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Internationale Spieletage 2008 in Essen

Von mir auch fälschlich als Spielemesse bezeichnet. Heute haben die internationalen Spieletage ihre Pforten für die Besucher geöffnet und da man am Wochenende dort totgetrampelt wird, bin ich heute schon da gewesen. Es freut mich zu sehen, dass die Spieletage im Gegensatz zu den anderen Messen, die ich vereinsbedingt besuche (Hobbytronic, Dortmunder Herbst), nicht immer kleiner und schlechter besucht werden, sondern eher im Gegenteil: die Messe erschien mir größer als die letzten Male.

Mein signiertes Exemplar von 'Der Hexer von Salem'

Mein signiertes Exemplar von Der Hexer von Salem

Neben den ganzen Verlagen und Firmen, von groß wie Amigo oder MB zu Independent-Auftritten, sind auf der Messe natürlich zahlreiche Händler vertreten, die ihre Unmengen an Spielen, darunter auch gebrauchte Klassiker wie z.B. Atmosfear, an den Mann bringen möchten. Und nach den – im wörtlichen Sinne – Wagenladungen zu urteilen, die die Besucher aus den Hallen karren, geht das Konzept auch auf. Die Besucher sind, ebenso wie die Aussteller, international bunt gemischt. Bei den ausländischen Besuchern dominieren Niederländer und Franzosen, ich habe aber auch Osteuropäer und Südeuropäer getroffen. Die Aussteller kommen von überall her, gerade kleinere Spieleschmieden haben meist weite Anreisewege, darunter Australien, Korea und die Vereinigten Staaten. Was für Ruhrpottler wie eine kleine lokale Messe wirkt, ist in der Spielebranche die Messe schlechthin weltweit.

Man trifft auch gelegentlich die ein oder andere Berühmtheit (naja, mehr oder weniger berühmt) auf der Messe. Ich besuche die Spieletage jetzt schon ca. 10 Jahre und habe im Laufe u.a. folgende Leute getroffen (Auflistung ohne besondere Reihenfolge): Klaus Teuber, Claudia Christian, Joshua Cox, Vladimir Klitschko (oder war es Vitali?) und heute Wolfgang Hohlbein, der so nett war und mir direkt mein frisch erworbenes “Der Hexer von Salem“-Brettspiel signiert hat (siehe Foto).

Ich muss aber auch zugeben, die Spieletage wandeln sich. Nicht so sehr im traditionellen Teil, eher im Bereich der Sammelkarten- und Rollenspiele. LARP ist in den letzten Jahren immer populärer geworden und nimmt mittlerweile einen nicht unbeträchtlichen Teil der entsprechenden Halle ein. Firmen wie Decipher oder Wizards of the Coast, die früher, zu Hochzeiten von Sammelkartenspielen wie Star Wars und Magic, riesige Stände hatten, sucht man inzwischen vergebens. Sowohl die Pen & Paper-Rollenspiele als auch die Tabletop-Spiele mit zahlreichen Miniaturen verschwinden zusehends, was m.E. zum Teil auch mit dem ganzen Lizenzheckmeck der Rollenspielklassiker DSA und D&D zuammenhängt. DSA war früher bei Schmidt Spiele (mittlerweile wieder auferstanden) angesiedelt, nach deren Pleite übernahm Fanpro den Vertrieb und mittlerweile werden die neuen Werke von Ulisses herausgegeben. Dungeons & Dragons hingegen war lange Jahre beim großen Publisher Amigo angesiedelt und liegt seit Version 3 bei Feder & Schwert. Ein ähnliches Schicksal machte auch Shadowrun durch. Früher durch FASA direkt vertrieben, wurde es nach der Einstellung des Geschäftsbetriebs 2001 an WizKids weitergereicht, die es zunächst an Fanpro, die bereits die deutsche Version machten, und danach an Catalyst Game Labs lizensierte. Die deutsche Version vertreibt inzwischen Pegasus. Mit so einem Hin und Her, das sich natürlich auch auf Erscheinungstermine auswirkt und sogar gelegentlich verhindert, dass ein Werk überhaupt erscheint, ist es eigentlich keine Überraschung, das Pen & Paper auf dem Rückzug ist.

Hm, ich schweife wohl ab, Daher nur noch schnell die Schlußworte: die Spieletage 2008 in Essen gehen noch bis zum kommenden Sonntag und jedem halbwegs Spielebegeisterten empfehle ich einen Besuch dort. Wer Wolfgang Hohlbein nochmal sehen will, der hat dazu am Sonntag nochmal Gelegenheit.

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Halbzeit auf dem Dortmunder Herbst

Seit letzten Samstag bin ich für meinen Verein, den PING e.V., auf dem Dortmunder Herbst, der großen Verbrauchershow in den Westfalenhallen. Wir bietet hier wie jedes Jahr Beratung rund um die Themen Internet und Computer an und bieten die Möglichkeit, an bereitgestellten Rechnern bei uns auf dem Stand im Internet zu surfen, ein Angebot, von dem momentan leider kaum jemand Gebrauch macht.

Neu sind in diesem Jahr das digitale Wohnzimmer und die von uns gehaltenen Vorträge auf der sog. Plaza Beratung. Das digitale Wohnzimmer (das zur Hälfte aus meinem eigenen Wohnzimmer besteht), soll die Möglichkeiten des Computereinsatzes in der Heimunterhaltung zeigen, u.a. haben wir einen Mac mini als Mediacenter und zwei Spielkonsolen. Hinzu kommt noch ein Telefonrouter, der Festnetz- und Internettelefonie kombinieren kann.

Auf der Plaza beratung hielten wir bis gestern den Vortrag “Eine kurze Geschichte des Internets” und seit heute dann “Sicher bewegen im Internet”, der vom Thema her deutlich besser ankommt. Während wir am Wochenende eine gähnend leere Bühne hatten, verirren sich jetzt sogar ein paar Leute zur Plaza.

Ansonsten ist die Messe ein Treffen mit alten Bekannten, z.B. der Dame vom Sehtest bei der Autobahnpolizei oder dem Kommissar aus dem Präventionsderzernat. Beim Gang durch die zahllosen acht Hallen sieht man auch den ein oder anderen Bekannten und erkennt die meisten Stände wieder. Wirklich neu und interessant ist dieses Jahr der Stand der Signal Iduna, die mit einem automatischen Torwart aufwarten.

Aber seht selber:

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