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Die Terroristen haben schon gewonnen – und wir sind schuld
Verfasst von Hendrik Busch unter Post 9/11, Real Life am 28. September 2009
Mit Erstaunen verfolge ich in den letzten Tagen die Nachrichten. Und ich meine nicht die von einem “deutlichen Wählervotum gewünschte Regierung des bürgerlichen Bündnisses”, die uns jetzt aus der Krise führen will. Nein, ich meine die jüngsten an Deutschland adressierten Terrorbotschaften und die Folgen. Ich würde das Video ja hier verlinken, damit sich jeder ein Bild machen kann, aber es ist zum einen schwer zu finden und zum anderen wertet unser fürsorglicher Staat eine derartige Informationsbeschaffung inzwischen als Förderung des Terrorismus. Also bleiben wir beim Hörensagen: es wurde konkret mit Anschlägen gedroht, gegen den Hamburger Bahnhof, den Kölner Dom und das Münchner Oktoberfest – also die “großen deutschen Wahrzeichen”.
Es wird immer wieder gesagt, die Islamisten wollten die freie westliche Lebensweise angreifen und zerstören. Die im gleichen Atemzug angekündigten Horden von Schläfern und Selbstmordattentätern sind bisher allerdings noch nicht in Erscheinung getreten. Eine kurze Statistik:
| Jahr | Tote durch terroristische Anschläge in Deutschland | Tote im Straßenverkehr |
|---|---|---|
| 2005 | 0 | 5361 |
| 2006 | 0 | 5174 |
| 2007 | 0 | 5011 |
| 2008 | 0 | 4477 |
Zynisch? Möglich. Was diese Tabelle aus meiner Sicht aber aussagt, ist nicht, dass unsere Sicherheitsbehörden so gute Arbeit leisten, sondern eher, dass es schlicht keine Gefährdung in Deutschland gibt, die in irgendeiner Form nennenswert wäre. Wir sind ja auch selber sehr gut darin, unsere freie Lebensweise zu zerstören. Lauschangriff, BKA-Gesetz, Internetsperren und jüngstes Beispiel: das Oktoberfest. Inzwischen ist die Wiesn durch eine hermetisch dichte zweistufige Polizeikette abgeschlossen. Anwohner rund um die Festwiese dürfen nicht mehr in ihrer Straße parken, alle anderen dürfen dort nicht mal mehr fahren, jeder der eine Tasche mitbringt, wird von Einsatzkräften durchsucht, jeder vergessene Rucksack ruft das Bombenkommando auf den Plan und Personen wurden präventiv (! – Precrime lässt grüßen) inhaftiert (ja, ich weiß dass es sich um islamistische Sympathisanten handeln soll, aber sie haben bisher ja nichts verbrochen).
Ich kann mich an Zeiten erinnern, da führte ein herrenloser Koffer auf dem Bahnhof lediglich dazu, dass ein Bahnangestellter kam und ihn ins Fundbüro brachte. Heute könnte eine Vergesslichkeit dazu führen, dass man mitansehen darf, wie die Polizei den Koffer sprengt und sich die enthaltene Unterwäsche im Bahnhof verteilt. Selbstmord aus Angst vor dem Tod.
Wenn also Terroristen wirklich darauf aus sind, unsere freie westliche Lebensweise mit Bomben zu zerstören, sollten sie sich lieber beeilen, denn sonst haben wir das bereits erledigt – aus Angst, die Terroristen könnten es tun.
Sind wir zu naiv? Ja!
Verfasst von Hendrik Busch unter Globalisierung am 21. Mai 2007
Zur aktuellen Diskussion ein Zitat (OK, aus Babylon 5, aber es wird nicht weniger richtig dadurch):
There is only one truth about war: people die.
Was passiert ist tragisch, keine Frage. Aber haben wir ernsthaft geglaubt, dass wir Soldaten in Krisengebiete schicken können und davon ausgehen können, dass ihnen dort nichts passiert?
Steve Irwin ist tot
Verfasst von Hendrik Busch unter Real Life am 4. September 2006
Viele kennen Steve Irwin als den drittbekanntesten Australier hinter Kylie Minogue und Paul Hogan. Mindestens ebenso viele fragten sich, wie er seinem Job als Crocodile Hunter im Fernsehen immer so unbeschadet nachgehen konnte, obwohl er ständig die gefährlichsten Tiere am Schwanz zog oder sie in den Arm nahm.
Leider scheint ihn sein Glück verlassen zu haben. Steve Irwin starb heute bei Dreharbeiten zu einer neuen Dokumentation, als ihn ein Stachelrochen in die Brust stach. Gerade 44 Jahre alt geworden, starb er wenigstens so, wie er lebte – in gefährlicher Nähe zu gefährlichen Tieren.
Die Webseite des Australia Zoo, für den Irwin tätig war, ist derzeit nicht zu erreichen. Australische Newsmagazine, wie z.B. The Australian, resverieren ihre Titelseite für ihr Nationalheiligtum.









