Beiträge getagged mit serien
Ein Quantum Trost?!!
Verfasst von Hendrik Busch unter Boxoffice, Unterhaltung am 2. Juli 2008
Gehts noch??? Was ist denn Ein Quantum Trost für ein besch#!~@=? Filmtitel? Wer hat sich das denn bitte ausgesucht? Das ist ja noch schlimmer als Der Morgen stirbt nie oder Stirb an einem anderen Tag. Die Buchvorlage hieß ja wenigstens Ein Minimum an Trost, was auch nicht wirklich toll ist.
Das erinnert mich ein wenig an die krude Übersetzung der Babylon 5 Episodentitel. Aus der ersten Episode mit dem Titel Midnight on the firing line wurde im Deutschen dann einfach nur Ragesh 3. Oder Passing through Gethsemane, in Anlehnung an die Prüfung biblischen Ausmaßes, denen sich die Hauptfigur der Folge unterwerfen muss, heißt im Deutschen völlig sinnentfremdet Die Schrift aus Blut (die zwar auch vorkommt, um die es aber nur vordergründig geht).
Immerhin sieht der Bond-Trailer nach einem guten Film aus. Titel hin, Titel her.
Tag 2: Captain Power and the Soldiers of the Future
Verfasst von Hendrik Busch unter Unterhaltung am 10. Dezember 2006
OK, Themenwoche trifft es nicht mehr ganz, aber hier ist trotzdem der zweite Beitrag zum Themengebiet Vergessene Serien: Captain Powers and the Soldiers of the Future. Wie kam ich zu dieser Serie? Ich konnte mich erinnern, als Kind mal eine Serie gesehen zu haben, in der die ersten kruden fernsehtauglichen 3D-Animationen vorkamen, ganz besonders konnte ich mich aber an leuchtende Neonflächen an einigen der Figuren erinnern. Der Inhalt der Serie, den ich schon längst vergessen hatte, zog mich damals in seinen Bann. Ich habe diese Serie seitdem nie wieder gesehen, es ging sogar so weit, dass ich fast bereit war, einzusehen, ich hätte mir diese Serie eingebildet, den niemandem, den ich fragte, kam diese Serie bekannt vor. Vor zwei, drei Jahren recherchierte ich dann aber großflächig im Internet und fand dieses Serienintro. Es gab die Serie also wirklich.
Worum ging es? Das Grundszenario ist in der Science-Fiction-Welt sehr häufig anzutreffen: in einer nicht allzu fernen Zukunft (2147) ist der Kampf zwischen Mensch und Maschine entschieden und die Maschinen haben gewonnen und unterdrücken die überlebenden Menschen. Das Imperium der Maschinen, das sog. Biodredd-Imperium wird von einem Mensch/Maschine-Hybriden (man könnte fast von einem Borg sprechen) namens Lord Dredd regiert (nicht mit Judge Dredd verwechseln). Aber natürlich gibt es noch eine Reide strahlender Helden, die das böse Imperium bekämpfen und hochmoderne Verwandlungstechnologie verwenden um sich mit hochmodernen Kampfrüstungen (Power Suits) zu umgeben.
Ich verzichte hier mal auf detaillierte Storyinfos, da man die auch anderswo nachlesen könnte. Ich widme mich lieber der Frage, warum ich von dieser Serie so fasziniert war. Das Schlimme daran: gucke ich mir die Serie heute an, habe ich das Gefühl, ich gucke mir den Vorläufer der Power Rangers an. Allerdings sind die Storys der einzelnen Episoden bedeutend besser und tiefgründiger und es läuft eigentlich niemand in albernen Gummikostümen herum (ok, außer den Hauptdarstellern, aber da hält es sich noch in Grenzen). Die Serie hat eigentlich alles, was so eine Serie braucht: Action, Tricktechnik, einen kompletten Satz Helden und einige grafische Spielereien.
Interessant im Zusammenhang mit dieser Serie sind die Namen der Drehbuchautoren, bzw. der Name eines Autors: JMS – eben jener J. Michael Straczinsky, der auch Babylon 5 ersonnen hat. Und hier wird auch schnell der Unterschied zu so stumpf dummen Serien wie Power Rangers klar: JMS schreibt in erster Linie handfeste Science-Fiction und erst in zweiter Linie Fernsehserien. Und eben das zeichnet Captain Power and the Soldiers of the Future aus, zu erkennen u.a. an nachdenklichen Episodentiteln (die bei Babylon 5 ja leider der deutschen Übersetzung zum Opfer fielen) wie z.B. And study war no more oder New Order: The Sky shall swallow them. Folgen der Serie sind vergleichsweise schwer zu bekommen, doch die eine Staffel, die je gedreht wurde, stellt storymäßig einen Meilenstein der Science-Fiction-Serien dar. Ich verweise hier auch mal an einen Beitrag im Blog von John Kenneth Muir.
Wer an storylastiger Science-Fiction interessiert ist, und über den 80er-Jahre-Stil hinwegsehen kann, der sollte sich diese Serie wirklich mal angucken.
Folgen der Globalisierung: Coming full circle
Verfasst von Hendrik Busch unter Globalisierung, Unterhaltung am 6. Dezember 2006
Globalisierung hat schon was Lustiges an sich. Bei Amazon.com habe ich die komplette Serie The Adventures of Brisco County jr. (8 DVDs in einer Box) geordert und sie mit Low Priority Airmail verschicken lassen. Heute ist das gute Stück angekommen und die Verpackung offenbart einen interessanten Einblick in den internationalen Handel.
Fangen wir mal vorne an: abgeschickt wurde das Ding von 1600 East Newlands Drive, Fernley, NV, wo sich anscheinend Amazon.com befindet (oder deren Vertrieb oder so). Das ist in sofern erstaunlich, als dass sich Fernley beinahe mitten im Nichts befindet (ok, es liegt ca. 40 km östlich von Reno) – spart vermutlich Steuern.
Von da aus wurde das Ding dann von einer Firma mit Postfach in Auckland auf Neuseeland weiter behandelt, schlappe 10.800 km Luftlinie von Fernley entfernt. Angesichts der Tatsache, dass das Paket zu mir nach Deutschland sollte, könnte man jetzt darüber spekulieren, was genau Low Priority Airmail eigentlich ist. Man könnte zu dem Schluss kommen, dass Waren, die so transportiert werden, einfach immer auf irgendein Flugzeug geladen werden, auf dem gerade Platz ist, um dann irgendwann ein Flugzeug zu erwischen, das tatsächlich da hinfliegt, wo das Paket auch hin soll. Der statistischen Wahrscheinlichkeit dauert dieser Zufall zwischen 6 und 22 Arbeitstagen (laut Amazon.com).
VOn Neuseeland aus kam das Ding dann nach Frankfurt, passierte dort den Zoll (was mich immerhin fast 10 Euro gekostet hat) und kam immerhin unbeschädigt bei mir an. Meine letzte Lieferung, die der Zoll geöffnet hat, wurde so schlecht wieder verpackt, dass meine Outer Limits Box in einem großen Karton hin- und herschleuderte und aussah, als wäre sie von einem Auto überrollt worden.
Insgesamt hat das Paket (wenn das denn alles so stimmt) etwa 28.000 km (Luftlinie) zurückgelegt, es hat also fast einmal die Erde umrundet. Der direkte Weg, wenn man unterstellt, dass es einen gibt, wären nur 9.000 km gewesen. Zieht man noch in Betracht, dass die Reiseroute USA-Europa nicht über den Nordpol führt, das sind es vielleicht 12.000 km, aber immer noch keine 28.000.
Eine andere Frage wäre noch, wie jemand daran verdienen kann, ein Paket einmal um den Globus zu fliegen und dafür nur 11 Dollar zu verlangen. Globalisierung ist irgendwie lustig.
Tag 1: Die Abenteuer des Brisco County jr.
Verfasst von Hendrik Busch unter Unterhaltung am 29. November 2006
Das Genre Western ist ja, mal abgesehen von Deadwood, seit den Neunzigern eigentlich kein Genre mehr für TV-Serien. Im Jahre 1993 wagte allerdings ein Sender eine Westernserie. Und damit nicht genug: es wurde eine Mystery-Western-Serie und Bruce Campbell übernahm die Hauptrolle. Der Name dieser Serie: Die Abenteuer des Brisco County jr.
Worum ging es? Briscos Vater, seines Zeichens ein US-Marshall, wird von John Bly, dem Anführer der berüchtigten Bly-Gang getötet. Brisco jr., selber Kopfgeldjäger, heftet sich Bly an die Fersen. Unterstützt wird er dabei von einigen reichen Leuten, die durch Socrates Pool, einen aristokratischen wirkenden Zeitgenossen, vertreten werden. Begleitet wird Brisco bei seinen Unternehmungen von seinem Wunderpferd Comet und einem weiteren Kopfgeldjäger Lord Bowler.
Bis dahin könnte man meinen, es wäre eine gewöhnliche Westernserie, wäre da nicht die große goldene Kugel, auf die Brisco gelegentlich stößt und die der ungeahnte Kräft innewohnen. Ihre Kraft befreit chinesische Eisenbahnbauer aus der Sklaverei und lässt Leute in Sekunden zu Asche vergehen. Der Hintergrund dieser Kugel ist unklar und wird auch zum Teil der Handlung der Serie.
Dazu kommen allerlei nette technische Spielereien, so z.B. die ersten Vorläufer von Motorrädern, die Brisco unterm Hintern weggeklaut werden. Von dieser Seite her erinnert die Serie ein wenig an Wild Wild West.
Wie viele Machwerke, an denen Bruce Campbell beteiligt war, nimmt auch diese Serie sich nicht zu ernst und es sind vor allem die humoristischen Elemente gepaart mit etwas Sciene-Fiction, die die Serie sehenswert gemacht haben. Leider hat Fox sie damals bereits nach einer Staffel eingestellt, so der begonnene Handlungsbogen nicht wirklich befriedigend beendet werden konnte. Fox zog es dann vor, sich lieber voll auf Akte X zu konzentrieren
. Wen die Serie heute interessiert, der muss schon nach Übersee schauen, in den USA ist die komplette Serie als DVD-Box zu bekommen, hier in Europa sieht es eher schlecht aus. In den letzten Jahren hat leider auch kein deutscher Sender die Serie wiederholt. Schade eigentlich.
(Achja, bevor hier jetzt die Anwälte klopfen: The Adventures of Brisco County jr. sowie alle verwandten Materialien und Bilder sind Eigentum von Warner Brother Television und unterliegen dem Copyright. Die Verwendung hier impliziert keine Nutzungsfreiheit und ist von meiner Seite aus ohne Gewinn- oder ähnlichen Absichten.)
Themenwoche verzögert sich
Verfasst von Hendrik Busch unter Unterhaltung am 21. November 2006
Da habe ich großspurig meine Themenwoche angekündigt, und muss jetzt einen halben Rückzieher machen… die Liste der Serien, über die ich berichten möchte, steht schon, ich schaffe es nur momentan nicht, die Texte dazu zu schreiben und ein paar Bilder zusammen zu suchen. In Kürze sollte da aber was draus werden. Sorry schonmal!









