztage bei der Überführung vom sekundären in den tertiären Sektor machen kann.

Das Lido ist im ehemaligen Brauhaus untergebracht und wer es betritt, merkt direkt, dass dies nicht der typische Italiener von nebenan ist. Das Restaurant besteht praktisch nur aus einem einzelnen großen Raum, der an einigen Stellen noch durch ein paar Säulen unterbrochen ist. Am Kopfende befindet sich die Schanktheke und direkt daneben der Steinofen für die Pizzen. Als Sitzgelegenheiten gibt es hölzenere Tische mit dazu passenden Bänken (ja, richtig, Bänke. Ohne Lehne), lediglich an kleineren Zweiertischen stehen ein paar Stühle. Wer beim Essen unter sich sein will, der ist hier definitiv falsch, denn durch den offenen Raum und die doch recht nah beieinander stehenden Bänke ergibt sich in etwa die Intimität einer Uni-Mensa. Wen das nicht stört, der wird hier aber definitiv auf seine Kosten kommen.

Wer die Karte aufschlägt, wird zunächst überrascht sein. Es gibt Salate, Pizzen und Dessert, dazu noch eine kleine Tageskarte, auf der sich z.B. auch einige wenige Nudelgerichte finden sowie eine übersichtliche Getränkekarte. Der Laden heißt ja auch nicht Ristorante Lido sondern Pizzeria Lido. Das Essen ist dafür aber sehr gut, die Pizzen sind groß (> 30 cm), wer mal im Mocca d’Or war kennt das bereits. Der Boden ist dünn und knusprig, der Belag saftig und lecker, eben genauso, wie man es von einer guten Pizza erwarten würde. Preislich liegt das Lido unter dem Mocca d’Or und ist somit für die Leistung recht günstig.

In der Zeit, in der wir da waren (so ca. 19:30 bis 21 Uhr) war der Laden stets rappelvoll und die drei Kellner hatten alle Hände voll zu tun. Interessanterweise kam während der ganzen Zeit ein stetiger Strom von Besuchern in der Hoffnung auf einen Platz ins Restaurant. Obwohl man das Lido also weder im Internet noch im Telefonbuch findet, erfreut es sich schon größter Beliebtheit. Das sich dort wildfremde Leute einen Tisch teilen war zumindest am Samstag keine Seltenheit.

Wer also mal lecker Pizza essen möchte und dabei Geselligkeit sucht, der sollte mal ins Lido gehen.

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Der Klang macht die (E-Gitarren)-Musik

Nachdem ich mir Metal Rhythm Guitar Volume 1 zugelegt habe, verbessern sich meine Fähigkeiten im Bereich Metal ein wenig. Selbst wenn man eine Tabulatur besitzt und sie auch halbwegs spielen kann, klingt es meist trotzdem bescheiden. Einiges kann der Modeler noch rausreißen (ich liebe dieses Teil), die Klangfarbe kann man mit den Bässen/Mitten/Höhen-Reglern noch anpassen. Das klingt dann nicht mehr ganz so schlimm, aber bei weitem nicht gut. Warum ist das so?
Erste Antwort nach Lesen einiger Seiten in dem Buch: es gibt ne Menge Tricks und ich beherrsche keinen davon. Zeit was zu lernen. Man nehme folgenden Riff:

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Der Riff, offen gespielt

Der ist zwar metalmäßig verzerrt, hat aber ein Problem (außer meiner Unfähigkeit sauber und im Takt zu spielen): er schrammelt fies. Die Lösung des Problems lautet: Palm Muting. Wenn man die Schlaghand (bei den meisten ist das die rechte) mit dem Handballen auf die Stelle der Brücke legt, über die die Saiten laufen und die Hand dann zum Anschlagen nach links neigt, erhält man einen dämpfenden Effekt. Auf dem äußerten Ende der Seiten ruht jetzt der Handballen und dämpft dadurch die Saiten ab. Dann klingt die Sache beim Spielen schon etwas anders:

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Der Riff, mit leichtem Palm Muting gespielt

Ohne Verzerrung geht hier natürlich gar nichts. Das ganze mit einem cleanen Sound gespielt klingt ziemlich erbärmlich, somit ist Verzerrung Pflicht. Je stärker die Verzerrung, umso weniger fällt der dumpfe, abgedämpfte Klang an sich auf, lediglich das schnelle Ausklingen bleibt. Durch die Verzerrung kann man es mit dem Palm Muting auch ruhig etwas übertreiben, je nachdem, wie es gefällt:

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Der Riff, mit starkem Palm Muting gespielt

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Billige E-Gitarren

bedürfen anscheinend einiger Pflege um langfristig funktionsfähig zu bleiben. Nachdem ich jetzt etwa eine Stunde an meiner rumgeschraubt und -gelötet habe, funktioniert sie endlich wieder einwandfrei. Der Humbucker war seit einiger Zeit defekt und funktionierte nur noch im Split-Coil-Modus, beide Spulen auf einmal wollten keinen Ton von sich geben. Ich habe alle Lötstellen nachgelötet (einige hatten das anscheinend nötig) und dem Humbucker ein zusätzliches Massekabel spendiert. Wozu? Also…

Damit ein Humbucker im Split-Coil-Modus betrieben werden kann, braucht er mehr als zwei Anschlusskabel, je nach Konfiguration (nur eine Spule einzeln nutzbar, beide Spulen einzeln nutzbar) drei (zwei Masse, ein Plus) oder vier (2 Masse, 2 Plus). In billigen Gitarren wie meiner ist nur eine Spule einzeln nutzbar, folglich müsste der Humbucker 3 Anschlüsse haben. Meistens hat er aber nur ein zweipoliges Kabel und stellt den dritten Kontakt über eine Alufolie auf dem Schlagbrett her, durch die alle Bauteile geschraubt sind (siehe z.B. hier). Diese Konstruktion ist suboptimal, da es schnell mal zu Kontaktfehlern kommen kann und dann knackt es oder gibt gar keine Töne mehr von sich. Wer also einigermaßen mit dem Lötkolben umgehen kann, sollte sich ein zusätzliches Massekabel in dem Humbucker löten und zwar an die Stelle, wo von innen der zweite Massepol ans Gehäuse gelötet ist. Dieses Kabel verlötet man dann mit der Masseschiene der restlichen Teile, z.B. am Umschalter oder Lautstärkeregler. Das sorgt für einen sauberen Massekontakt des Humbucker und beugt Ausfällen vor.

Wer übrigens möchte, dass seine Gitarre wieder schön glänzt, der kann Autopolitur nehmen, tiefere Kratzer im Lack gehen mit Schleif- bzw. Polierpaste wieder raus.

Viel Erfolg!

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