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Shadow SH-680 Pickup einbauen – und mehr

In letzter Zeit verbringe ich etliche Abende damit, E-Gitarre spielen zu lernen und seid ich Unterricht nehme, zeigen sich auch erste Erfolge. Da ich nebenberuflich ja auch noch Technik-Nerd bin, weiß ich momentan leider mehr über die Technik einer E-Gitarre als übers Spielen, was sich aber hoffentlich bald ändert. In der Zwischenzeit habe ich mein mir angeeignetes Gitarrenwissen mal in Form einiger statischer Seiten auf meiner Homepage hinterlegt. Momentan gibt es nur zwei verschiedene Seiten, aber es werden vermutlich mehr dazu kommen. Ich verweise derzeit aber mal auf:

Sollte ich mich irgendwann mal dazu durchringen, einen EMG-81 oder einen EMG Afterburner einzubauen oder mir gleich eine neue Gitarre zu kaufen, erweitere ich die Seiten vermutlich.

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Humbucker-Tonabnehmer austauschen

Shadow SH-680 Humbucker Pickup

Shadow SH-680 Humbucker

Auf dieser Seite werde ich erläutern, wie man bei einer einfachen Stratocaster-Gitarre den Humbucker-Tonabnehmer tauscht. Der ursprünglich in meiner Gitarre eingebaute Humbucker lieferte zwar passablen Sound, hatte aber einen Wackelkontakt, den ich dann leider versucht habe selber zu reparieren, mit dem Erfolg, dass er danach ganz hinüber war. Deshalb mein Tipp an dieser Stelle: wer noch Garantie auf seine Gitarre hat, sollte sie dem Händler zur Reparatur geben. Die Option hatte ich aber nicht mehr, also habe ich mir einen neuen Tonabnehmer gekauft und ihn eingebaut. Diese Seite dokumentiert diesen Tausch.

Wer eine billige Gitarre besitzt, so wie ich, der merkt schnell, dass man kaum Ersatzteile kaufen kann, deren Preis in einem sinnvollen Verhältnis zum Gesamtwert der Gitarre steht. Natürlich hätte ich meinen Humbucker gegen einen EMG-81 tauschen können (die Referenz für Metal), nur stehen 85 Euro für einen Tonabnehmer zu 150 Euro für die gesamte Gitarre in einem schlechten Verhältnis. Wo man aber schonmal die Gelegenheit hat, sich einen neuen Pickup auszusuchen, sollte man auch ein Teil kaufen, das einem gefällt. In meinem Fall ist das der Shadow SH-680 Tonabnehmer, ein passiver Humbucker mit EMG-Look und höherer Ausgangsleistung als der vorherige No-Name-Pickup, ideal also für Rock & Metal und zu einen vernünftigen Preis (45 Euro).

Gitarre auseinanderbauen

Schlagbrett mit Verkabelung

Schlagbrett mit Verkabelung

Bei einer Strat-Gitarre sind die Tonabnehmer und alle anderen elektrischen Bauteile mit dem Schlagbrett verschraubt. Daher gilt es zunächst, das Schlagbrett zu entfernen und für die Arbeiten von der Gitarre zu lösen, indem man die Anschlüsse für die Kabelbuchse und das Massekabel zu Brücke ablötet. Zum Abnehmen des Schlagbretts muss man zunächst die Schrauben rundherum lösen und dann die Saiten von der Gitarre entfernen oder zumindest soweit lockern, dass man das Schlagbrett darunter herausziehen kann. Nun kann man die drei Kabel zur Klinkenbuchse und zur Brücke ablöten und dann den Gitarrenkorpus beiseite legen.

Alten Tonabnehmer entfernen

Schlagbrett ohne Humbucker

Schlagbrett ohne Humbucker

Bevor man weitere verlötete Verbindungen löst, empfiehlt es sich, ein Foto des derzeitigen Aufbaus zu machen, damit man die Gitarre später auch wieder richtig zusammenlöten kann. Ich habe mir zusätzlich einen kompletten Kabelplan vom Vorbild meiner Gitarre, einer Fender Standard Strat HSS, heruntergeladen (verfügbar direkt von Fender) und die Gitarre später nach diesem Plan wieder zusammengelötet. Mein alter Humbucker war lediglich mit zwei Litzen befestigt (eine dritte hatte ich wegen Verbesserung des Massekontakts mal selber angelötet) und ließ sich leicht auslöten und vom Schlagbrett abschrauben.

Neuen Tonabnehmer einbauen

Gitarrenbausatz

Gitarrenbausatz

Da die Verkabelung meiner Gitarre stark von der des Fender-Vorbilds abwich, habe ich alle einzelnen Bauteile ausgelötet und die Gitarre komplett neu verkabelt. Die meisten Humbucker haben zwei oder vier Anschlusskabel, je nachdem ob man den Abnehmer im Split-Coil-Modus betreiben kann oder nicht. Eine typische HSS-Strat kann so betrieben werden und sollte daher auch so verkabelt werden.

Ein Humbucker besteht neben einem Magneten aus zwei Spulen, in die durch die Schwingung der Saiten in dem Magnetfeld die Signale induziert werden. Jedes Ende einer Spule ist als einzelner Anschluss nach außen geführt, die Farbkodierung unterscheidet sich hierbei von Hersteller zu Hersteller. Bei Shadow sind die Anschlüsse der Nordspule grün und weiß und die der Südspule braun und gelb. Darüber hinaus ist die Schirmung des Kabels als Masse zu verwenden. Für andere Hersteller bietet GuitarElectronics.com eine gute Übersicht über die Belegung und die Farben der Anschlusskabel.

Im normalen Modus schaltet man beide Spulen des Humbuckers in Serie, hier durch die Verbindung von braun und weiß realisiert. Im Split-Coil-Modus wird nur die Nordspule verwendet, die Südspule wird abgeschaltet, indem man sie komplett auf Masse schaltet. Grün ist dann der “heiße” Pol, alle andere Pole werden auf Masse geschaltet. Wie ein typischer 5-Wege-Schalter in einer Stratocaster funktioniert habe ich an anderer Stelle bereits erläutert, daher führe ich hier nur den Anschlussplan für den Schalter auf, so wie ich ihn (nach Fender-Vorlage) angeschlossen habe:

Anschlussplan 5-Wege-Schalter

Anschlussplan 5-Wege-Schalter

Rückseite des Schlagbrett mit Tonabnehmern und Verkabelung

Schlagbrett mit Verkabelung

In meinem Fall passte der neue Tonabnehmer leider nicht in den vorhandenen Ausschnitt, so dass ich diesen erst weiten musste. Die restlichen Tonabnehmer werden mit dem jeweils zugehörigen Klangregler verlötet und die “heiße” Seite des Schalter an den Lautstärkeregler angeschlossen. Damit ist die Gitarre dann fertig verkabelt und kann wieder zusammengebaut werden.

Umbau abschließen

Bevor das Schlagbrett wieder eingebaut werden kann müssen noch die Klinkenbuchse sowie der Massenanschluss der Brücke wieder angelötet werden. Danach können die Saiten wieder aufgezogen und die Gitarre gestimmt werden. Es gilt dann zu prüfen, ob die Gitarre in allen 5 Schalterstellungen auchTöne von sich gibt. Die Verwendung der Single-Coil in der mittleren Position zusammen mit der Nordspule des Humbuckers klingt für gewöhnlich etwas leiser als die restlichen Kombinationen.

Gitarre komplett mit neuem Humbucker

Fertig umgebaute Gitarre

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Der Klang macht die (E-Gitarren)-Musik

Nachdem ich mir Metal Rhythm Guitar Volume 1 zugelegt habe, verbessern sich meine Fähigkeiten im Bereich Metal ein wenig. Selbst wenn man eine Tabulatur besitzt und sie auch halbwegs spielen kann, klingt es meist trotzdem bescheiden. Einiges kann der Modeler noch rausreißen (ich liebe dieses Teil), die Klangfarbe kann man mit den Bässen/Mitten/Höhen-Reglern noch anpassen. Das klingt dann nicht mehr ganz so schlimm, aber bei weitem nicht gut. Warum ist das so?
Erste Antwort nach Lesen einiger Seiten in dem Buch: es gibt ne Menge Tricks und ich beherrsche keinen davon. Zeit was zu lernen. Man nehme folgenden Riff:

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Der Riff, offen gespielt

Der ist zwar metalmäßig verzerrt, hat aber ein Problem (außer meiner Unfähigkeit sauber und im Takt zu spielen): er schrammelt fies. Die Lösung des Problems lautet: Palm Muting. Wenn man die Schlaghand (bei den meisten ist das die rechte) mit dem Handballen auf die Stelle der Brücke legt, über die die Saiten laufen und die Hand dann zum Anschlagen nach links neigt, erhält man einen dämpfenden Effekt. Auf dem äußerten Ende der Seiten ruht jetzt der Handballen und dämpft dadurch die Saiten ab. Dann klingt die Sache beim Spielen schon etwas anders:

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Der Riff, mit leichtem Palm Muting gespielt

Ohne Verzerrung geht hier natürlich gar nichts. Das ganze mit einem cleanen Sound gespielt klingt ziemlich erbärmlich, somit ist Verzerrung Pflicht. Je stärker die Verzerrung, umso weniger fällt der dumpfe, abgedämpfte Klang an sich auf, lediglich das schnelle Ausklingen bleibt. Durch die Verzerrung kann man es mit dem Palm Muting auch ruhig etwas übertreiben, je nachdem, wie es gefällt:

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Der Riff, mit starkem Palm Muting gespielt

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Pickup-Umschalter (5-Wege)

Meine erste Gitarre stammt aus einem Starterpaket bestehend aus Verstärker, Gitarre und Zubehör. Den Verstärker habe ich mittlerweile durch einen Modeler ersetzt, die Gitarre verwende ich aber weiterhin, da sie eigentlich sehr solide ist. Es handelt sich um ein Stratocaster-Kopie mit der typischen Tonabnehmerbestückung SSH (zwei Single Coil-Pickups, ein Humbucker).

Tonabnehmerkombination SSH (Quelle: Wikimedia Commons)

Tonabnehmerkombination SSH (Quelle: Wikimedia Commons)

Um zwischen den Pickups umschalten zu können verfügt die Gitarre über einen 5-Wege-Schalter, mit dem man unterschiedliche Kombinationen der Pickups einstellen kann. Dieser Schalter machte recht schnell Probleme, wenn man den Humbucker auswählte gab die Gitarre keinen Ton mehr von sich. Mit Kontaktspray ließ sich das Problem kurzzeitig beheben, tauchte aber bald wieder ab. Also wollte ich mir Ersatz besorgen, der länger hält. Meine Wahl fiel auf ein Original-Fender-Ersatzteil (5-Way Selector Switch, 0991367000), der allerdings anders belegt war als der Schalter in der Gitarre. Ich musste mich entsprechend schlau machen, wie man die Schalter gegeneinander tauscht und als Gedankenstütze für mich und andere Interessierte gibt es hier eine kleine Schalterkunde.

Schaltschema

Beide Schalter haben zwei Ebenen, was bedeutet, dass es sich eigentlich um zwei einzelne Schalter mit je einem Aus- und drei Eingängen handelt, die aber über einen gemeinsamen Hebel gleichzeitig geschaltet werden. Es gibt auch andere 5-Wege-Schalter, die bis zu 6 getrennte Schaltungen unterstützen (4 Layer Switches, 6 Layer Switches). In der folgenden Aufstellung gelten folgende Konventionen: die erste Schaltung besteht aus den Kontakten A, 1, 2 und 3, die zweite Schaltung besteht aus den Kontakten B, 5 ,6 und 7, wobei ich die mit einem Buchstaben bezeichneten Kontakte als “Ausgang” bezeichne, der in jedem Zustand geschaltet ist. Bei Schaltern mit zwei Ebenen wie den vorliegenden gibt es folgende Schaltzustände:

Schalterstellung Schaltung 1 Schaltung 2
1 A – 3 B – 4
2 A – 2 – 3 B – 4 – 5
3 A – 2 B – 5
4 A – 1 – 2 B – 5 – 6
5 A – 1 B – 6

Fernost 5-Wege-Schalter (z.B. EL5PL)

Diese Schalterart basiert auf einer Platine mit 8 Kontakten und einem beweglichen Schalter mit Schleifkontakten. Solche Schalter sind im Zubehörhandel recht günstig zu bekommen (ca. 5 Euro) und erfüllen ihren Zweck. Bedingt durch die Platinenbauweise verschleißen sie aber schneller. Die Kontaktflächen der einzelnen Kontakte sind auf die Platine aufgedruckt und nicht so abriebfest wie die einzelnen Metalllaschen des Fender-Schalters. Mit zunehmendem Abrieb steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Kontake oxidieren und/odr der Schalter falsch oder gar nicht mehr schaltet. Die Belegung des Schalters ist in folgendem Bild ersichtlich:

Generic 5-Way Switch (2 Layers) for Stratocaster guitars

Kontaktbelegung eines generischen 5-Wege-Schalter

Hinweis: Bei einigen Schalterausführungen aus Fernost scheint es so zu sein, dass A und B zu nur als ein einzelner, gemeinsamer Kontakt ausgeführt sind, so z.B. bei dem, den ich aus meiner Gitarre ausgebaut habe. Wenn dieser Schalter ausgetauscht wird, kann es notwendig sein, am neuen Schalter A und B ebenfalls miteinander zu verlöten.

Original Fender 5-Wege-Schalter

Als Alternative zum “08/15-Schalter” gibt es einen Schalter aus dem Ersatzteilsortiment von Fender. Dieser Schalter funktioniert, wie bereits oben erwähnt, genauso wie sein Fernostkollege, ist aber anders aufgebaut und hat eine abweichende Anordnung der Kontakte. Statt einer Platine sind die Kontakte dieses Schalters als kleine Metalllaschen realisiert, unter denen eine kreisförmige Kontaktplatte hin und her bewegt wird. Hier sind die zwei Ebenen des Schalters dann auch als solche zu erkennen. Die Belegung des Schalters (immer im Vergleich zu dem anderen vorgestellten Schalter zu sehen) kann diesem Bild entnommen werden:

Genuine Fender 5-way Switch (2 Layers) for Stratocaster guitars

Kontaktbelegung eines orignal Fender 5-Wege-Schalter

Umbau

Alle hier vorgestellten Schalter sind bequem gegeneinander austauschbar, sie schalten gleich und verfügen über identische Befestigungslöcher. Der Umbau ist denkbar einfach, wenn man den oben abgebildeten Schaltbildern folgt, die genau zeigen, welches Kabel an welchen Kontakt zu löten ist. Bei einigen Fernost-Schaltern sind eventuell die Kontakte A und B direkt um Schalter miteinander verbunden. In diesem Fall müssen beim Umbau auf den Fender-Schalter dort ebenfalls die Kontakte A und B miteinander verbunden werden, damit die Gitarre nachher noch funktioniert. Abschließend noch zwei Fotos, das linke zeigt die Verkabelung vor dem Umbau, das rechte die Verkabelung mit dem original Fender-Schalter:

Verkabelung mit einem Fernost-5-Wege-Schalter Umgebaute Verkabelung mit einem Fender-5-Wege-Schalter

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E-Gitarre

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben meine Seiten über das Thema E-Gitarre gefunden. An dieser Stelle sammele ich Informationen und Erfahrungen rund um das Thema E-Gitarre, die mir geholfen habe und von denen ich hoffe, dass Sie auch andere helfen. Die verfügbaren Themen finden Sie auf den folgenden Unterseiten:

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