Pokertisch selber bauen

Nachdem ich seit etwa einem halben Jahr fast regelmäßig Poker spiele, keimte in mir die Idee auf, mir einen eigenen Pokertisch zu bauen. Klar kann man welche kaufen, aber selber bauen ist meistens billiger und man hat auch noch Spaß beim Bauen. Der Bau ist derzeit noch im Gange, daher wird sich diese Seite öfter mal ändern.

Lesern dieser Anleitung sei empfohlen, sich die Fotos aus dieser Anleitung auch in meinem Flickr-Album anzusehen. Aus Platzgründen sind hier auf dieser Seite nur die wichtigsten Bilder enthalten, das komplette Bildmaterial findet sich auf Flickr.

Lizenz

Creative Commons LicenseDiese Anleitung mitsamt Bildern unterliegt der Creative Commons Attribution-Noncommercial-Share Alike 2.0 Germany Lizenz. Ich bitte um entsprechende Beachtung.

Inhaltsverzeichnis

Planung

Im Internet stieß ich auf die Seite von Mark Junell, auf der er ausführlich erklärt, wie er seinen eigenen Pokertisch gebaut hat. Da das Ergebnis überzeugend aussieht und die Konstruktion nicht allzu schwer ist, habe ich mich entschlossen, sein Design nachzubauen. Da in meiner Wohnung allerdings nur bedingt Platz ist und ich keine derart großen Platten transportiert bekomme, habe ich mich entschlossen, einen faltbaren Tisch zu bauen.

Ich habe mich bemüht, das ursprüngliche Seitenverhältnis von 1,5 zu 1 beizubehalten, damit nachher keine Probleme mit falschen Proportionen auftreten. Mein Tisch wird daher die Größe 180×120 Zentimeter bekommen, damit passt er (ohne Cupholder) ziemlich genau über meinen rechteckigen Esstisch der Größe 140×90 Zentimeter. Mit Cupholdern wird er wohl auf einem eigenen Gestell stehen müssen.

Der Tisch bekommt eine leicht erhöhte, gepolsterte Armauflage rund um das Spielfeld, das selber aus einem Bereich für die Getränkehalter und die Pokerchips sowie der eigentlichen Spielfläche besteht. Der Ablagebereich, bei Mark Junell auch Racetrack (Rennbahn) genannt, wird das einzige sichtbare Holzstück sein, alles andere wird bezogen, die Armlehne mit Kunstleder, das Spielfeld mit Mikrofasermöbelstoff.

Material und Werkzeug

Die folgende Liste enthält die Dinge, die ich für meinen Tisch verwendet habe. Solange der Tisch noch im Bau ist, wird die Liste laufend erweitert.

  • Zwei Spanplatten (120×90 cm, 16 mm)
  • Zwei Sperrholzplatten (Fichte, 120×90 cm, 18mm)
  • Stichsäge mit Holzsägeblatt (möglichst fein, z.B. 20 Zähne pro Zoll)
  • Eine Vorrichtung zum Kreisezeichnen (z.B. Wasserwaage mit Anreisspunkten)
  • Leimzwingen (5 – 8 Stück)
  • Holzleim
  • Microfaser-Möbelstoff (blau, 160×90 cm)
  • Dose Sprühkleber
  • Hand- oder (besser) Elektrotacker
  • mindestens 1000 Tackernadeln, 6-8 mm
  • Trittschalldämmung für Laminat, (2x 70×70 cm, 2 mm stark)
  • schwarzes Kunstleder (190×110 cm)
  • Dose Polyurethan-Klarlack (750 ml)
  • kleine Malerrolle aus Schaumstoff
  • Bohrmaschine mit Holzbohrer

Schritt 1 – Rundungen sägen

Grundmaterial: 2 Spanplatten, 2 Sperrholzplatten Das Grundmaterial des Tischs bilden vier Platten, zwei Spanplatten und zwei Sperrholzplatten. Die Spanplatten dienen für die Armlehne und werden später nicht mehr zu sehen sein, daher reicht hier das billige Holz. Aus den Sperrholzplatten entsteht die Rennbahn, daher ist hier schönes Holz erforderlich. Aber nun zum Wesentlichen.

Rundung auf zweite Platte übernehmen Was wäre ein Pokertisch ohne die typischen Rundungen am Ende? Genau, hässlich. Der erste Schritt besteht also darin, die rechteckigen Platten mit Rundungen zu versehen. Zunächst schneidet man die Spanplatten zu. Dazu misst man von 3 Seiten aus 60 Zentimeter ab und ermittelt so den Mittelpunkt der Rundung. Zur Sicherheit misst man noch mehrere Punkte auf der Kreislinie ab um die Genauigkeit der zu zeichnenden Linie zu kontrollieren. Mit einer Wasserwaage mit Anreisspunkten zeichnet man dann die Linie rund um den Mittelpunkt. Um nicht zu verrutschen empfiehlt es sich, den Mittelpunkt anzubohren. Zeichnen der abgerundeten Ecken Nach dem Einzeichnen der Linie geht es ans Sägen. Das saubere Aussägen gelingt mit etwas Übung ganz gut. Wer unsicher ist, sollte erstmal an Probeteilen üben.

Ausblick auf den fertigen TischHat man die erste Rundung dann ausgesägt, kann man diese durch Abmalen vom ersten Brett auf das zweite übernehmen. Wer unsauber geschnitten hat oder einfach lieber auf Nummer sicher gehen will, der sollte auch auf der anderen Platte lieber den Mittelpunkt ausmessen und die Linie einzeichnen, zumal der Mittelpunkt später nochmal gebraucht wird. Hat man alles richtig gemacht, kann man sich schon mal ein Bild der Dimensionen des fertigen Tischs machen.

Schritt 2 – Armlehne aussägen

Schnittlinie für die Armlehne einzeichnen Die Armlehne wird ein 10 Zentimeter breiter Holzring, der aus den Spanplatten hergestellt wird. Später wird dieser Ring mit Schaumstoff beklebt und mit Kunstleder bezogen. Man nehme also die Spanplatte zur Hand und messe analog zu Schritt 1 die Armlehne ab, diesmal aber nur mit 50 Zentimetern vom Mittelpunkt aus (60 Zentimeter halbe Breite – 10 Zentimeter Armlehne = 50 Zentimeter Radius).

Armlehnen sollten beim Sägen fixiert werden Dann kommt wieder die Stichsäge zum Einsatz. Da die Armlehnen komplett vom Innenteil abgetrennt werden, sollten sie während des Sägens auf halbem Weg mit Zwingen am Kernstück fixiert werden, damit sie nicht durch ihr eigenes Gewicht auf den letzten Zentimetern abbrechen.

Fertige Armlehnen Wenn man beide Spanplatten entsprechend bearbeitet hat, bleiben 2 Armlehnenbögen und zwei Reststücke übrig. Letztere werden beim Bau des Tischs nicht mehr benötigt und können einer anderen Verwendung (z.B. einem kleineren Tisch) zugeführt werden.

Schritt 3 – Sperrholzplatten zusägen

Unterbau der Armlehne eingezeichnet Bis auf die äußeren Ecken werden die Sperrholzplatten komplett gebraucht. Zunächst zeichnet man analog zu Schritt 1 die abgerundeten Ecken auf. Jede Sperrholzplatte wird in drei Teile zerlegt (Ecken mal außen vor). Außen wird ein schmaler Streifen von 4 Zentimetern Breite eingezeichnet. Dieser wird später unter die Armlehnen geklebt und geschraubt und dient dazu, die Armlehne später passgenau auf den Tisch setzen zu können.

Sperrholzplatte mit allen Markierungen Der nächste Teil ist die Rennbahn oder Racetrack. Da ich später noch Becherhalter montieren möchte, die ca. 10 Zentimeter Durchmesser haben, möchte ich die Rennbahn 15 Zentimeter breit machen. Die Armlehne überdeckt später die Rennbahn um 6 Zentimeter. Wenn also die Rennbahn später 15 sichtbare Zentimeter haben soll, muss sie mit 21 Zentimetern Breite eingezeichnet werden. Folgende Rechnung ergibt also die Distanz vom Mittelpunkt, die zum Einzeichnen verwendet werden muss:

60 cm Breite (Hälfte der Platte) – 4 cm Unterbau – 15 sichtbare Rennbahn – 6 cm überdeckte Rennbahn = 35 cm Radius

Hilfsmarkierungen Da vermutlich niemand perfekt sägen kann, ist es empfehlenswert, zusätzliche Markierungen an den Schnittstellen der drei Teile aufzubringen (in den Fotos das A), die später das Zusammenfügen der Teile erleichtern. Der mittlere Teil, der übrig bleibt, wird später mit Stoff überzogen und bildet die eigentliche Spielfläche.

Pokertisch Puzzle Somit heißt es jetzt wieder: Säge raus und los! Aber Vorsicht: Der Schnitt zwischen Rennbahn und Spielfeld muss wirklich sauber werden. Während alle anderen Schnittkanten später entweder verdeckt oder gepolstert sind und daher nicht so genau sein müssen, wird Kante des Spielfelds später direkt sichtbar sein. Daher sollte man keine Ecken oder Macken beim Sägen produzieren, sonst darf man sich entweder bei jedem Spiel ärgern oder neue Bretter kaufen und alles nochmal machen. Ist man dann fertig mit dem ganzen Sägen, erhält man alle nötigen Puzzleteile für den Tisch.

Schritt 4 – Armlehne zusammenbauen

Verleimen der Armlehne und der Unterbauleiste Man nehme die Armlehne und die Unterbauleiste zur Hand und bestreiche beide mit Holzleim (die Armlehne natürlich nur auf 4 Zentimetern Breite). Danach setzt man beide Teile passgenau aufeinander und klemmt sie mit Leimzwingen fest. Wichtig ist, dass die geraden Kanten zu 100% aneinander ausgerichtet sind, sonst gibt es später Probleme beim Zusammenklappen.

Einpassen der Rennbahn Da eine kleine Chance besteht, dass man die Unterbauleiste beim Ankleben leicht verschoben oder schief befestigt hat, sollte man die passende Rennbahn zu Hand nehmen und in die Konstruktion einsetzen. Passt sie nicht auf Anhieb, muss man die Leiste noch ein wenig versetzen. Wenn alles passt, lässt man das Ganze mindestens eine Stunde trocknen. Um die Verbindung dann auch wirklich stabil zu machen, bohrt man ein paar Löcher in die Armlehne und verbindet dann beide Teile mit Spanplattenschrauben, die nicht zu lang sein sollten.

Schritt 5 – Spielfeld beziehen

Umriss der Spielfläche auf die Schaumfolie zeichnen Die mittleren Teile des Tischs werden mit Stoff bespannt und dienen als Spielfeld. Damit der Stoff nicht direkt auf dem Holz aufliegt und das Feld ein wenig gepolstert ist, beklebt man eine Seite mit Schaumstofffolie. Ich habe dafür Trittschalldämmung für Laminat aus dem Baumarkt genommen. Die beste Verbindung zwischen dem Holz und der Folie erzielt man mit Sprühkleber. Der Schaumstoff sollte nicht am Rand überstehen, sonst gibt es später Probleme beim Einsetzen in die Rennbahn.

Die Spielfläche und der ausgeschnittene Stoff Wenn der Kleber trocken ist, legt man die mit Folie beklebte Seite auf die Rückseite des Stoffs mit dem man die Spielfläche beziehen will. Für meinen Tisch habe ich einen blauen Microfaserstoff gewählt, man kann aber natürlich auch irgendeinen anderen Stoff nehmen. Letztendlich ist es eine Geld- bzw. Geschmacksfrage. Der Stoff sollte an jeder Seite ca. 10 Zentimeter überstehen, damit man einen ausreichenden Rand zum Befestigen hat.

Der Stoff wird zuerst an der runden Seite festgetackert Beginnend in der Mitte des Bogens schlägt man den Stoff um, zieht ihn faltenfrei und tackert ihn dann mit einer Heftmaschine (nach Möglichkeit elektrisch, das ist weniger aufwendig) fest. So arbeitet man sich in beide Richtungen von der Bogenmitte aus um das ganze Brett herum. Indem man den Stoff in Richtung der bereits eingeschlagenen Heftklammern zieht, kann man ihn faltenfrei befestigen. Unter Umständen ist es nötig, bereits befestigte Bereich noch einmal zu lösen und neu zu befestigen.

A Taste of Things to Come Etwas trickreicher sind die 90-Grad-Ecken, aber mit geschicktem Schneiden und Falten kann man auch diese Stellen meistern. Wenn der Stoff stark gespannt wurde, kann es hilfreich sein, zum Schluss noch eine zweite Reihe Heftklammern einzuschießen, um die Befestigung zu verstärken. Der überschüssige Stoff wird mit einem Messer abgetrennt und fertig ist die Spielfläche. Wer will, kann sich schonmal ein Bild davon machen, wie der fertige Tisch in etwa aussehen wird.

Schritt 6 – Armlehne polstern und beziehen

Umriss der Armlehne auf den Schaumstoff übertragenFür die Polsterung der Armlehne habe ich mir eine ausreichend große Schaumstoffrolle mit einer Stärke von 2 Zentimetern besorgt. Erster Schritt ist das Ausschneiden eines passenden Stücks für die Armlehne. Dazu den Schaumstoff auf den Boden legen und die Armlehne darauf. Ich habe an den Seiten (außer vorne an den schmalen Kanten) ca. 3 Zentimeter Schaumstoff überstehen lassen. Dieser wird beim Beziehen später umgefaltet und polstert dann die Seiten der Lehne.

Armlehne und Schaumstoff mit Sprühkleber behandelnDen überschüssigen Schaumstoff schneidet man sauber mit einem Messer weg, den kann man für einen späteren Tisch nochmal nehmen. Mit der Dose Sprühkleber sprüht man jetzt den Schaumstoff auf einer Seite ein und danach die Armlehne von oben. Nur Sprühkleber gewährleistet hier eine ordentliche und dauerhafte Verbindung zwischen beiden Teilen – aber Vorsicht: Dringend großflächig Zeitung unterlegen, Sprühkleber klebt auch Teppiche und Füße gut zusammen.

Armlehne und Schaumstoff zusammenklebenNachdem der Kleber leicht angetrocknet ist, klappt man die Armlehne auf den passgenau Schaumstoff und drückt sie fest. Der Kleber braucht ca. 10 Minuten zum Trocknen, danach sind beide Teile gut miteinander verbunden. Das Kunstleder kann jetzt mit der Rückseite nach oben bereitgelegt werden. die Armlehne wird mit dem Schaumstoff nach unten darauf gelegt werden. Für den nun folgenden Teil sollte man einen Elektrotacker verwenden und einen Helfer haben, sonst artet das ganze in eine sehr anstrengende Schinderei aus.

Tackern des Leders beginnen Vom Mittelpunkt des Bogens ausgehend zieht man das Leder schön straff über die Armlehne (das sollte der Helfer machen ;-)) und tackert es auf dem erhöhten Rand der Armlehne fest. Dabei sollte man nie mehr als 6-8 Zentimeter Breite auf einmal tackern, auch wenn es sich verlockend anbietet. Immer lieber erstmal nachziehen und dann tackern. So arbeitet man sich Stück für Stück zu den Enden der Tischhälfte hin.

Außenbogen fertig befestigt Man sollte immer ein wenig in Richtung des bereits befestigten Stücks ziehen und zusehen, dass weder auf der Armlehne noch auf der Seite Falten entstehen. Dort wo man tackert kann man die Falten nicht vermeiden. Es kann auch durchaus notwendig werden bereits befestigte Teile nochmal zu lösen (so auf ca. 10 Zentimetern Breite) um nachträglich entstandene Falten herausziehen zu können. Ist man einmal um den äußeren Bogen herum, sollte man zwecks Zugentlastung noch eine zweite Nadelreihe setzen und danach das überstehende Leder abschneiden.

Dreiecke für den Innenbogen schneiden Der innere Teil des Bogens erfordert etwas mehr Vorbereitung. Zunächst zeichnet man einen ca. 10 Zentimeter breiten Rand auf das Leder. Dort wo die Armlehne nicht gebogen ist kann man dann das überschüssige Rechteck ausschneiden. Im halbkreiförmigen Teil der Lehne zeichnet man vom Rand aus Dreiecke zu einem gemeinsamen Mittelpunkt ein. Diese Dreiecke sind an der Seite zur Armlehne breiter und spitzen sich zum Mittelpunkt zu.

Innenbogen tackern Die langen Kanten der Dreiecke schneidet man aus, die Basis muss bestehen bleiben. Danach beginnt man damit, die Dreiecke über die Armlehne zu ziehen und festzutackern. Auf diese Weise lässt sich das Leder bequem über den inneren Teil der Armlehne spannen. Je nach Bedarf müssen die Dreiecke auch etwas weiter eingeschnitten werden. Wichtig ist, das die Tackerlinie auf jeden Fall hinter die Einschnitte de Dreiecke gesetzt wird, sonst bekommt man Sollreißstellen und die Bespannung der Armlehne hält nicht lang.

Kante sauber beziehenBleiben noch die Kanten. Ich hab drei Kanten schlecht verarbeitet bevor ich raus hatte wie es geht. Man schneidet die Außenseiten passend zu und klappt sie wie auf dem Bild gezeigt um. Übrig bleibt ein Lappen, der außen breiter ist als innen. Diesen klappt man nun auf die Armlehne und tackert ihn fest. Ich habe ihn in der Mitte durchgeschnitten, um die Höhenunterschiede der Armlehne besser zu überbrücken. Das Ergebnis ist hier bei Flickr zu sehen.

Damit ist eine Armlehne fertig bezogen, bei der zweiten kann analog verfahren werden. Diese Arbeit ist aufwendig und sollte ordentlich gemacht werden, denn Falten in der Armlehne sehen nicht nur schlecht aus sondern fühlen sich auch unangenehm an, wenn man seinen Arm drauflegt.

Schritt 7 – Rennbahn fertigmachen

Schleifen der Rennbahn Die beiden Teile für die Rennbahn wurden bereits ausgesägt und müssen jetzt noch ein wenig verbessert und mit den Becherhaltern versehen werden. Der erste Schritt ist das Abschleifen der Oberflächen. Dazu nimmt man am besten einen Elektroschleifer mit entsprechendem Papier (120er oder 200er) und schleift die Rennbahn schön glatt. Danach wischt man mit einem feuchten Tuch den ganzen Schleifstaub weg und stellt sicher, dass die Oberflächen sauber, trocken und fettfrei sind.

Als nächstes wird die Oberfläche der Rennbahn mit Polyurethan-Klarlack lackiert. PU sorgt für die nötige Härte und den Glanz der Oberfläche und macht die Rennbahn widerstandsfähig gegen Dellen und Kratzer von den Chips und Flecken von Getränken oder Knabberzeug. Ob Lack jetzt auf Wasser- oder Lösungsmittelbasis verwendet wird, ist Geschmackssache. Je nach Saugfähigkeit des Holzes führt man einen oder zwei Grundanstriche durch. Ich habe dazu eine kleine Malerrolle aus Schaumstoff genommen, die liefert die glattesten Oberflächen. Wenn der Lack dann trocken ist (bei mir ca. 12 Stunden später), schleift man die gesamte Oberfläche wieder glatt (am besten per Hand und mit 320er Papier). Danach trägt man dann eine weitere Lackschicht auf und schleift wieder glatt (diesmal 400er Papier). Das ganze wiederholt man mehrmals und verwendet immer feineres Schleifpapier. Mein Tisch hat insgesamt 6 Schichten Lack, es gehen aber auch weniger (nicht weniger als 4) oder mehr.

Schritt 8 – Becherhalter einbauen

Layout der Becherhalter planen Ich habe die Becherhalter, die ich verwenden möchte, von eBay besorgt und ca. 1 Euro pro Stück bezahlt. Damit es nachher nicht zu eng am Tisch wird, verbaue ich nur 8 Halter, wer es kuschelig mag, kann auch 10 verbauen. Zum Anzeichnen der Löcher habe ich zunächst die Armlehne und die umgedrehte Rennbahn zusammengesteckt und dann mit den Haltern das „Layout“ geplant.

Schnittmarken einzeichnen Die Becher haben oben einen überstehenden Rand, damit sie nicht durch den Tisch fallen, eine Tatsache, die man beim Einzeichnen der Löcher berücksichtigen muss. Ein 500g-Joghurtbecher hatte passenderweise einen Außendurchmesser, der dem Außendurchmesser der Halter ohne Rand entsprach. Diesen habe ich dann zum Einzeichnen der Kreise verwendet.

Löcher für die Becherhalter sägen Das Auschneiden der Kreise habe ich wieder mit der Stichsäge gemacht. Da die Becher einen überstehenden Rand haben, ist es nicht so wichtig, einen wirklich sauberen Schnitt hinzubekommen. Wer eine Lochsäge in passender Größe sein Eigen nennt, ist natürlich fein raus. Für die Stichsäge bohrt man zunächst ein Loch in den auszusägenden Kreis, damit man das Sägeblatt ins Holz bekommt. Man sollte sich dann vom Loch einen Bogen zum Rand einzeichnen, den man mit der Säge noch sägen kann, denn Stichsägen mögen keine abrupten Richtungsänderungen und quittieren diese meist mit umherfliegenden Sägeblattsplittern (Achtung Verletzungsgefahr!).

Sind alle Kreise ausgesägt, schleift man die neuen Schnittkanten sauber und kann dann zum nächsten Schritt übergehen.

Schritt 9 – Unterbau herstellen

Unterbodenplatte Um unnötig fiese Konstruktionen mit Metallwinkeln o.ä. zu vermeiden und um eine gute Optik beizubehalten, habe ich mich entschieden, unter den Tisch eine weitere Platte zu montieren, mit der alles befestigt und abgedeckt werden kann. Hierbei handelt es sich wie bei den anderen Platten auch um zwei Pressspanplatte der Größe 90×120 Zentimeter, allerdings nur 10 Millimeter stark. Analog zu Schritt 1 sägt man auch hier zunächst die Rundungen zurecht. Danach schleift man alle Kanten der Platten ab, sonst hat man später unterhalb des Tischs scharfe Kanten.

Bodenplatte streichen Von der Rennbahn lassen sich durch einfaches Auflegen von Armlehne und Rennbahn nun die Öffnungen für die Becherhalter auf die neuen Platten übertragen. Diese können dann wie in Schritt 8 beschrieben ausgesägt werden. Da die Platte im Ausgangszustand recht hässlich ist, habe ich mich entschieden, sie schwarz zu lackieren. Dazu reichen 2 Schichten Buntlack völlig aus, PU-Lack wäre natürlich besser, aber doch hier vielleicht ein bisschen zuviel des Guten.

Schritt 10 – Zusammenbau

Final assemblyNachdem alle Einzelteile fertiggestellt wurden, konnte es an die Endmontage gehen. Zuerst habe ich die Armlehne zusammen mit der Rennbahn auf die Unterplatte gesetzt und mit Holzschrauben in der Größe 4×20 befestigt. Ich hätte gerne 4×25 benutzt, aber die Unterplatte und das Spielfeld sind zusammen nur 26 Millimeter stark, vermutlich hätten sich daher Beulen im Holz gebildet. Man sollte beim Zusammenbau nicht an Schrauben sparen und einen Helfer, immerhin sind die einzelnen Teile recht schwer und es besteht die Gefahr, dass die Schrauben beim Umdrehen der Teile ausreißen, wenn man nicht genug verbaut hat.

Final assembly 2 Als nächstes setzt man die passende Spielfläche ein (wir erinnern uns kurz an die A/B-Kennzeichnung) und schraubt diese dann auch von unten fest. Das Ganze wiederholt man mit der zweiten Tischhälfte. Das Ergebnis ist auf dem Foto an der Seite zu sehen.

37 Antworten für “Pokertisch selber bauen”

  1. Felix Erben 9. September 2007 um 16:37 #

    Hallo,
    ich plane mir auch einen pokertisch zu bauen. Mich wüde es gerne mal interressieren wie viel du für den bau bezahlt hast
    mfg Felix Erben

  2. Hendrik Busch 10. September 2007 um 09:52 #

    Genau ausgerechnet habe ich das bisher gar nicht, aber ich kann mal überschlagen:

    – Holz ca. 80 Euro
    – Kunstleder 15 Euro
    – Mikrofaserstoff 10 Euro
    – Trittschalldämmung 4 Euro
    – Sprühkleber 10 Euro
    – Tackernadeln 5 Euro
    – Becherhalter 10 Euro
    – Holzleim 4 Euro
    – Klarklack & schwarzer Lack 20 Euro
    – Schrauben, Beschläge, Kleinteile ca. 10 Euro
    – Tischbeine 20 Euro

    Puh, da kommen dann schon ca. 190 Euro bei rum. Man könnte das beim Holz etwas geschickter machen, um nicht so viel Verschnitt zu bekommen. Ich habe schon Leute gesehen, die haben die Bögen aus einzelnen Teilen zusammen gestückelt und brauchten dadurch deutlich weniger Holz.

  3. ExactControl 31. Dezember 2007 um 15:00 #

    Ich baue meinen Pokertisch, anhand dieser Anleitung.
    Geringfügig musste ich ein paar Abweichungen gehen,da der Baumarkt meines Vertrauens, nicht mehr die gewünschte Sperrholzplatte vorrätig hatte. Alternativ habe ich eine weitere Spanplatte genommen,welche nun farbig lackiert wird.
    Eventuell kann man diese auch mit einer Folie bekleben.. like Kirschholz-Optik etc.

    Ansonsten zu den Kosten; inkl allem, komme ich auf knapp 150,00 Euro an Material- und Werkzeugkosten.

    btw. ich kann nur Bestätigen,dass man sorgfältig arbeiten sollte um Nacharbeiten zu vermeiden 😉

    Anstatt Trittschalldämmung und Microfasertuch, würde sich ggf auch ein dünner schöner Teppich anbieten ?!

  4. Christian Severin 19. September 2008 um 09:19 #

    Schöne Beschreibung, aber die Fotos hier verlinken ins Leere…

  5. Hendrik Busch 1. Oktober 2008 um 00:14 #

    Oh, das mit den Bildern habe ich übersehen. Da tauscht man seine Plugins mal und schon geht nix mehr. Die Bilder sollten jetzt alle wieder korrekt verlinkt sein. Danke für den Hinweis!

  6. Joey 27. Dezember 2008 um 02:00 #

    Bei den Kosten die ich hier sehe, und dann bedenke das man mehrere Tage dran sitzt, kaufe ich mir dann doch lieber einen fertigen Tisch.

    Wenn ich alleine nur 15 Stunden rechne, und dann einen Stundenlohn von 10 EUR netto, bin ich bei 150 EUR. Dazu noch Materialkosten, ist jeder professionelle Pokertisch mit Garantie sicher billiger.

    Natürlich macht es was her, wenn man sagen kann, das man den Tisch selbst gebaut hat. Aber ich verlass mich dann doch lieber auf einen professionellen Tischler.

  7. Ronny 8. Januar 2009 um 11:32 #

    Erstmal ein dickes Lob für die gute Beschreibung.
    Mich würde nur noch interessieren wo du z.B. Microfaserstoff und Kunstleder her bekommen hast?
    Wollen uns dieses Jahr auch an einen schönen großen neuen tisch machen.
    Wäre sehr dankbar für deinen Tip.
    Gruß Ronny

  8. Hendrik Busch 8. Januar 2009 um 16:05 #

    Danke für die Lorbeeren! Bei der Beschaffung von Material ist eBay üblicherweise Dein Freund. Meinen Stoff habe ich allerdings von einer Seite namens Stoffkontor (http://www.stoffkontor.eu/) bezogen.

  9. Ronny 14. Januar 2009 um 17:23 #

    Danke für den schnellen Tip. Die Seite ist gut, jetzt muß ich nur noch das richtige Leder und den Tischbezug heraus finden.

  10. Hirsch 7. Februar 2009 um 16:15 #

    Sind eure Getränkehalter über eBay aus Amerika oder gibts noch eine andere Quelle, die Ihr empfehlen könnt?

  11. Bricktop 8. Februar 2009 um 20:09 #

    @Joey

    Hallo Joey,
    warscheinlich hast Du Dir schon einen Tisch gekauft. Darüber habe ich auch nachgedacht? Dies kommt aber aus mehreren Gründen für mich nicht mehr in Frage: was ist wenn einer Deiner Freunde oder Freundinnen versehentlich ein Getränk umstößt (ob mit oder ohne Geränkehaltern, passiert das schon mal denke ich) Verklagst Du sie auf nen neuen Tisch? Wohl eher nicht! Und Deine Garantie nützt Dir dann auch nichts, Du hast dann für immer nen unansehnlichen Tisch, denn ich denke, daß man so einen relativ günstigen gekauften Tisch nicht so einfach zerlegen kann um den Stoff oder was auch immer auszutauschen.
    Der zweite Grund für mich persönlich ist, das man einen Tisch der meinen Ansprüchen gerecht wird, erst ab 500 – 600 Euro bekommt.
    Und der wichtigste Grund für mich ist, das ich wirklich gern bastle und das Design des Tisches, sowie z.B. des Spieltuches selbst bestimmen kann, und damit ein Unikat schaffen kann.

    @Hendrik

    Danke Hendrik, nachdem ich Junells Anleitung schon verschlungen habe, war ich mir in Details noch nicht sicher wie ich das eine oder andere bauen will, jetzt bin ich mir sicher!

  12. Hendrik Busch 9. Februar 2009 um 13:20 #

    @Hirsch

    Die Getränkehalter, die ich verwendet habe, stammten aus einer deutschen eBay-Auktion. Ich meine ich hätte nen Euro pro Stück bezahlt. Es sollte eigentlich immer noch passende Auktionen geben, ansonsten bekommt man auch Getränkehalter von einschlägigen Pokershops.

    @Bricktop

    Danke! 🙂

  13. Uwe 19. Februar 2009 um 15:03 #

    Super,
    mache mich gleich an die Arbeit.
    Woher bekommt man den Stoff ?

    gruss

    uwe

  14. Hendrik Busch 19. Februar 2009 um 15:41 #

    Hallo Uwe!

    Ich verweise wegen des Stoffes mal an meinen Kommentar vom 8. Januar. Ich habe meinen Stoff von Stoffkontor.eu

  15. Chris 3. März 2009 um 23:29 #

    Hi,

    nehme grade den zweiten Tisch in Angriff. Kannst du mir die Maße deiner Becherhalter nennen und den Namen des Verkäufers?
    Bei richtigen Haltern wird man ja nur über den Tisch gezogen.
    Würde mich über eine Mail freuen,

    Gruß,
    Chris

  16. Hendrik Busch 4. März 2009 um 09:29 #

    @Chris Ich fürchte, ich kann Dir hier nur bedingt helfen. Der Kauf dieser Becherhalter liegt schon weit über ein Jahr zurück, ich weiß nicht mehr, wie der Verkäufer hieß und ich finde ihn in meiner eBay-Historie auch nicht mehr.
    Die Becherhalter haben im oberen Teil einen Durchmesser von knapp 10 Zentimetern (genau: 9,6cm), den Rand oben nicht mit eingerechnet.
    Außerdem kann ich Dir leider keine Mail schicken, seit ich im Dezember einige Änderungen zum Schutz der Privatssphäre meiner Besucher vorgenommen, werden E-Mail-Adressen aus dem Kommentarformular nicht mehr gespeichert, ich habe Deine Adresse also gar nicht, sorry.

  17. Tobi 14. April 2009 um 18:40 #

    Hi,

    erstmal ein Riesenlob für die gute Anleitung, werde meinen Tisch in Anlehnung hier ran bauen.
    Nur über eins grübel ich noch: Wie hast du das mit den Beinen gemacht und die Konstruktion, dass der Tisch zusammenhält und dennoch auseinandernehmbar bleibt (und es nicht katastrophal aussieht)?! Ich komme da auf keinen grünen Zweig… :-S

    Viele Grüße,
    Tobi

  18. Hendrik Busch 15. April 2009 um 10:03 #

    Also, damit er in der Mitte nicht durchängt hat er insgesamt 6 Beine, 3 auf jeder Hälfte, in einem Dreieck angeordnet. So kann jeder Teil für sich alleine stehen. Damit die beiden Teile beim zusammengesetzten Tisch beieinander bleiben, habe ich Schnappverschlüsse montiert, wie sie z.B. auch an normalen Tischen, die man in der Mitte verlängern kann, montiert sind.
    Ich merke gerade, dass ich davon gar keine Bilder habe… ich werde nachher mal ein paar von der Unterseite machen und in meine Flickr-Galerie einbinden.

  19. Thomas 27. April 2009 um 09:32 #

    Hallo Pokerfreunde,
    mein Pokertisch mit den Dimensionen 1,88cm x 1,28cm ist am WE auch fertig geworden. Bin begeistert und es hat alles super geklappt. Das Beziehen der Armlehnen ist anfangs etwas schwierig, aber wenn man mal den Dreh raus hat, klappt das ganz gut. Meine Konstruktion sieht etwas anders aus, bei mir besteht das Spielfeld aus einer Fläche und es sind nur die Armlehnen und der Unterbau teilbar gestaltet. Bei meiner Konstruktion kann daher auf sämtliche Standfüße verzichtet werden und der Pokertisch liegt nur auf einer Esstisch, oder Schreibtischfläche auf. Ich habe sämtliche Zeichnungen in TURBO-CAD gezeichnet, falls jemand Interesse hat. Einige Bilder vom Aufbau und fertigen Produkt gibt es auch. Gruß aus München an alle sendet Euch Thomas

  20. Tobi 15. Mai 2009 um 22:50 #

    Wo hast du denn die Schnappverschlüsse gefunden?! In den Baumärkten Hornbach, Praktiker und Hellweg gibts leider keine (meine Eltern haben so einen Tisch wie du meinst, aber die sind not amused wenn ich da die Verschlüsse entführe 😉 ) Die Alternative aus dem Baumarkt ist ein Verschluss, der leider ein Spiel von ca. 0,5 cm hat und der Tisch so nicht wirklich zusammenhält… :-/
    Mein fast fertiger Tisch (steht, nur die Rennbahnen trocknen noch + Zusammenschrauben) wäre dann einweihungsbereit.
    Würde mich über eine Antwort freuen!
    Grüße aus dem regnerischen Hessen, Tobi

  21. erik 27. Juni 2009 um 17:20 #

    Sehr sehr gute Anleitung!
    Nur wo hast du Bretter mit der Breite von 90cm her?
    Habe immer nur welche mit 80cm gefunden bei toom, Praktiker und Obi.

    Mfg

  22. Hendrik Busch 28. Juni 2009 um 17:45 #

    Die 90cm breiten Bretter habe ich aus dem Zuschnitt. Die haben da riesige Platten, die ich mir dann entsprechend zurecht schneiden ließ.

  23. Chris 3. April 2010 um 12:08 #

    Hi, mich würde interessieren aus was du die Tischbeine gebaut hast, habe in der Anleitung garnichts hierfür gefunden. Hast du ein fertiges Gestellt gekauft? Weil 20 Euro ist nicht besonders teuer.

    Mfg

    • Hendrik Busch 6. April 2010 um 15:44 #

      Die Tischbeine habe ich nicht extra gebaut, ich habe einfach fertige zum Anschrauben gekauft. Die bestehen meist aus einer Platte zum Anschrauben und dem eigentlichen Tischbein, dass dann in diese Platte geschraubt werden kann. Solche Tischbeine bekommt man im Baumarkt oder beim großen schwedischen Möbelhaus. Ich würde darauf achten, dass die ein paar Zentimeter höhenverstellbar sind, damit man Unebenheiten u.ä. ausgleichen kann.

  24. JLo 6. April 2010 um 15:42 #

    Hi ich habe mir auch schon mal nen Pokertisch gebaut,
    nun bau ich mit nem Freund wieder einen.
    Ich habe damals als Spielfeldunterlage unter dem Stoff ne Gummimatte die ich geschenkt bekommen habe genutzt.
    Da komme ich nun aber leider nicht mehr günstig dran.

    Nun wollte ich dich mal nach deiner Erfahrung mit der Trittschalldämmung fragen sieht das auch noch nach langer Zeit bespielen gut aus??

    MFG

  25. JLo 8. April 2010 um 14:17 #

    Wär super wenn du mir noch vor Samstag antworten könntest
    also zu der Frage aus Post nummer 24

  26. Hendrik Busch 9. April 2010 um 10:59 #

    @JLo: Es gibt unterschiedliche Arten Trittschalldämmung, einmal solche, die eher an Styropor erinnern (bzw. das Zeug, wo McDonalds vor 20 Jahren seine Burger drin verpackt hat) und solche, die eher an Schaumstoff erinnern. Von ersterem würde ich für den Pokertisch abraten, da sich da ganz schnell Dellen und Kratzer bilden können, wenn man mit kleinen/spitzen Gegenständen da dran geht.
    Ich habe in meinem Tisch die zweite Variante verbaut und bin damit zufrieden, ich konnte bisher keine Abnutzung feststellen. Man sollte es allerdings vermeiden, den Tisch zur Ablage schwerer Gegenstände zu benutzen (so ala „wenn ich nicht spiele steht da meine Mikrowelle drauf“), das gibt schnell Abdrücke, die nicht mehr weggehen. Aber gegen Pokerchips und Karten hat sich das Zeug bei mir als resistent erwiesen. Im schlimmsten Fall könnte ich aber die bezogenen Teile auch einzeln ausbauen und neu beziehen.

  27. TiCar 13. März 2011 um 17:06 #

    Hi Hendrik,

    toller Tisch und auch eine super tolle Anleitung die du da gemacht hast. Wie du dir denken kannst möchte ich mir nach deiner Anleitung auch einen Tisch bauen mit ein paar Modifikationen.
    Unter der Armlehne möchte ich noch ein ca. einen ca. 30mm Ring anbringen, der dann USB Kameramodule enthält, die man dann über einen 10-Port USB Hub an einen PC anschließt, um die Spiele entweder live (unwahrscheinlich) überträgt oder wohl eher aufzeichnet, um sich dieses dann später anschauen und lernen zu können.

    Wie schwer ist denn eine Hälfte deines Tisches geworden?

    Gruß,
    TiCar

    Was hälst du von so einer Idee

    • Hendrik Busch 17. März 2011 um 23:31 #

      Die Idee mit den Kameras ist natürlich schon cool. Ist aber auch eine gewisse Investition und ob Du 10 Kameras an einen Rechner bekommst? Halt mich mal auf dem laufenden, wenn das klappen sollte. Die einzelnen Tischhälften sind (leider) recht schwer ausgefallen, die haben wohl gut ihre 15 Kilo. Ich hätte nichts gegen etwas leichter gehabt, aber den redet man entweder über teureres Holz oder über Abstriche in der Stabilität.

  28. KarstenJohns 11. April 2011 um 08:03 #

    Hallo Hendrik,
    erst Mal muss ich sagen, dies ist ne tolle Seite geworden !!! =)

    Nun habe ich zwei Fragen an dich und hoffe, du kannst mir weiterhelfen.

    Die erste und WICHTIGSTE Frage:
    Hast du ne Ahnung, wie man ne „betline“ zeichnen kann? Was nimmt man da für ein Mittel und wie funktioniert das am besten !?

    zweite Frage:
    Mit welchem Stoff, außer Speed cloth, könntest du noch empfehlen (link vielleicht)?
    Ich habe gelesen, du verwendest ein Microfaserstoff… gibt es da eine sehr gute Wahl?

    MfG Karsten

    • Hendrik Busch 11. April 2011 um 20:01 #

      Hi!

      Danke für die Lorbeeren ;-). Wo willst Du die Betline denn zeichnen? Auf dem Stoff? Schwer zu sagen, was da wirklich sauber funktioniert. Ich würde mal Siebdruck ausprobieren, aber da ich auf all solche Verzierungen bei meinem Tisch verzichtet habe, kann ich da nur aus der Theorie sprechen. Vielleicht kann der T-Shirt-Laden von nebenan das auch bedrucken oder beflocken, was wäre natürlich noch besser.
      Was den Stoff angeht: das wird häufig überbewertet. Alle kommen immer gleich mit diesem Speedcloth an, was gut, aber teuer ist. Mikrofaser habe ich wegen der Oberflächenbeschaffenheit genommen und war bisher damit zufrieden, kann Dir aber keine Marke oder so empfehlen. Ich hatte das Tuch damals von stoffkontor.eu (dort dann Dekostoffe -> Mikrofaser einfarbig), war aber definitiv eine Preisentscheidung. Wenn das Geld keine wirkliche Rolle spielt oder für das echte Pokerfeeling, kannst Du natürlich auch in „echte“ Pokerstoffe investieren, mehr als ein paar Meter kommen da letzten Endes auch nicht zusammen.

    • Mario 6. März 2013 um 01:30 #

      Also wenn du dein Tuch selbst mit einer Betline versehen willst empfehle ich auf jeden Fall das speedcloth. Durch die Teflon Beschichtung kannst du Klebeband nehmen und es als Schablone aufkleben. Im Baumarkt bekommst du Klebeband unter das keine Farbe laufen kann. Dann am geschicktesten Sprühfarbe benutzen wie es auch die Sprayer machen…..

  29. Daniel 5. Mai 2011 um 08:31 #

    Hi Hendrik,
    echt ne super Anleitung, werde bald damit beginnen einen Tisch zu bauen. Hast du auch ein Foto von dem fertigen Tisch ? Habe keines gefunden.

    Danke

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