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Wie man sich bettet…

Eigentlich blogge ich ja nicht über die Arbeit – aber da ich heute auf Dienstreise bin und etwas Zeit habe, mache ich heute mal eine Ausnahme, zumindest in gewisser Hinsicht.

Ich sitze zur Zeit in dem wohl schlechtesten Hotelzimmer, in dem ich dienstlich je untergebracht war – und das sage ich nicht nur, weil ich am Wochenende noch in einem 5-Sterne-Superior-Hotel “residieren” durfte.

Es fängt an mit dem schiefen Bild an der Wand. Interessant ist auch die Beleuchtung: neben der kleinen Deckenlampe, die direkt hinter der Tür angebracht ist, gibt es keine. Die Zusatzbeleuchtung erbringt ein Deckenfluter, dessen Dimmer aber defekt ist und den ich daher nur durch Rausziehen des Steckers abschalten kann.

Das schummerige Licht ist aber vielleicht auch Absicht, dann sehe ich nicht so viel von der Einrichtung, die mein Hotelzimmer wie das Behandlungszimmer eines Arztes in den 90er-Jahren aussehen lässt. In einem der Nachttische ist ein Radio eingebaut, dass sogar auf ein noch höheres Alter der Einrichtung schließen lässt – und das Radio funktioniert nicht mal.

Dann wären da noch Flecken auf dem Bett, die Schubladenfront die abfiel, als ich die Schublade aufmachen wollte, die Staubschicht auf der Nachttischlampe oder mein Favorit: der große Spiegel an der Wand, vor dem aber leider der Fernseher (echte Grundig-Röhre aus den 90ern) steht.

Immerhin ist die Bettwäsche frisch und vermutlich auch gekocht, so dass ich mir da wenigstens keine Sorgen machen muss. Gute Nacht!

Nachtrag: Bevor das jemand falsch versteht: ich machen denjenigen, die das Hotel gebucht haben, keinerlei Vorwürfe. Sowas ist eigentlich nicht vorher zu sehen. Genauso wenig werde ich den Namen oder die Stadt des Hotels nennen.