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Meine Top 5-Programme für Google Android
Verfasst von Hendrik Busch unter Computer & Technik am 3. Dezember 2009
Bodo hatte vor einiger Zeit einen Artikel über seine liebsten iPhone-Anwendungen, in dem er anregte, ich solle doch auch mal so eine Liste aufstellen, halt nur nicht fürs iPhone sondern für mein Android Handy. Damals war mein Handy noch zu neu, um mir da schon ein Bild zu machen, inzwischen kann ich zu dem Thema aber was sagen. Ich habe diese Liste für mein HTC Hero erstellt, das bereits mit einigen Zusatzanwendungen daherkommt, die die Basisfunktionalität angenehm erweitern. Es kann also sein, dass in meiner Liste Anwendungen fehlen, die ein Samsung Galaxy-Besitzer dringend empfehlen würde. Aber nun zur Liste:
TasKiller
Wie viele Android-Handys hat auch das HTC Hero einen Ticken zu wenig Arbeitsspeicher. Hinzukommt das Aufräumverhalten von Android selber, das sehr der Garbage Collection von Java ähnelt. So kann einem dann in bestimmten Situationen mal der Speicher ausgehen und alles wird unerträglich langsam. Hier hilft TasKiller, eines von zahlreichen Programmen im Market zum zwangsweisen Beenden von Anwendungen. Ein Klick und schon ist die bereits vor zig Minuten geschlossene Anwendung auch wirklich weg. Hoffen wir mal, das die nächsten Android-Generationen dieses Tool nicht mehr brauchen.
Google Sky Map
Augmented Reality ist für Android-Telefone ein großes Thema und dank der Hardwareausstattung auch kein Problem mehr. Das HTC Hero verfügt über A-GPS, einen zusätzlichen digitalen Kompass, Beschleunigungs- und Neigungssensoren sowie eine Kamera. Damit lassen sich einige nette Anwendungen umsetzen, meine Lieblingsanwendung davon ist Google Sky Map. Einfach starten und das Telefon in den Himmel halten und schon zeigt Google Sky Map genau die Sternenkonstellationen, die dort zu sehen sind (oder wären). Bewegt man das Handy dann umher kann man durch den Himmel “scrollen”. Namen von Sternen, Planeten sowie Sternbildern werden auch gleich noch angezeigt. Sehr nett.
Um sie nicht gesondert aufführen zu müssen, verweise ich auch gleich noch an meine beiden “erdlichen” Favoriten im Bereich Augmented Reality, nämlich Layar und Wikitude, die aber leider beide Schwächen im Content haben.
Simple last.fm Scrobbler
Der Name ist Programm. Der Simple last.fm Scrobbler läuft immer mit dem Musikplayer zusammen im Hintergrund protokolliert mit, welche Musik man auf dem Handy hört und scrobbelt diese Infos zu last.fm. Ist man gerade mal nicht online, merkt sich die Software die Titel und verschickt sie, sobald wieder Internet zur Verfügung steht. Seit dem letzten Update stürzt der Scrobbler auch nicht mehr ab, wenn man die SD-Karte des Telefons abmeldet.
DroidDice
Für Rollenspieler ist das Tool ein Muss. DroidDice simuliert verschiedene Würfel, mit denen man auf Knopfdruck oder durch Schütteln des Telefons würfeln kann. Man kann sich auch selber Würfelkombinationen zusammenstellen, z.B. die berühmten 3W6 oder sowas wie 2W8+5. Sehr hilfreich, wenn man mal gerade keine echten Würfel zur Hand hat.
Google Places Directory
Anwendungen, die Datenquellen wie Qype oder so anzapfen, um einem dann zu verraten, wo man in der Nähe essen gehen kann, gibt es viele, aber keine ist so umfangreich vom Datenmaterial her wie das Google Places Directory. Hier wird die gleiche Datenbank verwendet, die auch in Google Maps oder der normalen Google-Suche steckt und die Inhalte daraus werden in einfach bedienbarer Form abhängig vom gegenwärtigen Standort anzeigt.
Das waren jetzt schon 5 Programme. Ich könnte noch mehr auflisten, es gibt da noch einige nette Sachen, aber Aufgabe war ja, eine Top 5-Liste zu erstellen. In diesem Sinne: done & done.
Internationale Spieletage 2008 in Essen
Verfasst von Hendrik Busch unter Events am 24. Oktober 2008
Von mir auch fälschlich als Spielemesse bezeichnet. Heute haben die internationalen Spieletage ihre Pforten für die Besucher geöffnet und da man am Wochenende dort totgetrampelt wird, bin ich heute schon da gewesen. Es freut mich zu sehen, dass die Spieletage im Gegensatz zu den anderen Messen, die ich vereinsbedingt besuche (Hobbytronic, Dortmunder Herbst), nicht immer kleiner und schlechter besucht werden, sondern eher im Gegenteil: die Messe erschien mir größer als die letzten Male.
Neben den ganzen Verlagen und Firmen, von groß wie Amigo oder MB zu Independent-Auftritten, sind auf der Messe natürlich zahlreiche Händler vertreten, die ihre Unmengen an Spielen, darunter auch gebrauchte Klassiker wie z.B. Atmosfear, an den Mann bringen möchten. Und nach den – im wörtlichen Sinne – Wagenladungen zu urteilen, die die Besucher aus den Hallen karren, geht das Konzept auch auf. Die Besucher sind, ebenso wie die Aussteller, international bunt gemischt. Bei den ausländischen Besuchern dominieren Niederländer und Franzosen, ich habe aber auch Osteuropäer und Südeuropäer getroffen. Die Aussteller kommen von überall her, gerade kleinere Spieleschmieden haben meist weite Anreisewege, darunter Australien, Korea und die Vereinigten Staaten. Was für Ruhrpottler wie eine kleine lokale Messe wirkt, ist in der Spielebranche die Messe schlechthin weltweit.
Man trifft auch gelegentlich die ein oder andere Berühmtheit (naja, mehr oder weniger berühmt) auf der Messe. Ich besuche die Spieletage jetzt schon ca. 10 Jahre und habe im Laufe u.a. folgende Leute getroffen (Auflistung ohne besondere Reihenfolge): Klaus Teuber, Claudia Christian, Joshua Cox, Vladimir Klitschko (oder war es Vitali?) und heute Wolfgang Hohlbein, der so nett war und mir direkt mein frisch erworbenes “Der Hexer von Salem“-Brettspiel signiert hat (siehe Foto).
Ich muss aber auch zugeben, die Spieletage wandeln sich. Nicht so sehr im traditionellen Teil, eher im Bereich der Sammelkarten- und Rollenspiele. LARP ist in den letzten Jahren immer populärer geworden und nimmt mittlerweile einen nicht unbeträchtlichen Teil der entsprechenden Halle ein. Firmen wie Decipher oder Wizards of the Coast, die früher, zu Hochzeiten von Sammelkartenspielen wie Star Wars und Magic, riesige Stände hatten, sucht man inzwischen vergebens. Sowohl die Pen & Paper-Rollenspiele als auch die Tabletop-Spiele mit zahlreichen Miniaturen verschwinden zusehends, was m.E. zum Teil auch mit dem ganzen Lizenzheckmeck der Rollenspielklassiker DSA und D&D zuammenhängt. DSA war früher bei Schmidt Spiele (mittlerweile wieder auferstanden) angesiedelt, nach deren Pleite übernahm Fanpro den Vertrieb und mittlerweile werden die neuen Werke von Ulisses herausgegeben. Dungeons & Dragons hingegen war lange Jahre beim großen Publisher Amigo angesiedelt und liegt seit Version 3 bei Feder & Schwert. Ein ähnliches Schicksal machte auch Shadowrun durch. Früher durch FASA direkt vertrieben, wurde es nach der Einstellung des Geschäftsbetriebs 2001 an WizKids weitergereicht, die es zunächst an Fanpro, die bereits die deutsche Version machten, und danach an Catalyst Game Labs lizensierte. Die deutsche Version vertreibt inzwischen Pegasus. Mit so einem Hin und Her, das sich natürlich auch auf Erscheinungstermine auswirkt und sogar gelegentlich verhindert, dass ein Werk überhaupt erscheint, ist es eigentlich keine Überraschung, das Pen & Paper auf dem Rückzug ist.
Hm, ich schweife wohl ab, Daher nur noch schnell die Schlußworte: die Spieletage 2008 in Essen gehen noch bis zum kommenden Sonntag und jedem halbwegs Spielebegeisterten empfehle ich einen Besuch dort. Wer Wolfgang Hohlbein nochmal sehen will, der hat dazu am Sonntag nochmal Gelegenheit.










