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Warum ich lieber DVD- als Downloadspiele kaufe
Verfasst von Hendrik Busch unter Virtual Life am 24. November 2010
DVDs werden mit der Zeit billiger, weil die Preiskontrolle (mit einigen Ausnahmen) beim Einzelhandel liegt. Downloadspiele werden viel langsamer und viel seltener billiger, weil die Preiskontrolle üblicherweise beim Publisher liegt und digitale Downloads ja auch keinen Platz im Lager wegnehmen. Gleiches gilt natürlich auch für Filme, Musik und andere Inhalte, die sich neben dem klassischen Vertriebsweg auch digital vertreiben lassen. Oder was glaubt ihr warum das eBook eines Krimis fast immer genauso viel kostet wie der gedruckte Krimi?
<exkurs>Und nein, Buchpreisbindung lasse ich hier als Argument nicht gelten. Buchpreisbindung besagt vereinfacht nur, dass ein Buch bei Händler A das gleiche kosten muss wie bei Händler B, nämlich den festgesetzten Preis (Ausnahmen mal außen vor), sie besagt hingegen nicht, dass das eBook eines Buches genauso viel kosten muss wie das Taschenbuch oder Hardcover desselben Buches. Andernfalls wäre es auch absolut sinnfrei, Taschenbücher heraus zu bringen, denn wenn eBooks genauso viel kosten müssten wie gedruckte Bücher, dann müssten Taschenbücher genauso viel kosten wie ihre Hardcoverpendants oder umgekehrt.</exkurs>
WTF, Amazon??
Verfasst von Hendrik Busch unter Virtual Life am 2. November 2010
Ich bekam gerade von Amazon folgende Mail:
Man empfiehlt mir “Anna” auf DVD, weil ich “Kampfstern Galactica” gekauft habe. Wenn ich mich recht entsinne, ist “Anna” eine seichte Serie über eine Baletttänzerin und fällt zeitlich mit meiner Jugend zusammen. Die Originalserie von “Kampfstern Galactica” fällt auch in diese Zeit, aber es geht hier um das Remake aus dem 21. Jahrhundert. Wie also kommt so eine Bewertung zu stande?
Ich weiß nicht, worauf die Empfehlungsmaschine von Amazon basiert, aber wenn sie sowas wie Frequent Patterns verwenden, heißt das zumindest, das BSG einigermaßen häufig mit etwas zusammen gekauft wird, dass Ähnlichkeit mit “Anna” hat. Die “Kunden, die dies kauften, kauften auch”-Rubrik von BSG enthält keinen einzigen solchen Eintrag (interessanterweise spiegelt sich in dieser Liste mein Fernsehgeschmack wider). Daran liegt es also vermutlich nicht.
Vermutlich werden wir es nie erfahren…
Kein Stairway to Heaven
Verfasst von Hendrik Busch unter E-Gitarre, I, Me & Myself, Musik am 21. März 2009
Erinnert sich noch jemand an den Film Wayne’s World? Darin gibt es eine Szene, in der Wayne in einen Gitarrenladen geht um seine Traumgitarre spielen zu können und gerade als er zu Stairway To Heaven ansetzen will, unterbricht ihn ein Verkäufer und deutet auf ein Schild “No Stairway to Heaven”.
Was im Film mehr als Gag und zur Vermeidung von teuren Lizenzen gedacht war, habe ich heute in echt gesehen. Ich war in einem großen westfälischen Musikgeschäft und habe auch einige Gitarren durchprobiert. An den Übungsplätzen hingen Zettel, in denen mit einem zwinkernden Auge darauf hingewiesen wurde, dass man doch bitte bestimmte Songs nicht spielen möge. Darunter war auch Stairway To Heaven, aber auch Highway To Hell (AC/DC), Sweet Child o’ Mine (Guns’n'Roses), Seven Nation Army (White Stripes) Smoke On The Water (Deep Purple) sowie alles von Metallica. Irgendwie kann ich es verstehen, wenn ich da arbeiten würde und täglich von dutzenden mehr oder weniger gut spielenden Kunden mit den populärsten Rocksongs gequält würde, würde ich auch so ein Schild aufhängen. In diesem Sinne: Egbebg Ebgebg…
Natürlich hochauflösend – oder doch nicht?
Verfasst von Hendrik Busch unter Computer & Technik, Unterhaltung am 13. Januar 2009
Hätte man mich vor einiger Zeit gefragt, ob hochauflösende Filme (z.B. via BluRay) den “normalen” Filmen (z.B. DVD) überlegen sind, hätte ich geantwortet: Natürlich! Mittlerweile bin ich mir da nicht mehr ganz so sicher. Ich habe seit etwas mehr als einem Jahr einen Full-HD-LCD-Fernseher und hatte eine ganze Zeit lang nur analoge Zuspielgeräte, die “nur” PAL-Auflösung lieferten. Wenn dann mal jemand nach HD fragte konnte ich immerhin einen Rechner anschließen und ein paar Kinotrailer in Full-HD, z.B. von Apple, zeigen. Ich kann mich lebendig daran erinnern wie ungläubig ich dann Aussagen wie “Ich sehe da keinen Unterschied” oder “Viel besser siehts jetzt nicht aus” zur Kenntnis nahm, denn für mich lagen subjektiv Welten zwischen den Bildqualitäten von PAL- und Full-HD-Material. Mittlerweile kann ich solche Aussagen nachvollziehen. Ist das HD-Filmerlebnis also nur eine große Mogelpackung?
Diese Frage lässt sich nicht so ohne weiteres mit Ja oder Nein beantworten. Um wirklich volle HD-Bilder (1920 x 1080 Pixel, Vollbild, auch 1080p genannt) sehen zu können, braucht man einiges an Ausrüstung: einen Fernseher oder Beamer der eine native Auflösung von mindestens 1920×1080 hat und bei dem man evtl. verzerrende Umrechnungsroutinen, z.B. Overscan, abschalten kann. Darüber hinaus braucht man eine 1080p-Quelle, die echte HD-Bilder liefert. Gibt es auch unechte? Es gibt z.B. sog. Upscale-Player, die normale DVDs auf 1080p umrechnen und dies meist besser können als der jeweilige Fernseher. Solche Geräte liefern zwar ein 1080p-Signal, aber nur aus Umrechnung von normalem PAL-Material. Dies bezeichne ich mal als “unechtes” HD. Als Zuspieler kommen also HD-Fernsehprogramme via Receiver, BluRay und HD-DVD in Frage. Ersteren spreche ich die Existenz ab und letztere haben den Formatkrieg gegen zweitere verloren, weshalb es es mittlerweile an Geräten und Discs mangelt. Bleiben also für den Filmenthusiasten nur BluRays. Für die braucht man einen entsprechenden Player (z.B. standalone oder Playstation 3), den man auf jeden Fall per HDMI anschließen muss. Das ist das Minimum an Geräten, die für eine Full-HD-Wiedergabe nötig sind.
Sehen Filme auf BluRay nun besser aus als auf normaler DVD? Meine Meinung: it depends. Bildqualität ist nicht nur eine Frage der Auflösung sondern auch der Kodierung. An den zu anfangs erwähnten Trailern kann man dies besonders gut sehen, denn da sich niemand etliche hundert MB für einen Trailer herunterladen möchte, ist die Komprimierung entsprechend hoch, was sich u.a. in Detailverlusten und dem Zusammenfließen von Farbverläufen bemerkbar macht. Und Kodierung ist hier wirklich das Stichwort.
Tim hatte vor einiger Zeit einen Link zu HD-Compare gesetzt. Auf dieser Seite kann sich jeder einen Eindruck vom Unterschied zwischen HD und SD machen, indem er Einzelbilder aus Filmen vergleicht. Als besonders krasse Beispiele möchte ich hier mal auf Fluch der Karibik und 300 hinweisen. Während man bei ersterem einen Unterschied wie Tag und Nacht in der Bildqualität sieht, muss man sich bei 300 schon fragen, ob es überhaupt einen Unterschied gibt oder nur das Rauschen auf den Bildern anders verteilt ist. Das deckt sich mit meinen persönlichen Erfahrungen: es hängt stark vom Bildmaterial an sich ab, wie gut das Bild nachher wird, HD oder SD. Beispiel: die DVDs von Star Wars Episode 1-3 sind von der Bildqualität her so hochwertig, dass man unter Verwendung eines ordentlichen Upscale-Players kein hochauflösendes Material mehr braucht (gut, es gibt in diesem Fall auch noch keins), während man sich z.B. bei The State Within doch fragen muss, warum manche Personen nur im Stehen einen Bart haben, dieser beim Gehen aber durch die Kompression mehr oder weniger verschluckt wird. Bei HD-Material ist das nicht ganz so extrem, die meisten Filme sind sehr gut von der Bildqualität her, aber wenn der Originalfilm schon stark rauscht (ich bin mal auf Battlestar Galactica HD gespannt…) rettet HD da auch nichts mehr. Normale Filmaufnahmen, z.B. von einer Videokamera hingegen wirken in HD deutlich lebendiger und natürlicher als in SD, man nehme als Referenz mal das Making-Of auf der Indiana Jones 4 BluRay.
Basierend auf diesen Erfahrungen kann ich verstehen, dass viele Leute dem Thema HD reserviert gegenüber stehen, selbst wenn sie schon Filme in HD gesehen haben. Und ich kann auch verstehen, dass man die Investition scheut, wenn man kein Filmenthusiast ist.











