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Tag 2: Captain Power and the Soldiers of the Future
Verfasst von Hendrik Busch unter Unterhaltung am 10. Dezember 2006
OK, Themenwoche trifft es nicht mehr ganz, aber hier ist trotzdem der zweite Beitrag zum Themengebiet Vergessene Serien: Captain Powers and the Soldiers of the Future. Wie kam ich zu dieser Serie? Ich konnte mich erinnern, als Kind mal eine Serie gesehen zu haben, in der die ersten kruden fernsehtauglichen 3D-Animationen vorkamen, ganz besonders konnte ich mich aber an leuchtende Neonflächen an einigen der Figuren erinnern. Der Inhalt der Serie, den ich schon längst vergessen hatte, zog mich damals in seinen Bann. Ich habe diese Serie seitdem nie wieder gesehen, es ging sogar so weit, dass ich fast bereit war, einzusehen, ich hätte mir diese Serie eingebildet, den niemandem, den ich fragte, kam diese Serie bekannt vor. Vor zwei, drei Jahren recherchierte ich dann aber großflächig im Internet und fand dieses Serienintro. Es gab die Serie also wirklich.
Worum ging es? Das Grundszenario ist in der Science-Fiction-Welt sehr häufig anzutreffen: in einer nicht allzu fernen Zukunft (2147) ist der Kampf zwischen Mensch und Maschine entschieden und die Maschinen haben gewonnen und unterdrücken die überlebenden Menschen. Das Imperium der Maschinen, das sog. Biodredd-Imperium wird von einem Mensch/Maschine-Hybriden (man könnte fast von einem Borg sprechen) namens Lord Dredd regiert (nicht mit Judge Dredd verwechseln). Aber natürlich gibt es noch eine Reide strahlender Helden, die das böse Imperium bekämpfen und hochmoderne Verwandlungstechnologie verwenden um sich mit hochmodernen Kampfrüstungen (Power Suits) zu umgeben.
Ich verzichte hier mal auf detaillierte Storyinfos, da man die auch anderswo nachlesen könnte. Ich widme mich lieber der Frage, warum ich von dieser Serie so fasziniert war. Das Schlimme daran: gucke ich mir die Serie heute an, habe ich das Gefühl, ich gucke mir den Vorläufer der Power Rangers an. Allerdings sind die Storys der einzelnen Episoden bedeutend besser und tiefgründiger und es läuft eigentlich niemand in albernen Gummikostümen herum (ok, außer den Hauptdarstellern, aber da hält es sich noch in Grenzen). Die Serie hat eigentlich alles, was so eine Serie braucht: Action, Tricktechnik, einen kompletten Satz Helden und einige grafische Spielereien.
Interessant im Zusammenhang mit dieser Serie sind die Namen der Drehbuchautoren, bzw. der Name eines Autors: JMS – eben jener J. Michael Straczinsky, der auch Babylon 5 ersonnen hat. Und hier wird auch schnell der Unterschied zu so stumpf dummen Serien wie Power Rangers klar: JMS schreibt in erster Linie handfeste Science-Fiction und erst in zweiter Linie Fernsehserien. Und eben das zeichnet Captain Power and the Soldiers of the Future aus, zu erkennen u.a. an nachdenklichen Episodentiteln (die bei Babylon 5 ja leider der deutschen Übersetzung zum Opfer fielen) wie z.B. And study war no more oder New Order: The Sky shall swallow them. Folgen der Serie sind vergleichsweise schwer zu bekommen, doch die eine Staffel, die je gedreht wurde, stellt storymäßig einen Meilenstein der Science-Fiction-Serien dar. Ich verweise hier auch mal an einen Beitrag im Blog von John Kenneth Muir.
Wer an storylastiger Science-Fiction interessiert ist, und über den 80er-Jahre-Stil hinwegsehen kann, der sollte sich diese Serie wirklich mal angucken.
Tag 1: Die Abenteuer des Brisco County jr.
Verfasst von Hendrik Busch unter Unterhaltung am 29. November 2006
Das Genre Western ist ja, mal abgesehen von Deadwood, seit den Neunzigern eigentlich kein Genre mehr für TV-Serien. Im Jahre 1993 wagte allerdings ein Sender eine Westernserie. Und damit nicht genug: es wurde eine Mystery-Western-Serie und Bruce Campbell übernahm die Hauptrolle. Der Name dieser Serie: Die Abenteuer des Brisco County jr.
Worum ging es? Briscos Vater, seines Zeichens ein US-Marshall, wird von John Bly, dem Anführer der berüchtigten Bly-Gang getötet. Brisco jr., selber Kopfgeldjäger, heftet sich Bly an die Fersen. Unterstützt wird er dabei von einigen reichen Leuten, die durch Socrates Pool, einen aristokratischen wirkenden Zeitgenossen, vertreten werden. Begleitet wird Brisco bei seinen Unternehmungen von seinem Wunderpferd Comet und einem weiteren Kopfgeldjäger Lord Bowler.
Bis dahin könnte man meinen, es wäre eine gewöhnliche Westernserie, wäre da nicht die große goldene Kugel, auf die Brisco gelegentlich stößt und die der ungeahnte Kräft innewohnen. Ihre Kraft befreit chinesische Eisenbahnbauer aus der Sklaverei und lässt Leute in Sekunden zu Asche vergehen. Der Hintergrund dieser Kugel ist unklar und wird auch zum Teil der Handlung der Serie.
Dazu kommen allerlei nette technische Spielereien, so z.B. die ersten Vorläufer von Motorrädern, die Brisco unterm Hintern weggeklaut werden. Von dieser Seite her erinnert die Serie ein wenig an Wild Wild West.
Wie viele Machwerke, an denen Bruce Campbell beteiligt war, nimmt auch diese Serie sich nicht zu ernst und es sind vor allem die humoristischen Elemente gepaart mit etwas Sciene-Fiction, die die Serie sehenswert gemacht haben. Leider hat Fox sie damals bereits nach einer Staffel eingestellt, so der begonnene Handlungsbogen nicht wirklich befriedigend beendet werden konnte. Fox zog es dann vor, sich lieber voll auf Akte X zu konzentrieren
. Wen die Serie heute interessiert, der muss schon nach Übersee schauen, in den USA ist die komplette Serie als DVD-Box zu bekommen, hier in Europa sieht es eher schlecht aus. In den letzten Jahren hat leider auch kein deutscher Sender die Serie wiederholt. Schade eigentlich.
(Achja, bevor hier jetzt die Anwälte klopfen: The Adventures of Brisco County jr. sowie alle verwandten Materialien und Bilder sind Eigentum von Warner Brother Television und unterliegen dem Copyright. Die Verwendung hier impliziert keine Nutzungsfreiheit und ist von meiner Seite aus ohne Gewinn- oder ähnlichen Absichten.)









