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Warum ich lieber DVD- als Downloadspiele kaufe

Preisvergleich für "Lost Horizon"

Preisvergleich für "Lost Horizon" (Stand 24.11.2010)

DVDs werden mit der Zeit billiger, weil die Preiskontrolle (mit einigen Ausnahmen) beim Einzelhandel liegt. Downloadspiele werden viel langsamer und viel seltener billiger, weil die Preiskontrolle üblicherweise beim Publisher liegt und digitale Downloads ja auch keinen Platz im Lager wegnehmen. Gleiches gilt natürlich auch für Filme, Musik und andere Inhalte, die sich neben dem klassischen Vertriebsweg auch digital vertreiben lassen. Oder was glaubt ihr warum das eBook eines Krimis fast immer genauso viel kostet wie der gedruckte Krimi?

<exkurs>Und nein, Buchpreisbindung lasse ich hier als Argument nicht gelten. Buchpreisbindung besagt vereinfacht nur, dass ein Buch bei Händler A das gleiche kosten muss wie bei Händler B, nämlich den festgesetzten Preis (Ausnahmen mal außen vor), sie besagt hingegen nicht, dass das eBook eines Buches genauso viel kosten muss wie das Taschenbuch oder Hardcover desselben Buches. Andernfalls wäre es auch absolut sinnfrei, Taschenbücher heraus zu bringen, denn wenn eBooks genauso viel kosten müssten wie gedruckte Bücher, dann müssten Taschenbücher genauso viel kosten wie ihre Hardcoverpendants oder umgekehrt.</exkurs>

Meine Top 5-Programme für Google Android

Bodo hatte vor einiger Zeit einen Artikel über seine liebsten iPhone-Anwendungen, in dem er anregte, ich solle doch auch mal so eine Liste aufstellen, halt nur nicht fürs iPhone sondern für mein Android Handy. Damals war mein Handy noch zu neu, um mir da schon ein Bild zu machen, inzwischen kann ich zu dem Thema aber was sagen. Ich habe diese Liste für mein HTC Hero erstellt, das bereits mit einigen Zusatzanwendungen daherkommt, die die Basisfunktionalität angenehm erweitern. Es kann also sein, dass in meiner Liste Anwendungen fehlen, die ein Samsung Galaxy-Besitzer dringend empfehlen würde. Aber nun zur Liste:

TasKiller

Wie viele Android-Handys hat auch das HTC Hero einen Ticken zu wenig Arbeitsspeicher. Hinzukommt das Aufräumverhalten von Android selber, das sehr der Garbage Collection von Java ähnelt. So kann einem dann in bestimmten Situationen mal der Speicher ausgehen und alles wird unerträglich langsam. Hier hilft TasKiller, eines von zahlreichen Programmen im Market zum zwangsweisen Beenden von Anwendungen. Ein Klick und schon ist die bereits vor zig Minuten geschlossene Anwendung auch wirklich weg. Hoffen wir mal, das die nächsten Android-Generationen dieses Tool nicht mehr brauchen.

Google Sky Map

Augmented Reality ist für Android-Telefone ein großes Thema und dank der Hardwareausstattung auch kein Problem mehr. Das HTC Hero verfügt über A-GPS, einen zusätzlichen digitalen Kompass, Beschleunigungs- und Neigungssensoren sowie eine Kamera. Damit lassen sich einige nette Anwendungen umsetzen, meine Lieblingsanwendung davon ist Google Sky Map. Einfach starten und das Telefon in den Himmel halten und schon zeigt Google Sky Map genau die Sternenkonstellationen, die dort zu sehen sind (oder wären). Bewegt man das Handy dann umher kann man durch den Himmel „scrollen“. Namen von Sternen, Planeten sowie Sternbildern werden auch gleich noch angezeigt. Sehr nett.

Um sie nicht gesondert aufführen zu müssen, verweise ich auch gleich noch an meine beiden „erdlichen“ Favoriten im Bereich Augmented Reality, nämlich Layar und Wikitude, die aber leider beide Schwächen im Content haben.

Simple last.fm Scrobbler

Der Name ist Programm. Der Simple last.fm Scrobbler läuft immer mit dem Musikplayer zusammen im Hintergrund protokolliert mit, welche Musik man auf dem Handy hört und scrobbelt diese Infos zu last.fm. Ist man gerade mal nicht online, merkt sich die Software die Titel und verschickt sie, sobald wieder Internet zur Verfügung steht. Seit dem letzten Update stürzt der Scrobbler auch nicht mehr ab, wenn man die SD-Karte des Telefons abmeldet.

DroidDice

Für Rollenspieler ist das Tool ein Muss. DroidDice simuliert verschiedene Würfel, mit denen man auf Knopfdruck oder durch Schütteln des Telefons würfeln kann. Man kann sich auch selber Würfelkombinationen zusammenstellen, z.B. die berühmten 3W6 oder sowas wie 2W8+5. Sehr hilfreich, wenn man mal gerade keine echten Würfel zur Hand hat.

Google Places Directory

Anwendungen, die Datenquellen wie Qype oder so anzapfen, um einem dann zu verraten, wo man in der Nähe essen gehen kann, gibt es viele, aber keine ist so umfangreich vom Datenmaterial her wie das Google Places Directory. Hier wird die gleiche Datenbank verwendet, die auch in Google Maps oder der normalen Google-Suche steckt und die Inhalte daraus werden in einfach bedienbarer Form abhängig vom gegenwärtigen Standort anzeigt.

Das waren jetzt schon 5 Programme. Ich könnte noch mehr auflisten, es gibt da noch einige nette Sachen, aber Aufgabe war ja, eine Top 5-Liste zu erstellen. In diesem Sinne: done & done.

„Three strikes and you’re out“ – ein Wahrnehmungsproblem

Derzeit wird in vielen Einzelstaaten, aber auch auf EU-Ebene und auch bei den geheimen Verhandlungen um den geheimen ACTA-Vertrag das sog. „Three strikes“-Modell diskutiert. Kerngedanke ist, jemanden nach drei (vermeintlichen) Rechtsverstößen im Internet – und es geht hier nicht um schwere Straftaten im Sinne des Gesetzes, sondern in erster Linie Urheberrechtsverletzungen – für ein Jahr lang das Internet zu sperren.

Was für Auswirkungen das hat, wie haarsträubend das System funktioniert und welchen Umfang das diesbezügliche Wahrnehmungsproblem hat, erklärt Cory Doctorow in einem Gespräch mit David Weinberger, aufgenommen während der Broadband Strategy Week. Das Video ist Public Domain, das ürsprüngliche Posting von David Weinberger findet sich in seinem Blog.

David Weinberger, Cory Doctorow: No, three strikes and you're out

HammerFall Live Stream

Hätte ich fast vergessen: heute abend tritt HammerFall in Hamburg in den Docks auf und überträgt das Konzert als Live Stream ins Internet. Ab 22 Uhr zu sehen unter www.hammerfall.net

Werbeanrufe adé!

Wer kennt das nicht: nahezu täglich klingelt das Telefon, meist mittags oder abends, und ein Zeitgenosse mit unterdrückter Rufnummer will sein Produkt X (hier Dinge wie Internetzugang, Telefonanschluss, Lottoscheine, Lebensversicherung, etc. einsetzen) an den Mann bringen. Alternativ wird man auch direkt von einem Anrufautomaten belabert, man möge doch bitte die Y (hier eine Zahl von 0-9 einsetzen) drücken, man habe in einem Gewinnspiel gewonnen. Sieht man mal davon ab, dass solche Anrufe, vor allem die ohne Rufnummer, gegen das Gesetz verstoßen und auch schonmal in Vertragsabschlüssen ohne Willenserklärung enden, so sind sie auf jeden Fall nervig.

Doch damit ist jetzt (zumindest bei mir) Schluß! Die netten Leute von AVM haben bereits vor einiger Zeit meine FritzBox 7170 per Firmwareupdate mit neuen Features ausgerüstet, z.B. VPN-via-IPSec, Faxannahme und Weiterleitung per Mail, aber auch mit einer Anrufbeantworterfunktion. Bei mir läuft das jetzt folgendermaßen:

Eingehende Anrufe ohne Rufnummernübermittlung werden von meiner primären MSN (ja, ich habe ISDN und bin wirklich froh darüber) auf eine der Neben-MSNs umgeleitet. Für alle Neben-MSNs ist ein Anrufbeantworter konfiguriert, der sofort drangeht und den Anrufer mit einer entsprechenden Meldung auf sein „Fehlverhalten“ hinweist. Da es leider immer noch Leute gibt, die keine Rufnummerweiterleitung haben, habe ich denen zumindest die Möglichkeit eingeräumt, mir noch eine Nachricht zu hinterlassen.

Update: Da war ich etwas voreilig. Man kann zwar Rufumleitungen für unterdrückte Nummer einrichten, aber diese nicht aus MSNs beschränken. Das führte dann zu der Situation, dass von MSN A auf MSN B umgeleitet wurde, wenn keine Rufnummer übermittelt wurde (soweit war das ja gewollt). Der umgeleitete Anruf hatte aber immer noch keine Rufnummer und deshalb leitet ihn die Anlage von B auf B um. Eine Endlosschleife… d’oh!

Also habe ich das anders gelöst: alle Anrufe ohne Rufnummer werden an den analogen Anschluss der FritzBox umgeleitet (das geht dann lustigerweise), wo mein analoger AB dranhängt. Per Klingelsperre in der FritzBox verhindere ich dann, dass irgendwelche anderen Anrufe auf diesem AB landen, sofern die Box nicht selber dahin umgeleitet hat. Hat den gleichen Effekt, braucht aber leider ein Gerät mehr. Ich hab mal den AVM-Support kontaktiert und vorgeschlagen, eine Rufumleitung pro MSN einzubauen.

Für Anrufe mit Rufnummer auf meiner Haupt-MSN läuft ein (virtueller) Anrufbeantworter, der ganz normal funktioniert. Für die Anrufe auf den Neben-MSNs, die ich nie irgendwo weitergegeben habe, läuft ein weiterer virtueller AB, der die Anrufe direkt annimmt (und Anrufer belehrt, dass sie sich wohl verwählt haben). Beide Anrufbeantworter verschicken die Aufzeichnungen auch sofort per Mail an mich, die Anrufe werden als kleine WAV-Datei angehängt.

Sehr cool was mittlerweile alles so geht! Wollen mal gucken, ob das Setup so funktioniert. Nein, erst die zweite Version funktionierte.