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Bürgerentscheid: Münster und die Musikhalle
Verfasst von Hendrik Busch unter Real Life, Unterhaltung am 2. April 2008
Heute kamen die offiziellen Abstimmungsunterlagen für den seit Monaten umstrittenen Bau der Musikhalle und dem Bürgerentscheid gegen die städtische Beteiligung an diesem Projekt.
Worum genau geht es? Um das nicht alles hier wiedergeben zu müssen, verweise ich mal auf diesen Artikel bei Westline. Die Gegner der städtischen Beteiligung an der Musikhalle haben mit 24.427 Unterschriften einen Bürgerentscheid zu dem Thema erzwungen. Entschieden wird am 27. April über folgende Frage:
Soll der Ratsbeschluss vom 24.10.2007 zur Finanzierung einer Kultur- und Kongresshalle aufgehoben werden und die Stadt Münster kein Geld für den Bau und Betrieb einer Kultur- und Kongresshalle auf dem Hindenburgplatz ausgeben.
Die m.A. etwas unglückliche Formulierung rührt aus der Position der Antragsteller her. Wer also keine Musikhalle will, der muss mit Ja stimmen.
Obwohl ich jetzt schon mehrere Jahre in Münster wohne, muss ich gestehen, dass ich keinen wirklichen Draht zur Lokalpolitik habe. Als ich das erste Mal vom Bau dieser Halle hörte, war mein erster Gedanke “Wieso?”. Ich belege zur Zeit immer noch einen Schwedischkurs der VHS, der im Schlaun-Gymnasium stattfindet. Die VHS muss wegen reduzierter städtischer Förderung schon die Preise erhöhen und streicht Kurse mit wenigen Teilnehmern (gefühlt < 15) aus dem Programm. Das Schlaun-Gymnasium soll geschlossen werden (und das obwohl es zentral in einer Nebenstraße des Bült liegt). Hier in Nienberge, dem Vorort in dem ich wohne, wurde das Freibad geschlossen. Das alles sind die Beobachtungen, die ich schon gemacht habe, obwohl ich mich eigentlich nicht nennenswert involviere. Aus meiner Sicht hat die Stadt ganz andere Probleme als eine fehlende Kultur- und Kongresshalle.
Diese Halle fehlt aber eigentlich gar nicht, es gibt sie bereits, in Form der Halle Münsterland am Albersloher Weg. Sie fasst je nach Event bis zu 6500 Personen und dort finden Konzerte, Messen und Kongresse statt. Direkt daneben befinden sich mehrere Parkhäuser und ein Hotel. Wo bitte also ist der Bedarf für eine zusätzliche Halle?
Die neue Halle würde auf dem Hindenburgplatz gebaut. Dort vernichtet sie Parkplatzfläche (mit dem evtl. geplanten Hotel gleich doppelt soviel) und reduziert die verfügbare Fläche für den Send (was laut Befürwortern kein Problem darstellt. Ich sehe noch nicht ganz, wie sich ein großes Volksfest und die Halle gleichzeitig vertragen.).
Hier noch die Seiten zum Pro und Contra:
- Bürgerinitiative Keine städtische Finanzierung einer Kultur- und Kongresshalle (Musikhalle) auf dem Hindenburgplatz
- Kultur- und Kongresshalle für Münster
Ich stimme JA, und damit NEIN zur Musikhalle.
TV-Tipp: Eurovision Song Contest
Verfasst von Hendrik Busch unter Events, Unterhaltung am 12. Mai 2007
Man kann sich ja trefflich darüber streiten, ob der Eurovision Song Contest ein Schlagerfestival ist, oder nicht. Tatsache ist, er wird nicht von Florian Silbereisen moderiert und im letzten Jahr gewann eine seltsam anzusehende Hardrock-Combo (wir erinnern uns an Lordi) aus Finnland.
Wie sagte Dr. Irving Wolther kürzlich in einem Artikel bei Spiegel online?
“Daher (aus der Demonstrations nationalen Selbstbewusstseins, Anm. d. A.) rührt ja oft das Missverständnis, der Wettbewerb sei ein Schaulaufen des Trash.”
Der Song Contest zeigt ein vereintes Europa und seine vielen, teilweise skurril anmutenden Facetten, vor allem im Bereich Musik. Nachdem Lordi den Weg bereitet hat, kann man darauf hoffen, etwas mehr Rock im Wettbewerb zu finden.
Ich empfehle daher die Übertragung des Wettbewerbs heute abend ab 21 Uhr in der ARD anzugucken. Und wer Angst vor DJ Bobo hatte, der auch teilnehmen wollte, dem sei gesagt: DJ Bobo ist im Halbfinale ausgeschieden.









