Tag-Archive: auto

Liebe andere Verkehrsteilnehmer,

die ihr heute zwischen 2:10 Uhr und 2:30 zwischen Laer und Nienberge unterwegs wart: ein einzelnes oder gleich mehrfaches Verwenden der Lichthupe während ich Euch entgegenkomme, kann mich nicht dazu bringen, mein Fernlicht auszumachen. Es ist nämlich gar nicht an!

Auch wenn Euch das so vorkommt, so weise ich alle Schuld von mir und verweise auf die Autoindustrie, die den Einbau von automatisch einstellenden Xenonleuchten in mein Auto zu verantworten hat. Ich weiß, es gibt einiges an Kritik, aber ich kann da nunmal nichts dran ändern. Und wer die Dinger erstmal im Auto hatte, der gibt sie freiwillig nicht wieder her. Auch ich nicht.

Frohes neues Jahr 2008!

Allen Lesern dieses Blogs und denen, die es noch werden wollen, wünsche ich ein frohes neues Jahr 2008.

Anbei noch zwei Videos, die heute Nacht entstanden sind. Wir waren zum Feiern auf dem Hindenburgplatz hier in Münster, aber aufgrund des massiven Nebels hätten wir auch irgendwo anders sein können, die Aussicht wäre die gleiche gewesen.

Das zweite Video ist auf der Heimfahrt kurz vor 1 Uhr morgens entstanden und dokumentiert den Nebel mit Sichtweite unter 50 Metern und gedankenlose Zeitgenossen, die einem Böller vors Auto werfen.

Silvester 2008 auf dem Hindenburgplatz

Heimfahrt am Neujahrsmorgen

Schlechte Planung

Eigentlich hätte es alles gut werden können. Der Plan sah eigentlich folgende Reihenfolge vor:

  1. Winterreifen
  2. Spezial-Steckschlüsselsatz
  3. Winter

Irgendwie kam es dann aber doch anders: die Winterreifen sind bestellt aber noch nicht da, der Baumarkt meines Vertrauen muss den Steckschlüsselsatz über einen Vertreter bestellen, der aber erst am 5. November kommt und der Winter ist schon da. Ganz großes Tennis

Große Trabbi-Roadtour

Ich hatte heute am letzten Freitag die einmalige Gelegenheit im Rahmen eines Incentives, das mein Arbeitgeber für die erfolgreiche Fortführung des startothek-Projekts ausgerichtet hat, eine Roadtour durch das Münsterland zu machen und zwar mit einem Trabant 601. Es kam hierbei auf das Anfahren verschiedener Stationen und auf das Lösen von Aufgaben und einem Quiz an sowie auf das Verfahren von möglichst wenigen Kilometern.

In sechs Teams zu je zwei oder drei Mitfahrern in je einem Trabant waren einzelne Etappen abzufahren und die in einem Roadbook aufgeführten Aufgaben zu erledigen. Aber zunächst stand eine Einweisung für die Fahrer an, denn ein Trabbi ist ein automobiler Sonderfall. So gibt es z.B. keine Tankanzeige, der geneigte Fahrer muss einen Plastikstab in den Tank halten um abschätzen zu können, wie weit er noch fahren kann.

Die größte Hürde beim Umstieg ist aber die Lenkradschaltung. Mit einem Hebel kann man vier Gänge durchschalten: der erste Gang ist unten, in der Mitte der Leerlauf und oben der zweite. Danach muss man den Hebel herausziehen und hat denn unten den dritten und oben den vierten. Den Rückwärtsgang erreicht man durch Reindrücken des Hebels. Geradezu zerbrechlich nimmt sich der Blinkerhebel aus, bei dem man jedesmal Angst haben muss, dass man ihn nach dem Blinken in der Hand hat.

Das Sandsteinmuseum in Havixbeck Nach anfänglichen Schwierigkeiten ging es dann auf die Straße. Erstes Ziel war das Sandsteinmuseum in Havixbeck. Dort war die Frage zu klären, wie die Sagengestalten genannt wurden, von denen man glaubte, dass sie im Sandstein leben würden. Nachdem wir rausbekommen hatten, dass sich diese Teitekerlken schimpfen, erhielten wir noch eine Münsterland-Erlebniskarte zwecks Navigation und machten uns wieder auf den Weg. Der Trabant hat einen Benzinhahn im Innenraum, den man schließen sollte, wenn man den Wagen länger stehen lässt. Dumm nur, wenn man ihn – wie wir – vergisst wieder zu öffnen, wenn man weiterfährt. Wir kamen etwa 800 Meter weit, was reichte, um auf eine Kreuzung zu rollen. Aber mit einem Trabbi kann man sich einiges erlauben, ohne dass jemand hupt. Anscheinend haben alle Mitleid.

Zweite Anlaufstelle auf der Tour war die St. Johannes Kirche in Altenberge. Dort war eine geografische Maßeinheit gefragt und ihre Bedeutung. Auf der Seite der Kirche findet sich eine Plakette mit der Inschrift 108 NN, die besagt, dass die Kirche eben 108 Meter über Normalnull liegt. Nach dieser Aufgabe ging es wieder ins Auto und weiter nach Burgsteinfurt.

Das ewige Rätsel, wo jetzt der Unterschied zwischen Steinfurt und Burgsteinfurt liegt, konnte ich auch dieses Mal nicht lösen, ich vermute aber immer noch stark, dass es letztendlich zwei Namen für den gleichen Ort sind. OK, mittlerweile bin ich schlauer: 1975 wurden Burgsteinfurt und Borghorst zusammengelegt zu Steinfurt. Im dortigen Café gab es dann Kaffee und Kuchen. Ähnlich wie in der DDR gab es nicht viel auszusuchen, die Wahl des Kuchens orientierte eher an der Verfügbarkeit als am persönlichen Geschmack. Während des Zwischenstopps versuchten wir uns dann am DDR-Quiz, dass im Roadbook aufgeführt war und auch zur Bewertung herangezogen wurde.

Das Holtwicker Ei Nach der Pause ging es über Land weiter zum Holtwicker Ei. Es handelt sich dabei um einen großen Findling, um den man einen kleinen Park herum gebaut hat. Dumm nur dass man das Ding fast nicht findet, wenn man nicht weiß, wo genau es ist. Man fährt dort leicht dran vorbei. Im dortigen Park nahmen wir an einem Ost-/Westproduktvergleich teil, bei dem es galt, zwei Nougatcremes und zwei Kekssorten mit verbundenen Augen in Ost und West zu klassifizieren, was meinem Mitfahrer Markus und mir auch gelang. Lediglich bei der Unterscheidung von Liedtexten der Puhdys und der Münchner Freiheit mussten wir dann passen, die Texte sind bei beiden etwa gleich schnulzig.

Der Longinusturm Wieder unterwegs war das nächste Ziel der Longinusturm nahe Nottuln. Die um Roadbook abgedruckten Orientierungskarten mit der offiziellen Routenempfehlung erschienen uns als Umweg, weshalb wir von Rosendahl (dort liegt das Holtwicker Ei) über Billerbeck nach Baumberge bzw. Nottuln fuhren. Diese Entscheidung sparte uns einige Kilometer. Als wir am Turm ankamen wurde dort eine für den Abend geplante Festivität samt Feuerwerk und WDR-Liveübertragung vorbereitet. Hintergrund des ganzen: Billerbeck, Nottuln und Havixbeck sind Preisträger des Ab in die Mitte!-Wettbewerbs des Landes NRW, einem Programm zur Förderung von Stadt- und Kommunalmarketing. Am Longinusturm würde um 20 Uhr die Auftaktveranstaltung zu den Feierlichkeiten stattfinden, die sich die nächsten Monate hinziehen würden.

Was es nicht alles gibt: der größte und schwerste Standaschenbecher der Welt Es galt nun die Frage zu klären, wie hoch der Turm eigentlich insgesamt ist. Der Baumberg ist mit 187,61 Metern über NN die höchste Erhebung des Münsterlandes (was ich als gebürtiger Wuppertaler eher peinlich finde), der Turm selber hat 32 Meter Höhe zuzüglich etwaiger Antennen. Die Aussicht vom Turm ist ganz nett aber nicht wirklich überragend, vor allem auch weil es eigentlich nichts Sehenswertes in der Umgebung gibt. Eine witzige Kleinigkeit steht vor dem Turm: der größte und schwerste Standaschenbecher der Welt, der sogar im Guinessbuch der Rekorde steht.

Der Longinusturm war die letzte Station im Roadbook und wir fuhren von dort aus wieder zurück nach Nienberge. Insgesamt hatten wir an diesem Tag 113 Kilometer im Trabant zurückgelegt, über 10 Kilometer weniger als jedes andere Team. Letzten Endes war diese Tatsache für unseren Gesamtsieg ausschlaggebend. Der Abend klang dann mit einem gemütlichen Essen samt Preisverleihung am Hafen aus.

Die Tour ist vorbei, alle Teilnehmer sind zurück.Von dieser Stelle nochmals vielen Dank an die Organistoren von der Event & Touring AG sowie Petra und alle anderen Mitfahrer! Es hat wirklich Spaß gemacht! Und ein großes Sorry an den LKW-Fahrer auf der Landstraße zwischen Steinfurt und Rosendahl: wir haben wirklich gedacht, wir kämen mit dem Trabbi schneller weg…

Die Katze ist aus dem Sack!

Nachdem alle Formalitäten jetzt doch schneller als erwartet über die Bühne gingen, konnte ich Montag abend meinen neuen Wagen in Empfang nehmen. Viele haben es ja schon mitbekommen, aber für diejenigen, die nur anhand dieses Blogs rumgerätselt haben, löse ich die Sache gerne auf. Mein neues Auto ist ein Skoda Octavia RS (har, har…). Die ersten paar Kilometer sind schon runter und der Wagen fährt wirklich super. Es ist ein interessantes Gefühl, ein Auto zu besitzen, bei dem man den Gesamtkilometerzählerstand mit dem des Tageskilometerzählers verwechseln kann (derzeit sind 38 km drauf). Das Herz des Fahrzeugs bildet ein 2.0 Liter TFSI (Turbodirekteinspritzer) Motor aus dem VW-Sortiment. Das Aggregat ist relativ beliebt und u.a. im aktuellen Audi TT, im Golf GTI, im Passat und im Audi A3 sowie im Audi A4 verbaut. Während er bei Audi gerade mal den sportlichen Einstieg bildet, stellt er bei Skoda das obere Ende der Motorleistung dar. Angesichts der steigenden Benzinpreise und der Umweltdiskussion könnte man in ein paar Jahren dann mal einen Blick auf „Öko-Tuning“ werfen, z.B. auf das IS-System von Abt Sportsline.

Jetzt muss ich aber erstmal den Mazda volltanken und waschen, um ihn dann der neuen Besitzerin übergeben zu können 😉