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Musiktheorie – oder wie mir die Schule vermieste, was ich jetzt bräuchte

Das hier machte ich für gewöhnlich eher selten und dann meist auch nicht so ausführlich. Aber ich erzähle aus gegebenem Anlass mal einen kleinen Schwank aus meinem Leben.

Ich nehme jetzt seit etwas über einem Jahr Gitarrenunterricht und es sind Fortschritte erkennbar. Ich investiere in mein Training leider nicht so viel Zeit wie ich gerne würde, daher dauert eben alles etwas länger. Ich kann immer noch keine Noten lesen, und das obwohl ich neben dem Gitarrenunterricht vor etlichen Jahren auch ein Abitur gemacht habe und Musik auch eines meiner Fächer war (allerdings nicht im Abitur). Wer in erster Linie Gitarre im Bereich Rock- und Metal spielt, der kommt auch gut ohne Notenlesen aus, Tabulatur ist völlig ausreichend. Auch alles andere, was der Musiktheorie entspringt ist anfangs irrelevant: Welche Tonart hat eine Passage oder ein Lied? Irrelevant, die ändert nichts an den Griffen, die ich lernen muss. Warum sind die Saiten einer Gitarre immer 5 Halbtonschritte auseinander (OK, mit einer Ausnahme)? Na logisch, damit ich die Powerchords leichter greifen kann. Ignoranz, würden die einen sagen. Ich sage: Ergebnis einer gescheiterten musikalischen Erziehung.

Ich kann mich nur dunkel an meine musikalischen Anfänge erinnern. Ich weiß, dass meine Schwester schon früh ein Keyboard bekam, auf dem wir dann herumgeklimpert haben. Dabei blieb es dann auch, denn keiner von uns entwickelte den Antrieb, Keyboard oder gar Klavier lernen zu wollen und unsere Eltern hatten auch keine Pläne für uns in dieser Richtung. Eine weitere Erinnerung stammt aus der Grundschule, als ich als Erstklässler der Verbschiedung der damaligen 4. Klasse beiwohnte, und ich tief beeindruckt war, als die Klasse gemeinsam ein Lied zu Gitarrenbegleitung sang. Auch wenn ich damals noch nicht wusste, dass die Gitarrenspielfähigkeiten der meisten Grundschullehrer nicht über die “Schrammelgitarre” (wer sich dadurch beleidigt fühlt, ersetze in Gedanken bitte Schrammelgitarre durch Lagerfeuergitarre) hinausgeht, verspürte ich dennoch keinerlei Ambitionen einer musikalischen Betätigung. In den folgenden Jahren nahm ich, wie halb Deutschland, an der musikalischen Früherziehung teil. Ich konnte mich gerade so noch um die obligatorische Blockflöte herumdrücken (die dann meine Schwester bekam) und landete beim pentatonischen Glockenspiel – dem geneigten Leser besser bekannt als Xylophon. Rückblickend konnte ich mich auch hierfür nicht begeistern, ich spielte Glockenspiel nach Liedern, die mich nicht interessierten und malte Noten in mein Heft, die ich nicht verstand. Das ganze war eher eine lästige Pflicht, die mir außerhalb der Schule Zeit zum Spielen raubte.

Die Dinge wurden auf dem Gymnasium nicht besser. Recht schnell stellte sich heraus, dass nahezu jeder ein besseres Gesangstalent war als ich und auch mein Glockenspiel keine Zukunft hatte. Ich fiel daher in die Mittelmäßigkeit eines Musikignoranten zurück, nicht zuletzt auch dadurch bedingt, dass rückblickend den Eindruck habe, meine Eltern hörten eigentlich kaum aktuelle Musik. Vor allem mein Vater fühlte sich in erster Linie Mozart, Beethoven, Bach, Chopin u.a. verbunden. So wurden in den 80ern nicht etwa AC/DC, Helloween oder Iron Maiden meine Begleiter, sondern Freddy Quinn und Baldur Seifert. Nur um das klar zu stellen: ich habe hier nicht die Absicht Vorwürfe zu erheben und vermutlich stimmen meine Aussagen so auch gar nicht, denn ich muss mich auf meine verschwommenen und selektiven Erinnerungen meiner frühen Jugend verlassen. Wer als berühmter Politiker oder Star eine Biografie schreibt, und sich angeblich noch glasklar an die Erlebnisse, die er mit 7 Jahre hatte, erinnert, der lügt – oder zumindest malt er seine eigentlich schlechte Erinnerung zu einer optimierten Version aus. Wer ein besonders krasses Beispiel dafür sehen will, der lese mal die Biografie von Bill Clinton. Erst auf etwa der Hälfte dieses über 1000 Seiten starken Buches erreicht Bill Clinton das Alter von 18 Jahren…aber ich schweife ab.

Da ich also nicht singen konnte und auch kein Instrument spielte, schien mir der Musikunterrich nicht sonderlich attraktiv, nicht zuletzt auch deshalb, weil ich dort nicht zum oberen Leistungsdrittel gehörte und sich ein wenig Resignation breitmachte, so dass ich dort eher meine Zeit absaß als wirklich etwas zu lernen. Lediglich die mit zunehmendem Schuljahr weniger werdenden gemeinsamen Gesangseinlage gefielen mir. Ich erinnere mich nur noch an wenige Dinge aus dieser Zeit, ich weiß noch dass ein kleines c auf der ersten Hilfslinie unterhalb der Notenlinien steht und dass es etwas gibt, dass man den Quintenzirkel nennt. Er soll wohl recht praktisch sein, ich erinnere mich aber nur daran, dass ich ihn in Form eines Spickzettels bei einem Musiktest dabei hatte und prompt erwischt wurde.

Als dann der Lehrer wechselte und ich eine Lehrerin bekam, gab auch dies keinen Anlass zur Freude, denn schnell war klar, dass es bei ihr Lieblingsschüler und den Rest gab. Während die ohnehin schon musikalisch Begabten noch weiter gefördert wurden, gehörte ich zum Rest und die ungleiche Behandlung trug auch nicht zu meiner Freude an der Musik bei. Fachlich kamen einige neue Disziplinen wie etwa Gehörbildung oder Rhythmus hinzu, in denen ich auch keine Leuchte war: “X, was hörst Du in dieser Aufnahme?” “Ich höre Violinen, Bratschen, Waldhörner, eine Querflöte und im Hintergrund einige Oboen.” Ich hörte nur Streicher und Bläser, wenn überhaupt.

Meine Begeisterung für Musik begann erst in den frühen 90ern, als mir Mitschüler damals eher zufällig CDs von Sodom und Manowar mitgaben, und ich mir das schwarze Album von Metallica kaufte. Ich sollte vielleicht noch hinzufügen, dass ich damals, als das Album aktuell war, es nicht gekauft habe, weil mir Metallica so gut gefiel, sondern – und es ist mir inzwischen nicht mehr peinlich das zuzugeben – um mich in der Klasse beliebter zu machen. Meine CD entwickelte sich dann auch rasch zum begehrten Ausleih- oder Tauschobjekt und wurde etliche Male auf Kassette überspielt, weil der CD-Brenner und MP3 noch nicht erfunden waren. Mit der Zeit entwickelte ich Gefallen an Hetfields Gesang und Hammets Gitarrenspiel und auch die “Non-Poser” von Manowar gehörten schnell zu meinen Lieblingskünstlern (ganz im Gegensatz zu Sodom, die mir überhaupt nicht gefielen).

In der Schule kam sowas nur bedingt gut an: in der “Stellt Euren Lieblingskünstler vor”-Stunde im Musikunterricht wurde meine Vorführung von Creeping Death durch ein “ich glaube, wir haben genug gehört” vorzeitig beendet, da die Lehrerin zwar weder die Band noch die dem Lied zu grunde liegende biblische Geschichte kannte, wohl aber schnell zur Erkenntnis kam, dass dies eine Verschwendung der Unterrichtszeit darstellte. Auch die Gruppe, die Manowar vorstellen wollte, kam nicht weit und musste sich stattdessen Fragen nach der “political correctness” und der ausufernden Verantwortungslosigkeit der Texte anhören. “Ich verstehe nicht, was dieser Text soll. Worum gehts es in Wheels of Fire? Hier wird doch rücksichtsloses Rasen mit dem Motorrad verherrlicht.” Im Kunstunterricht wurden die Kataloge von EMP einkassiert und der Kunstlehrer kündigte einen Elternabend an, weil er dem zunehmendem Einfluss des Satanismus auf die Schüler die Stirn bieten müsse. Auch meinem Religionslehrer war nicht zu vermitteln, dass AC/DC mitnichten “Anti Christ/Death to Christ” bedeutet und die Band dies auch weder besingt noch danach handelt.

Fazit des ganzen: ich entwickelte etwa im Alter von 13 bis 16 einen Musikgeschmack, der damals aneckte, mit dem ich aber zufrieden war. Ich muss hier ausdrücklich mal meine Eltern loben, die meinen Geschmack eben auch als den meinen anerkannt haben, ein Erlebnis, das ihnen vermutlich half, als meine Schwester Fan der Kelly Family wurde. Hätte mir damals jemand das Prinzip der E-Gitarre erklärt und mir eine in die Hand gedrückt, könnte ich heute der zweite Eric Johnson sein. Dies geschah aber nicht und ich selber habe damals niemals an sowas gedacht – zumal Gitarren auch nicht wirklich zu den häufig im Musikunterricht gezeigten Instrumenten gehörten. In der Oberstufe wäre ich dann mit meiner ignoranten Haltung notenmäßig fast auf die Schnauze geflogen, konnte die Note aber retten und wählte danach Musik ab.

Auch in den darauf folgenden Jahren blieb ich nur passiver Konsument von Musik, auch wenn mein Geschmack sich mit der Zeit wandelte und präziser wurde. Die musikalische Grundausbildung von damals habe ich fast komplett vergessen. Wissen, dass ich inzwischen wieder brauche, denn es mag eine zeitlang ausreichen, zu wissen, was in der Tabulatur steht. Aber irgendwann möchte man auch wissen, warum es genau so da steht und was sich der Komponist wohl dabei gedacht hat.

Dem Universum sei Dank ist der alte Spruch “Was Hänschen nicht lernt, das lernt Hans nimmermehr” unzutreffend. Hans braucht nur länger dazu als er als Hänschen dazu gebraucht hätte.

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Humbucker-Tonabnehmer austauschen

Shadow SH-680 Humbucker Pickup

Shadow SH-680 Humbucker

Auf dieser Seite werde ich erläutern, wie man bei einer einfachen Stratocaster-Gitarre den Humbucker-Tonabnehmer tauscht. Der ursprünglich in meiner Gitarre eingebaute Humbucker lieferte zwar passablen Sound, hatte aber einen Wackelkontakt, den ich dann leider versucht habe selber zu reparieren, mit dem Erfolg, dass er danach ganz hinüber war. Deshalb mein Tipp an dieser Stelle: wer noch Garantie auf seine Gitarre hat, sollte sie dem Händler zur Reparatur geben. Die Option hatte ich aber nicht mehr, also habe ich mir einen neuen Tonabnehmer gekauft und ihn eingebaut. Diese Seite dokumentiert diesen Tausch.

Wer eine billige Gitarre besitzt, so wie ich, der merkt schnell, dass man kaum Ersatzteile kaufen kann, deren Preis in einem sinnvollen Verhältnis zum Gesamtwert der Gitarre steht. Natürlich hätte ich meinen Humbucker gegen einen EMG-81 tauschen können (die Referenz für Metal), nur stehen 85 Euro für einen Tonabnehmer zu 150 Euro für die gesamte Gitarre in einem schlechten Verhältnis. Wo man aber schonmal die Gelegenheit hat, sich einen neuen Pickup auszusuchen, sollte man auch ein Teil kaufen, das einem gefällt. In meinem Fall ist das der Shadow SH-680 Tonabnehmer, ein passiver Humbucker mit EMG-Look und höherer Ausgangsleistung als der vorherige No-Name-Pickup, ideal also für Rock & Metal und zu einen vernünftigen Preis (45 Euro).

Gitarre auseinanderbauen

Schlagbrett mit Verkabelung

Schlagbrett mit Verkabelung

Bei einer Strat-Gitarre sind die Tonabnehmer und alle anderen elektrischen Bauteile mit dem Schlagbrett verschraubt. Daher gilt es zunächst, das Schlagbrett zu entfernen und für die Arbeiten von der Gitarre zu lösen, indem man die Anschlüsse für die Kabelbuchse und das Massekabel zu Brücke ablötet. Zum Abnehmen des Schlagbretts muss man zunächst die Schrauben rundherum lösen und dann die Saiten von der Gitarre entfernen oder zumindest soweit lockern, dass man das Schlagbrett darunter herausziehen kann. Nun kann man die drei Kabel zur Klinkenbuchse und zur Brücke ablöten und dann den Gitarrenkorpus beiseite legen.

Alten Tonabnehmer entfernen

Schlagbrett ohne Humbucker

Schlagbrett ohne Humbucker

Bevor man weitere verlötete Verbindungen löst, empfiehlt es sich, ein Foto des derzeitigen Aufbaus zu machen, damit man die Gitarre später auch wieder richtig zusammenlöten kann. Ich habe mir zusätzlich einen kompletten Kabelplan vom Vorbild meiner Gitarre, einer Fender Standard Strat HSS, heruntergeladen (verfügbar direkt von Fender) und die Gitarre später nach diesem Plan wieder zusammengelötet. Mein alter Humbucker war lediglich mit zwei Litzen befestigt (eine dritte hatte ich wegen Verbesserung des Massekontakts mal selber angelötet) und ließ sich leicht auslöten und vom Schlagbrett abschrauben.

Neuen Tonabnehmer einbauen

Gitarrenbausatz

Gitarrenbausatz

Da die Verkabelung meiner Gitarre stark von der des Fender-Vorbilds abwich, habe ich alle einzelnen Bauteile ausgelötet und die Gitarre komplett neu verkabelt. Die meisten Humbucker haben zwei oder vier Anschlusskabel, je nachdem ob man den Abnehmer im Split-Coil-Modus betreiben kann oder nicht. Eine typische HSS-Strat kann so betrieben werden und sollte daher auch so verkabelt werden.

Ein Humbucker besteht neben einem Magneten aus zwei Spulen, in die durch die Schwingung der Saiten in dem Magnetfeld die Signale induziert werden. Jedes Ende einer Spule ist als einzelner Anschluss nach außen geführt, die Farbkodierung unterscheidet sich hierbei von Hersteller zu Hersteller. Bei Shadow sind die Anschlüsse der Nordspule grün und weiß und die der Südspule braun und gelb. Darüber hinaus ist die Schirmung des Kabels als Masse zu verwenden. Für andere Hersteller bietet GuitarElectronics.com eine gute Übersicht über die Belegung und die Farben der Anschlusskabel.

Im normalen Modus schaltet man beide Spulen des Humbuckers in Serie, hier durch die Verbindung von braun und weiß realisiert. Im Split-Coil-Modus wird nur die Nordspule verwendet, die Südspule wird abgeschaltet, indem man sie komplett auf Masse schaltet. Grün ist dann der “heiße” Pol, alle andere Pole werden auf Masse geschaltet. Wie ein typischer 5-Wege-Schalter in einer Stratocaster funktioniert habe ich an anderer Stelle bereits erläutert, daher führe ich hier nur den Anschlussplan für den Schalter auf, so wie ich ihn (nach Fender-Vorlage) angeschlossen habe:

Anschlussplan 5-Wege-Schalter

Anschlussplan 5-Wege-Schalter

Rückseite des Schlagbrett mit Tonabnehmern und Verkabelung

Schlagbrett mit Verkabelung

In meinem Fall passte der neue Tonabnehmer leider nicht in den vorhandenen Ausschnitt, so dass ich diesen erst weiten musste. Die restlichen Tonabnehmer werden mit dem jeweils zugehörigen Klangregler verlötet und die “heiße” Seite des Schalter an den Lautstärkeregler angeschlossen. Damit ist die Gitarre dann fertig verkabelt und kann wieder zusammengebaut werden.

Umbau abschließen

Bevor das Schlagbrett wieder eingebaut werden kann müssen noch die Klinkenbuchse sowie der Massenanschluss der Brücke wieder angelötet werden. Danach können die Saiten wieder aufgezogen und die Gitarre gestimmt werden. Es gilt dann zu prüfen, ob die Gitarre in allen 5 Schalterstellungen auchTöne von sich gibt. Die Verwendung der Single-Coil in der mittleren Position zusammen mit der Nordspule des Humbuckers klingt für gewöhnlich etwas leiser als die restlichen Kombinationen.

Gitarre komplett mit neuem Humbucker

Fertig umgebaute Gitarre

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Pickup-Umschalter (5-Wege)

Meine erste Gitarre stammt aus einem Starterpaket bestehend aus Verstärker, Gitarre und Zubehör. Den Verstärker habe ich mittlerweile durch einen Modeler ersetzt, die Gitarre verwende ich aber weiterhin, da sie eigentlich sehr solide ist. Es handelt sich um ein Stratocaster-Kopie mit der typischen Tonabnehmerbestückung SSH (zwei Single Coil-Pickups, ein Humbucker).

Tonabnehmerkombination SSH (Quelle: Wikimedia Commons)

Tonabnehmerkombination SSH (Quelle: Wikimedia Commons)

Um zwischen den Pickups umschalten zu können verfügt die Gitarre über einen 5-Wege-Schalter, mit dem man unterschiedliche Kombinationen der Pickups einstellen kann. Dieser Schalter machte recht schnell Probleme, wenn man den Humbucker auswählte gab die Gitarre keinen Ton mehr von sich. Mit Kontaktspray ließ sich das Problem kurzzeitig beheben, tauchte aber bald wieder ab. Also wollte ich mir Ersatz besorgen, der länger hält. Meine Wahl fiel auf ein Original-Fender-Ersatzteil (5-Way Selector Switch, 0991367000), der allerdings anders belegt war als der Schalter in der Gitarre. Ich musste mich entsprechend schlau machen, wie man die Schalter gegeneinander tauscht und als Gedankenstütze für mich und andere Interessierte gibt es hier eine kleine Schalterkunde.

Schaltschema

Beide Schalter haben zwei Ebenen, was bedeutet, dass es sich eigentlich um zwei einzelne Schalter mit je einem Aus- und drei Eingängen handelt, die aber über einen gemeinsamen Hebel gleichzeitig geschaltet werden. Es gibt auch andere 5-Wege-Schalter, die bis zu 6 getrennte Schaltungen unterstützen (4 Layer Switches, 6 Layer Switches). In der folgenden Aufstellung gelten folgende Konventionen: die erste Schaltung besteht aus den Kontakten A, 1, 2 und 3, die zweite Schaltung besteht aus den Kontakten B, 5 ,6 und 7, wobei ich die mit einem Buchstaben bezeichneten Kontakte als “Ausgang” bezeichne, der in jedem Zustand geschaltet ist. Bei Schaltern mit zwei Ebenen wie den vorliegenden gibt es folgende Schaltzustände:

Schalterstellung Schaltung 1 Schaltung 2
1 A – 3 B – 4
2 A – 2 – 3 B – 4 – 5
3 A – 2 B – 5
4 A – 1 – 2 B – 5 – 6
5 A – 1 B – 6

Fernost 5-Wege-Schalter (z.B. EL5PL)

Diese Schalterart basiert auf einer Platine mit 8 Kontakten und einem beweglichen Schalter mit Schleifkontakten. Solche Schalter sind im Zubehörhandel recht günstig zu bekommen (ca. 5 Euro) und erfüllen ihren Zweck. Bedingt durch die Platinenbauweise verschleißen sie aber schneller. Die Kontaktflächen der einzelnen Kontakte sind auf die Platine aufgedruckt und nicht so abriebfest wie die einzelnen Metalllaschen des Fender-Schalters. Mit zunehmendem Abrieb steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Kontake oxidieren und/odr der Schalter falsch oder gar nicht mehr schaltet. Die Belegung des Schalters ist in folgendem Bild ersichtlich:

Generic 5-Way Switch (2 Layers) for Stratocaster guitars

Kontaktbelegung eines generischen 5-Wege-Schalter

Hinweis: Bei einigen Schalterausführungen aus Fernost scheint es so zu sein, dass A und B zu nur als ein einzelner, gemeinsamer Kontakt ausgeführt sind, so z.B. bei dem, den ich aus meiner Gitarre ausgebaut habe. Wenn dieser Schalter ausgetauscht wird, kann es notwendig sein, am neuen Schalter A und B ebenfalls miteinander zu verlöten.

Original Fender 5-Wege-Schalter

Als Alternative zum “08/15-Schalter” gibt es einen Schalter aus dem Ersatzteilsortiment von Fender. Dieser Schalter funktioniert, wie bereits oben erwähnt, genauso wie sein Fernostkollege, ist aber anders aufgebaut und hat eine abweichende Anordnung der Kontakte. Statt einer Platine sind die Kontakte dieses Schalters als kleine Metalllaschen realisiert, unter denen eine kreisförmige Kontaktplatte hin und her bewegt wird. Hier sind die zwei Ebenen des Schalters dann auch als solche zu erkennen. Die Belegung des Schalters (immer im Vergleich zu dem anderen vorgestellten Schalter zu sehen) kann diesem Bild entnommen werden:

Genuine Fender 5-way Switch (2 Layers) for Stratocaster guitars

Kontaktbelegung eines orignal Fender 5-Wege-Schalter

Umbau

Alle hier vorgestellten Schalter sind bequem gegeneinander austauschbar, sie schalten gleich und verfügen über identische Befestigungslöcher. Der Umbau ist denkbar einfach, wenn man den oben abgebildeten Schaltbildern folgt, die genau zeigen, welches Kabel an welchen Kontakt zu löten ist. Bei einigen Fernost-Schaltern sind eventuell die Kontakte A und B direkt um Schalter miteinander verbunden. In diesem Fall müssen beim Umbau auf den Fender-Schalter dort ebenfalls die Kontakte A und B miteinander verbunden werden, damit die Gitarre nachher noch funktioniert. Abschließend noch zwei Fotos, das linke zeigt die Verkabelung vor dem Umbau, das rechte die Verkabelung mit dem original Fender-Schalter:

Verkabelung mit einem Fernost-5-Wege-Schalter Umgebaute Verkabelung mit einem Fender-5-Wege-Schalter

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Ein Tipp für E-Gitarrenanfänger

Ich hab vor kurzem angefangen Gitarrenspielen zu lernen, genauer gesagt E-Gitarre. Nichts ahnend wie ich war, bin ich damals in einen großen Musikladen gegangen um mich beraten zu lassen und bin dann mit einem Starterset wieder nach Hause gegangen. Eigentlich eine tolle Sache, denn da ist alles drin: Gitarre, ein Satz Saiten, Plektren, eine Tasche, ein Stimmgerät und ein 15 Watt-Verstärker, der völlig ausreichend ist um alle seine Nachbarn gegen einen aufzubringen.

Mittlerweile sehe ich die Sache etwas anders. Ich kann zwar nur bedingt besser spielen als am Anfang, aber ich habe gemerkt, dass die meisten Sachen, die man spielen kann oder will selbst dann, wenn man sie richtig kann, meist anders klingen als das Original. Das hat mit den mangelnden Einstellmöglichkeiten des Verstärkers. Er unterstützt Verzerrung (für den Rock/Metal-Sound), hat einen Equalizer (Tiefen, Mitten, Höhen) und regelbaren Reverb (Hall). Was mir früher nicht wirklich klar war: der Klang vieler Lieder, auch der klassischen Rocksongs, ist durch den Verstärker und Effekte beeinflußt. Selbst zwei identische eingestellte Verstärker verschiedener Hersteller klingen schon unterschiedlich.

OK, Schluß mit den Erklärungen, her mit dem Tipp: als Anfänger kein Starterset kaufen. Es sieht auf den ersten Blick günstig aus (meins hat 300 ? gekostet, der Verstärker alleine ist aber schon 140 ? wert), aber man ärgert sich später über die eingeschränkten Variationsmöglichkeiten.

Mein Behringer V-AMP 2

Mein V-AMP 2

Ich habe mir daher einen sog. virtuellen Gitarrenverstärker noch zusätzlich gekauft. Ein solcher V-AMP ist ein Stück Elektronik, das andere Verstärkertypen und auch Effektgeräte simulieren kann, also eine Art Verstärkersammlung in einer kleinen Box. So ein Teil hat für gewöhnlich keine Lautsprecher, lässt sich aber ber Line-Out an Heimkinosysteme oder Stereoanlagen (oder auch andere, echte Gitarrenverstärker) anschließen, was für den Hausgebrauch völlig reicht. Es gibt diese Geräte von verschiedenen Herstellern (allen voran Line 6 und Behringer) und verschiedenen Größen (vom Pocket Pod bis zum Rackgerät V-AMP Pro).

Ich habe mir einen V-AMP 2 von Behringer für knapp 100 ? gekauft, der 32 verschiedene Verstärker, 15 verschiedene Lautsprechertypen und zahlreiche Effekte simulieren kann. Es gibt 125 verschiedene voreingestellte Profile (sprich Kombinationen von Einstellungen), die man auch mit eigenen ersetzen kann. Das Gerät hängt bei mir am Heimkino-Soundsystem bzw. an Kopfhörern und liefert sehr guten Klang. Dieses Gerät entspricht in etwa dem Line 6 Pod 2.0, das allerdings etwas teurer ist.

Mein Tipp also in Kürze: Als ernsthaft interessierter Anfänger ist das Geld besser in einen virtuellen Verstärker samt ordentlicher Gitarre investiert als in ein Komplettpaket. Mit einem V-AMP hat man auf längere Sicht mehr Spaß und wenn doch mal ein echter Verstärker (z.B. für Live-Auftritte) her muss, dann kann man den V-AMP gleich mitnehmen und zwischen Gitarre und Live-Verstärker schalten um auch dort von den Vorzügen zu profitieren.

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