Beiträge getagged mit obama
Barack Obama wird der 44. Präsident der USA
Verfasst von Hendrik Busch unter Wahl 2008 am 5. November 2008
Es ist noch nicht endgültig amtlich, aber es gibt eigentlich nichts mehr dran zu rütteln: Barack Obama hat die Wahl zum 44. Präsidenten der USA mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Diesmal hätten 500 Stimmen und ein Gericht nicht ausgereicht, um die Wahl noch zu verhindern.
Herzlichen Glückwunsch! Uns ist einiges von dem Cain/Palin-Duo erspart gebelieben. Jetzt ist Obama dran, sein Versprechen vom Wandel auch einzulösen. Wir warten.
Epic Fail
Verfasst von Hendrik Busch unter Allgemein, Big Brother, Post 9/11, USA, Wahl 2008 am 10. Juli 2008
Der Vorwahlkampf der Demokraten ist vorbei, Barack Obama designierter Präsidentschaftskandidat. Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich bis vor kurzem in ihm den “schwarzen John F. Kennedy” gesehen habe (wobei man sagen muss, dass auch dieser geschichtlich zum visionären Vorzeigepräsidenten verklärt wurde).
Mittlerweile bin ich zu der ernüchternden Erkenntnis gekommen, dass auch Obama nur das “same old Washington game with the same old Washington players” spielt, dass er so angeprangert hatte. Zwei Vorkommnisse in letzter Zeit machen ihn für mich zum Epic Fail.
- Er befürwortet die Todesstrafe. Das alleine ist schon ein Totalversagen in meinen Augen, aber Obama setzt noch einen drauf und befürwortet die Todesstrafe auch für andere Straftaten als Mord, im konkreten Fall für Kindesmissbrauch. Die Geschichte, vor allem die der USA, beweist eigentlich eindrucksvoll, dass die Todesstrafe niemanden abschreckt, entsprechende Verbrechen zu begehen. Dem verlinkten Artikel nach wird die Todesstrafe von Obama als eine Art Ausdruck der moralischen Entrüstung einer Gesellschaft gesehen. Zu gut Deutsch: Rache bzw. Vergeltung. Weder das eine noch das andere ist Aufgabe eines Strafsystems. Fail.
- Er hat für die Umsetzung des FISA Amendments Act of 2008 gestimmt, der u.a. illegale Abhörmaßnahmen der Regierung unter Straffreiheit stellt. Wer bei der englischen Wikipedia nach dem vierten Verfassungszusatz sucht, wird auf folgende knappe, aber zutreffende Beschreibung stoßen:
Fourth Amendment to the United States Constitution – part of the Bill of Rights, it guarded against unreasonable searches until the FISA Amendments Act of 2008, but still seems to guard against unreasonable seizures, and unreasonable searches of residencies.
Bei Heise ist eine verständliche Beschreibung der Änderungen zu finden. Wie kann man einem solchen Gesetz nur zustimmen? Fail.
EPIC FAIL!
Wahlkampf multimedial
Verfasst von Hendrik Busch unter Wahl 2008 am 4. März 2008
Dass in den USA TV-Debatten zum Handwerkszeug eines Wahlkämpfers gehören und sich Horden von Wahlkampfhelfern recht schnell (und notfalls mit Geld) mobilisieren lassen, ist auch nichts wirklich neues. Mit den großen Wahlkampfspenden lässt sich auch vortrefflich Werbezeit bei den Fernsehsendern buchen, um Wahlwerbespots zu zeigen.
Ein Phänomen, dass ich in diesem Wahlkampf das erste Mal gesehen habe, sind die Musikvideos und weitere Videoclips, die einige, vornehmlich prominente Zeitgenossen, für ihre jeweiligen Kandidaten machen.
Den Anfang machen Mike Huckabee (der mittlerweile aus dem Rennen ist) und sein Unterstützer Chuck Norris in einem eher peinlichen Video, das eigentlich nur geeignet ist, die tumben Waffennarren zu motivieren: Mike Huckabee & Chuck Norris.
Interessanter wurde es, als Black Eyed Peas-Mitglied will.i.am aus Teilen von Barack Obamas Reden den Ohrwurm Yes We Can komponierte. Es spielen allerlei (Semi-)Prominente mit, u.a. Scarlett Johansson: Yes We Can von will.i.am.
Das wiederum inspirierte weitere Internetkünstler, das Mittel der Satire zu verwenden und ganz ähnliche Videoclips zu erstellen, bei denen der republikanische Spitzenreiter nicht wirklich gut wegkommt: No You Can’t, No You Can’t – No Se Puede und ein Video von john.he.is. McCain ist daran nicht ganz unschuldig, sang er doch auf einer Pressekonferenz seine eigene Adaption des alten Beach Boy Songs Barbara Ann: Bomb Iran.
Und während sich Hillary Clinton und Barack Obama bei Saturday Night Live veralbern lassen müssen, bekommt Hillary Clinton Unterstützung von Jack Nicholson: Jack Nicholson Medley für Hillary Clinton.
Aber auch Obama wird bedacht, wieder von will.i.am, diesmal mit dem Song We Are The Ones. SeinYouTube-Profil ist ebenfalls sehenswert, ebenso wie die Seite, die seine Videos hostet: DipDive.
Mal gucken, was uns noch so erwartet.
Barack Obama tut es!
Verfasst von Hendrik Busch unter Real Life, USA, Wahl 2008 am 12. Februar 2007
Ich bin wie immer etwas spät dran, aber es gibt Neuigkeiten aus dem Lager des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama. Nach zahlreichen wilden Spekulationen, ob er sich jetzt zur Wahl stellen würde oder nicht, hat er dem ganzen ein Ende bereitet und in Springfield, IL offiziell seine Präsidentschaft bekannt gegeben. Hier ist das offizielle Video des Events:
Man darf gespannt sein, wie die Vorwahlen ausgehen werden. Die Aufstellung der Washington Post zählt derzeit schon 10 demokratische Kandidaten, die sich alle noch irgendwie einigen müssen. Wie heißt es so oft: viele Köche verderben den Brei. Je mehr Kandidaten, desto größer die Chance an kleinen Prozentunterschieden zu scheitern. Mal gucken, was wird.
Barack Obama – A New Hope?
Verfasst von Hendrik Busch unter Post 9/11 am 23. Oktober 2006
In der NBC-Sendung Meet the Press wurde der einzige afroamerikanische Senator, Barack Obama, zu seinen Ambitionen bezüglich der amerikanischen Präsidentschaftswahlen 2008 befragt. Bislang hatte er eine Kandidatur abgelehnt, aber durch zahlreiche Rückmeldungen sei er zu dem Schluss gekommen, dass er das Thema noch nicht gründlich genug überdacht hat – sprich: er kann sich durchaus vorstellen, zu kandidieren. Damit steht er in direkter Konkurrenz zu Hillary Clinton, bei der schon so gut wie sicher ist, dass sie kandidieren wird. Während Hillary Clinton kein unbeschriebenes Blatt hier in Deutschland ist (jeder kennt wohl ihren Mann oder erinnert sich an die aus meiner Sicht eher fragwürdigen Aktion gegen Grand Theft Auto), ist Barack Obama eher unbekannt. Stellt sich also die Frage: wer ist dieser Mann, wofür steht er und welche Chancen hat er.
Barack Obama ist vergleichsweise jung, gerade mal 45 Jahre alt, und ist Sohn eines kenyanischen Einwanderers und einer Frau aus Kansas. 2005 wurde er zum Senator für den Staat Illinois gewählt, nachdem er vorher vergeblich für das Repräsentantenhaus kandidiert hatte. Als Unterstützer von John Kerry hielt Barack Obama auf dem Nationalkongress der Demokratischen Partei die Keynote Speech und erlangte durch diese Rede nationale Bekanntheit. Die Rede ist in vollem Wortlaut auf American Rhetoric verfügbar, sowohl in Textform als auch als MP3. In dieser Rede macht er einige seiner wichtigsten Standpunkte deutlich.
Nachdem er den Beginn der Unabängigkeitserklärung zitiert hat, kommentiert er ihn wie folgt:
That is the true genius of America, a faith — a faith in simple dreams, an insistence on small miracles; that we can tuck in our children at night and know that they are fed and clothed and safe from harm; that we can say what we think, write what we think, without hearing a sudden knock on the door; that we can have an idea and start our own business without paying a bribe; that we can participate in the political process without fear of retribution, and that our votes will be counted — at least most of the time.
Ein letztendlich süffisanter Seitenhieb auf die Wahlgebahren der Republikaner, wenn auch voll mit Pathos und dem üblichen patriotischen Gesülze. Als Vertreter grunddemokratischer Ideen erwähnt er in seiner Rede auch die Verantwortung für jeden einzelnen Bürger und weitere wichtige Punkte, z.B. Chancengleichheit bei der Bildung oder medizinische Absicherung für alle. Er macht aber auch klar, was er von der Außenpolitik der Regierung Bush hält:
When we send our young men and women into harmâ??s way, we have a solemn obligation not to fudge the numbers or shade the truth about why theyâ??re going, to care for their families while theyâ??re gone, to tend to the soldiers upon their return, and to never ever go to war without enough troops to win the war, secure the peace, and earn the respect of the world.
Da es sich letztendlich um eine Wahlrede für John Kerry handelt, ist sie natürlich auch so aufgebaut und jeder weiß heutzutage, dass es anders kam. Interessant ist sein letzter Satz der Rede dennoch:
if we do what we must do, [...], the people will rise up in November, [...], and this country will reclaim its promise, and out of this long political darkness a brighter day will come.
Ein relativ deutliches Urteil über die erste Amtperiode von George W. Bush. Verwunderlich ist hierbei nur, dass Barack Obama später für Condoleeza Rice als Außenministerin stimmte, obwohl damals schon absehbar gewesen sein muss, dass sie in erster Linie Drohungen und Repressalien verkünden würde.









