Wichtiger Hinweis!
Die nach diesem Absatz folgenden Infomationen stammen aus meiner alten Webseite und haben in etwa den Stand 2003/2004. Ich habe Informationen, die mittlerweile absolut nicht mehr stimmen als durchgestrichen (Beispiel) gekennzeichnet. Angaben zu Verfügbarkeiten, Preisen sowie Links können mittlerweile veraltet, ungültig oder falsch sein. Lediglich die Treiberdownloadlinks am Ende sind überarbeitet worden.
Herkunft
Woher kommt jetzt diese merkwürdige Karte? Der FCC-Code verrät, daß die Karte von Global Sun Technology Inc. produziert wird. Es gibt mehrere Firmen, die diese Karte von dort auf OEM-Basis beziehen, z.B. Alloy oder Eusso. In Deutschland wurde sie von mehreren Discount-Lebensmittelketten vertrieben, entweder einzeln oder in Komplettrechnern verbaut.
Technische Daten
- 11/22 MBit/s WLAN Karte nach IEEE 802.11b+ Standard
- 64/128/256 Bit Wired Equivalent Privacy Verschlüsselung
- 18 dBm Sendeleistung
- 32 Bit PCI Interface 3.3V/5V
- Texas Intruments ACX100 Chipsatz
Was ist das Besondere?
Warum schreibe ich hier soviel zu einer dummen 08/15-WLAN Karte? Nun, zum einen habe ich sie in meinem Desktop-Rechner nicht ans Laufen gebracht, egal welchen PCI-Steckplatz ich mir aussuchte, entweder konnte der Rechner nicht mehr Booten oder aber Windows fror immer ein oder aber ich bekam nette BSODs (Bluescreen of Death) mit “IRQ_NOT_LESS_OR_EQUAL” Meldungen. Dieses Erlebnis war relativ frustrierend.
Aber das Entscheidende sollte noch kommen. Die ganze Platine der Karte ist unter einer Metallabdeckung versteckt und in der Nähe des PCI-Kamms war eine Art Steckverbinder sichtbar. Beides eigentlich eher ungewöhnlich für eine PCI-Karte (vgl. auch Foto links). Also öffnete ich die Metallabdeckung und bekam dann Folgendes zu sehen:
Die vermeintliche PCI-Karte ist in Wirklichkeit nur ein Mini-PCI-auf-PCI-Adapter, allerdings mit einer LED und einem Antennenstecker. Das Überraschende ist dabei, daß die eigentliche WLAN-Karte eine Mini-PCI Karte mitsamt Miniaturantennenstecker ist. Diese Mini-PCI Karte ist die GL2422MP von Global Sun Technology Inc.
Warum ist das jetzt so toll? Ganz einfach: Viele Notebooks verfügen über Mini-PCI Einbauschächte und können daher diese Karte aufnehmen. Neuere Modelle sind sogar “Wireless LAN ready”, d.h. sie besitzen im eine im Gehäuse integrierte Antenne für WLAN, auch wenn keine WLAN-Karte eingebaut ist. Z.B. trifft dies auf die Dell Inspiron 8xxx Serie zu.
Vergleicht man nun den Preis der GL2422VP Karte (einzeln zuletzt 89 â?¬, Stand 2003) mit z.B. einer “echten” Mini-PCI-WLAN-Karte wie der Dell True Mobile 1150 (Preis ca. 140 â?¬, Stand 2003), so kommt man mit der GL2422VP deutlich günstiger weg (allerdings muss man noch ein Antennenkabel besorgen).
Etwas problematisch ist der verwendete Chipsatz, ein relativ neuer Low-Budget Chip von Texas Instruments. Der ACX100 ist ein kleines technisches Wunder, ein Single-Chip WLAN Spread Spectrum Prozessor mit ARM-RISC Prozessor und Medium Access Control. Er koppelt direkt an gängige Schnittstellen wie PCI, Cardbus und USB an. Am anderen Ende muss nur noch ein Sender mit einer Antenne angeschlossen werden und fertig ist die WLAN-Karte. Anscheinend ist der Chip noch günstiger herzustellen als die bisherige Referenz Prism 2.x. Der Chip ist Wi-Fi Compliant und unterstützt 802.11b und 802.11b+.
Der Chip ist auch in Access Points einsetzbar, dort unterstützt er dann auch gleich noch den 802.3 Standard.
Anschluss
Für Besitzer neuerer Dell Notebooks stellt sich die Frage nach einem passenden Anschlusskabel nicht, es wird direkt von Dell mitgeliefert. Wer über kein solches Kabel verfügt, hat ein Problem.
Nach einiger Sucherei im Internet konnte ich ermitteln, dass es sich bei der Anschlussbuchse für die Antenne um eine Hirose U.FL bzw. E.FL Buchse handelt, zu der es auch einen passenden Stecker bzw. komplett fertig konfektionierte Kabel gibt. Es gestaltet sich nahezu unmöglich für Privatpersonen, ein solches Anschlusskabel aufzutreiben. Eventuell lässt ich in Übersee etwas zu einen vernünftigen Preis auftreiben.
Einsatzmöglichkeiten
Da ich über meinen Arbeitgeber Zugriff auf ein Dell Inspiron 8000 habe, habe ich diese Mini-PCI Karte mal dort eingesetzt, auch wenn ich die Antenne nicht anschließen konnte. Der Computer startet ordentlich und Windows 2000 erkennt die Karte auch korrekt. Es können die Treiber der normalen PCI Version verwendet werden, die bei Alloy zum Download angeboten werden.
Testbericht
Nachdem ich ein passendes Kabel leihweise auftreiben konnte, habe ich mich ans Testen gemacht. Unter Windows 2000 läuft die Karte ohne Probleme, das mitgelieferte Konfigurationstool ist nicht überragend aber brauchbar. Vor allem dass die Software für jeden assoziierten AP direkt ein neues Profil anlegt, gestaltet sich als recht angenehm.
In einem Netz mit festen IP und 128 Bit WEP läuft die Übertragung einwandfrei und erreicht gute 8 MBit, wobei das Netz selber nur mit 11 MBit läuft. Anders sieht die Sache in einem Netz mit 128 Bit und dynamischer IP-Vergabe aus. Obwohl die Karte korrekt assoziiert, war es nicht möglich, per DHCP eine Adresse zugeteilt zubekommen. Woran das liegt konnte ich bisher nicht herausfinden.
Unter Linux läuft die Karte überhaupt nicht, was einfach an der bisher fehlenden Unterstützung für den brandneuen TI ACX100 Chip liegt. Schätzungsweise wird sich das bald ändern. Vorerst werde ich die Karte nicht benutzen, sie ist noch zu inkompatibel mit relativ schlechten Treibern.
Die Karte läuft bei mir auch unter Windows XP und es gibt keine IRQ-Probleme mehr. Inzwischen vermarkten auch weitaus mehr Hersteller diese Karte (darunter U.S. Robotics und D-Link), also hat man sogar freie Treiberwahl. Ich selber nutze die U.S. Robotics Treiber. Vernünftige Linux-Treiber scheint es hingegen immer noch nicht zu geben, obwohl irgendwo eine binary-only Version eines solchen Treibers durchs Netz geistern soll.






#1 von tabit - 18. Februar 2007 zu 17:38
i wanna the driver ya
#2 von Hendrik Busch - 20. Februar 2007 zu 12:01
I have corrected the driver download URL, it works now.
The driver is available under
http://www.alloy.com.au/web_download/Wireless/22Mb/GL2422VP/
#3 von Techmax - 23. Juli 2009 zu 07:10
habe noch die orginal Treiber CD von MBO für WIN XP für die PCI WLAN Karte GL2422VP. Funktioniert einwandfrei mit SP3.
#4 von maklerwillli - 22. Oktober 2009 zu 17:13
kriege die Karte unter WinXP Prof. nicht zum laufen. Karte wird erkannt, Netzwerkverbindung eingerichtet, karte gibt keine Funksignale von sich. Was ist falsch?
#5 von Hendrik Busch - 3. Dezember 2009 zu 12:40
Ohne jetzt Ihr genaues Problem zu kennen würde ich empfehlen, vielleicht eine etwas zeitgemäßere WLAN-Lösung zu verwenden, z.B. einen WLAN-Stick o.ä.. Die hier beschriebene WLAN-Karte ist mittlerweile über 5 Jahre alt und einfach nicht mehr zeitgemäß. Bei so einer alten Hardware kann es alleine schon passieren, dass sie mit modernen Routern u.ä. schon gar nicht mehr zusammenläuft, selbst wenn alles richtig eingerichtet ist.
#6 von Sylvio - 5. Januar 2010 zu 17:31
Die Karte läuft nicht mit WPA Verschlüsselung sondern nur mit WEP. Das ist in 5 Sekunden geknackt, wer es braucht -> bitteschön ! Es gibt keine neuen funktionierenden Treiber die WPA Verschlüssselung möglich machen.
#7 von Hendrik Busch - 6. Januar 2010 zu 11:46
Ja, das kommt noch erschwerend hinzu. Ich kann auch nicht dazu raten, diese Karte noch zu verwenden. Ich betreibe diese spezielle Informationsseite auch nur noch, weil ca. 30% meines Traffics immer noch über diese Seite reinkommt. Warum ist mir allerdings ein Rätsel.
#8 von Skacom - 12. Februar 2010 zu 12:58
wunderbar – hab dieses prachtstueck auch im einsatz meines 2.pc´s ! nachdem ich gelernt hab dass ich eben nicht auf wpa upgraden kann und der router nunmal das vs verwendet schmeiss ich die karte nachher gleich in den muell !
danke fuer die seite !!