Tag-Archive: Münster

Pizzeria Lido am Germania-Campus

Wir waren samstag abend auf den letzten Drücker noch Essen, und zwar in der Pizzeria Lido am Germania Campus in Münster. Der Laden wird von den gleichen Leuten betrieben, die auch das Mocca d’Or, das Il Panino und diverse andere Restaurants betreiben, u.a. das direkt nebenan. Am Germania Campus zeigt sich ganz gut, was man mit den Industriebrachen der früheren Glanztage bei der Überführung vom sekundären in den tertiären Sektor machen kann.

Das Lido ist im ehemaligen Brauhaus untergebracht und wer es betritt, merkt direkt, dass dies nicht der typische Italiener von nebenan ist. Das Restaurant besteht praktisch nur aus einem einzelnen großen Raum, der an einigen Stellen noch durch ein paar Säulen unterbrochen ist. Am Kopfende befindet sich die Schanktheke und direkt daneben der Steinofen für die Pizzen. Als Sitzgelegenheiten gibt es hölzenere Tische mit dazu passenden Bänken (ja, richtig, Bänke. Ohne Lehne), lediglich an kleineren Zweiertischen stehen ein paar Stühle. Wer beim Essen unter sich sein will, der ist hier definitiv falsch, denn durch den offenen Raum und die doch recht nah beieinander stehenden Bänke ergibt sich in etwa die Intimität einer Uni-Mensa. Wen das nicht stört, der wird hier aber definitiv auf seine Kosten kommen.

Wer die Karte aufschlägt, wird zunächst überrascht sein. Es gibt Salate, Pizzen und Dessert, dazu noch eine kleine Tageskarte, auf der sich z.B. auch einige wenige Nudelgerichte finden sowie eine übersichtliche Getränkekarte. Der Laden heißt ja auch nicht Ristorante Lido sondern Pizzeria Lido. Das Essen ist dafür aber sehr gut, die Pizzen sind groß (> 30 cm), wer mal im Mocca d’Or war kennt das bereits. Der Boden ist dünn und knusprig, der Belag saftig und lecker, eben genauso, wie man es von einer guten Pizza erwarten würde. Preislich liegt das Lido unter dem Mocca d’Or und ist somit für die Leistung recht günstig.

In der Zeit, in der wir da waren (so ca. 19:30 bis 21 Uhr) war der Laden stets rappelvoll und die drei Kellner hatten alle Hände voll zu tun. Interessanterweise kam während der ganzen Zeit ein stetiger Strom von Besuchern in der Hoffnung auf einen Platz ins Restaurant. Obwohl man das Lido also weder im Internet noch im Telefonbuch findet, erfreut es sich schon größter Beliebtheit. Das sich dort wildfremde Leute einen Tisch teilen war zumindest am Samstag keine Seltenheit.

Wer also mal lecker Pizza essen möchte und dabei Geselligkeit sucht, der sollte mal ins Lido gehen.

Demonstrierender Mob auf dem Weihnachtsmarkt

Also das hier ist ist letzten Samstag auf dem Weihnachtsmarkt passiert. Ich hatte mich schon gefragt, ob ich da wirklich einen teils vermummten, lauthals demonstrierenden Mob in der Innenstadt gesehen hatte. Aber es zeigt, wie effektiv diese Form des Protests ist. Wenn man eine Demo einfach mal nicht anmeldet und unter der Zeitspanne bleibt, die die Polizei braucht, um ausreichende Kräfte aufzustellen und zu entsenden, kann man sich fast alles erlauben. *schauder*

Interessant ist auch der eigentliche Demonstrationsgrund: der Tod des 15 jährigen Griechen Alexandros Grigoropoulos, der bei einer Demonstration von der Polizei erschossen wurde. In Griechenland wohlgemerkt. Und auch wenn eigentlich noch keine wirklichen Erkenntnisse vorliegen, was genau passiert ist, hat sich der demonstrierende Block schon eine Meinung gebildet: Mord. Der Minderjährige wurde vom Staat ermordet. Drängt sich mir die Frage auf: Warum sollte der Staat vorsätzlich einen Jugendlichen bei einer Demonstration ermorden? Auf diese Frage bekommt man eigentlich keine plausible Antwort. Im Posting by Indymedia werden latent staatsfeindliche Tendenzen als Rechtfertigung bemüht: der Staat ist böse und muss bekämpft werden. Damit lässt sich freilich so einiges rechtfertigen.

Mal im Ernst: kann man gegen den Staat protestieren, wenn man ähnlich undifferenziert argumentiert und maßlos handelt? Ich kann mich doch nicht hinstellen und das Verhalten meines Gegenübers kritisieren wenn ich mich selber genauso verhalte und dann noch dazu behaupten, ich wäre im Recht. Aber vielleicht habe ich ja was falsch verstanden…

Twitter und Blog-Updates

Winter in Wuppertal (Uellendahl)

Winter am Uellendahl

Ich habe mal wieder etwas Zeit gefunden, im Blog aufzuräumen. Einige Plugin-Updates und das WordPress-Update auf 2.6.3 wurden installiert.
Außerdem habe ich mich bei Twitter angemeldet, und texte jetzt auch fleißig was mir gerade so ein-, auf- oder missfällt. Die jeweils drei letzten Tweets finden sich auch hier im Blog in der Seitenleiste.

Zu guter letzt habe ich das Schneewetter gestern abend in Wuppertal und heute in Münster genutzt und einen Haufen Fotos gemacht. Zu sehen in meinem Account bei Flickr.

“Unterm Strich zähl ich” (nicht wirklich)

“Unterm Strich zähl ich” ist die Spruch der aktuellen Werbekampagne der Postbank, mit der sie ihren Anteil am Privatkundengeschäft zu vergrößern versucht. Ich hatte eine Zeit lang mein Girokonto bei der Postbank, direkt nachdem ich das alte bei der Sparkasse geschlossen hatte.

Der große Vorteil der Postbank gegenüber der Sparkasse war damals das kostenlose Gehaltskonto und die Tatsache, dass es sich bei der Postbank um eine bundesweit agierende Bank mit vielen Fillialen handelt, im Gegensatz zur Sparkasse, die zwar bundesweit noch viel mehr Fillialen haben, die aber alle nur gleich heißen, aber sonst nur sehr wenig miteinander zu tun haben. Das wird nach Aussagen von Kollegen allmählich besser, war aber damals wirklich ein Grund, mein Konto nicht länger da zu haben.

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Deutschland, Deine Bräuche (und Einwohner)

Sehr lustig: eben noch brüllte eine ältere Frau, die sich in ihrem Garten sonnen wollte, durch die Gegend, dass sie die Polizei holen würde wenn die Kinder, die in ihrer Nähe spielten, nicht verschwinden und aufhören würden, so einen Lärm zu machen.
Jetzt (ca. 30 Minuten später) zieht der Schützenfestzug mit Marschkapelle hier durch die Straßen, was nicht wirklich leiser ist. Aber das eine sind halt nur Kinder, das andere eben Brauchtum…