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Bücher im Land of the Free

Mit Erschrecken musste ich heute auf Spiegel Online lesen, dass in den USA der Trend zum Verbieten von Büchern wächst. Dort ist es für nahezu jeden möglich, besonders in Schulen und in Schulbibliotheken darauf hinzuwirken, dass bestimmte Bücher verboten werden. Die Verbote wirken sich nur lokal aus, also in einem County oder einem Bundesstaat, zeigen aber doch bedenkliche Tendenzen, inbesondere beim Verständnis von Literatur und ihrer Bedeutung. So steht z.B. Brave New World auf Platz 52 der Liste der am meisten beanstandeten Bücher, u.a. weil manche der Ansicht sind, das Buch beschädige Religion und Familie, weil die dargestellten Personen nicht wirklich Interesse an diesen Dingen haben.

In der Liste finden sich auch Bestseller wie Harry Potter, anscheinend deshalb, weil er zuviele okkulte Rituale enthält und die Autoritäten in den Büchern zumeist ignoriert werden. Die Liste enthält auch große Klassiker der englischen Literatur, so z.B. The Adventures of Huckleberry Finn, Of Mice and Men, The catcher in the rye und Lord of the Flies. Interessanterweise steht auch Where’s Waldo in der Liste jener Top 100 der beanstandeten Bücher, dabei handelt es sich doch bloß um Kinderbücher mit Suchspielen. Den Informationen eines Blogeintrags liegt das Problem darin, dass in einer Strandszene eine sonnenbadende Frau kein Bikinioberteil anhat. Und ich dachte schon, homophobe Amerikaner hätten Waldo verbieten wollen.

Aber so ist das halt, im Land der Freien, in der Heimat der Tapferen…

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