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Vergessene Serien: Space Rangers (1993)

Vor langer Zeit habe ich in diesem Blog mal die Woche der vergessenen Serien ausgerufen. Ich wollte jeden Tag der Woche eine Fernsehserie vorstellen, die meiner Meinung nach zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist. Durchgehalten habe ich das leider nicht, aber ich reiche da jetzt mal was nach.

Space Rangers (1993)

Die Serie startete damals nur wenige Tage zeitversetzt zu Deep Space 9, was vermutlich für ihre Kurzlebigkeit sorgte – gerade einmal 6 Folgen wurden gedreht. Die Serie handelt im Großen und Ganzen von der Besatzung eines Raumschiffs der Space Rangers, einer Art intergalaktischen Grenzschutzeinheit der Erde. Angeführt von Captain John Boon (Jeff Kaake, auch bekannt aus Viper) ist der Anführer der Truppe, der schon zu Beginn der Serie von Frau und Kind verlassen wird, weil das Leben am Rande des Universums nicht jedermanns Sache ist. Seine Crew besteht aus der Pilotin Jojo Thorson (Majorie Monaghan, später zu sehen als Anführerin des Mars Widerstands in Babylon 5), dem Techniker Doc (Jack McGee), der mehr aus unzulänglichen Ersatzteilen als aus echtem Fleisch besteht, dem Grünschnabel Daniel Kincaid (Daniel Quinn) und dem Graaka Zylyn (der bekannte Serien-Asiate Cary-Hiroyuki Tagawa). Die Graaka sind eine temperamentvolle Rasse, große Krieger, deren enorme Kräfte und streitsüchtige Natur nur durch ein spezielles Halsband gebändigt werden können.

Stationiert ist die bunte Truppe in Fort Hope auf dem Planeten Avalon, von wo aus sie zu ihren Einsätzen gegen Banshees (insektenartige Aliens, die Raumschiffe im Flug angreifen), Schmuggler und andere Bösewichter ausrücken. In Fort Hope sitzen ihre direkten Vorgesetzten, Commander Chennault (Linda Hunt, bekannt aus Dune) und Erich Weiss (Gottfried John) sowie der leicht verdrehte Forscher Wimmer (Clint Howard). Gastauftritte gibt es z.B. von Pat Morita und Claudia Christian.

Das gesamte Szenario ist interessant gemacht, aber richtig neues bietet die Serie nicht. Viele Science Fiction-Serien der 90er sehen gleich aus und diese macht hier keine Ausnahme. Die Computereffekte sind für die Zeit angemessen und auch entsprechend sparsam gestreut. Von den Sets her könnte man meinen, sie hätten sich Großteile der Kulissen bei Star Trek TNG ausgeliehen, viel Sperrholz und Pappmaché, beleuchtet durch jede Menge Neonröhren. Anstatt auf Shuttles oder Beamen zu vertrauen, verwenden die Space Rangers sog. Parajets, kleine Ein-Mann-Kapseln für die Landung auf Planeten. Weniger kreativ war man hingegen bei der Bewaffnung der Ranger, die meisten verwenden herkömmliche Feuerwaffen, darunter auch welche von Heckler & Koch. Besonders wenig durchdacht wurde die Fortbewegung im All. Gravitationsbeschleuniger schießen, ähnlich wie die Jumpgates bei Babylon 5, Raumschiffe auf ihre Reisegeschwindigkeit, hier ist das die Lichtgeschwindigkeit. Leider kommt man mit Lichtgeschwindigkeit in unserer Galaxie nicht wirklich weit, wenn man nicht jahrelang unterwegs sein will (der unserem Sonnensystem nächste Stern, Proxima Centauri, ist 4,2 Lichtjahre entfernt).

Allen Unkenrufen zum Trotz ist die Serie trotzdem unterhaltsam und sehenswert. In den USA und in England ist sie mittlerweile als DVD verfügbar.

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Tag 2: Captain Power and the Soldiers of the Future

OK, Themenwoche trifft es nicht mehr ganz, aber hier ist trotzdem der zweite Beitrag zum Themengebiet Vergessene Serien: Captain Powers and the Soldiers of the Future. Wie kam ich zu dieser Serie? Ich konnte mich erinnern, als Kind mal eine Serie gesehen zu haben, in der die ersten kruden fernsehtauglichen 3D-Animationen vorkamen, ganz besonders konnte ich mich aber an leuchtende Neonflächen an einigen der Figuren erinnern. Der Inhalt der Serie, den ich schon längst vergessen hatte, zog mich damals in seinen Bann. Ich habe diese Serie seitdem nie wieder gesehen, es ging sogar so weit, dass ich fast bereit war, einzusehen, ich hätte mir diese Serie eingebildet, den niemandem, den ich fragte, kam diese Serie bekannt vor. Vor zwei, drei Jahren recherchierte ich dann aber großflächig im Internet und fand dieses Serienintro. Es gab die Serie also wirklich.

Worum ging es? Das Grundszenario ist in der Science-Fiction-Welt sehr häufig anzutreffen: in einer nicht allzu fernen Zukunft (2147) ist der Kampf zwischen Mensch und Maschine entschieden und die Maschinen haben gewonnen und unterdrücken die überlebenden Menschen. Das Imperium der Maschinen, das sog. Biodredd-Imperium wird von einem Mensch/Maschine-Hybriden (man könnte fast von einem Borg sprechen) namens Lord Dredd regiert (nicht mit Judge Dredd verwechseln). Aber natürlich gibt es noch eine Reide strahlender Helden, die das böse Imperium bekämpfen und hochmoderne Verwandlungstechnologie verwenden um sich mit hochmodernen Kampfrüstungen (Power Suits) zu umgeben.

Ich verzichte hier mal auf detaillierte Storyinfos, da man die auch anderswo nachlesen könnte. Ich widme mich lieber der Frage, warum ich von dieser Serie so fasziniert war. Das Schlimme daran: gucke ich mir die Serie heute an, habe ich das Gefühl, ich gucke mir den Vorläufer der Power Rangers an. Allerdings sind die Storys der einzelnen Episoden bedeutend besser und tiefgründiger und es läuft eigentlich niemand in albernen Gummikostümen herum (ok, außer den Hauptdarstellern, aber da hält es sich noch in Grenzen). Die Serie hat eigentlich alles, was so eine Serie braucht: Action, Tricktechnik, einen kompletten Satz Helden und einige grafische Spielereien.

Interessant im Zusammenhang mit dieser Serie sind die Namen der Drehbuchautoren, bzw. der Name eines Autors: JMS – eben jener J. Michael Straczinsky, der auch Babylon 5 ersonnen hat. Und hier wird auch schnell der Unterschied zu so stumpf dummen Serien wie Power Rangers klar: JMS schreibt in erster Linie handfeste Science-Fiction und erst in zweiter Linie Fernsehserien. Und eben das zeichnet Captain Power and the Soldiers of the Future aus, zu erkennen u.a. an nachdenklichen Episodentiteln (die bei Babylon 5 ja leider der deutschen Übersetzung zum Opfer fielen) wie z.B. And study war no more oder New Order: The Sky shall swallow them. Folgen der Serie sind vergleichsweise schwer zu bekommen, doch die eine Staffel, die je gedreht wurde, stellt storymäßig einen Meilenstein der Science-Fiction-Serien dar. Ich verweise hier auch mal an einen Beitrag im Blog von John Kenneth Muir.

Wer an storylastiger Science-Fiction interessiert ist, und über den 80er-Jahre-Stil hinwegsehen kann, der sollte sich diese Serie wirklich mal angucken.

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Tag 1: Die Abenteuer des Brisco County jr.

Titel der SerieDas Genre Western ist ja, mal abgesehen von Deadwood, seit den Neunzigern eigentlich kein Genre mehr für TV-Serien. Im Jahre 1993 wagte allerdings ein Sender eine Westernserie. Und damit nicht genug: es wurde eine Mystery-Western-Serie und Bruce Campbell übernahm die Hauptrolle. Der Name dieser Serie: Die Abenteuer des Brisco County jr.

Worum ging es? Briscos Vater, seines Zeichens ein US-Marshall, wird von John Bly, dem Anführer der berüchtigten Bly-Gang getötet. Brisco jr., selber Kopfgeldjäger, heftet sich Bly an die Fersen. Unterstützt wird er dabei von einigen reichen Leuten, die durch Socrates Pool, einen aristokratischen wirkenden Zeitgenossen, vertreten werden. Begleitet wird Brisco bei seinen Unternehmungen von seinem Wunderpferd Comet und einem weiteren Kopfgeldjäger Lord Bowler.

Bis dahin könnte man meinen, es wäre eine gewöhnliche Westernserie, wäre da nicht die große goldene Kugel, auf die Brisco gelegentlich stößt und die der ungeahnte Kräft innewohnen. Ihre Kraft befreit chinesische Eisenbahnbauer aus der Sklaverei und lässt Leute in Sekunden zu Asche vergehen. Der Hintergrund dieser Kugel ist unklar und wird auch zum Teil der Handlung der Serie.

Dazu kommen allerlei nette technische Spielereien, so z.B. die ersten Vorläufer von Motorrädern, die Brisco unterm Hintern weggeklaut werden. Von dieser Seite her erinnert die Serie ein wenig an Wild Wild West.

Bruce Campbell als Brisco County jr.

Wie viele Machwerke, an denen Bruce Campbell beteiligt war, nimmt auch diese Serie sich nicht zu ernst und es sind vor allem die humoristischen Elemente gepaart mit etwas Sciene-Fiction, die die Serie sehenswert gemacht haben. Leider hat Fox sie damals bereits nach einer Staffel eingestellt, so der begonnene Handlungsbogen nicht wirklich befriedigend beendet werden konnte. Fox zog es dann vor, sich lieber voll auf Akte X zu konzentrieren ;-) . Wen die Serie heute interessiert, der muss schon nach Übersee schauen, in den USA ist die komplette Serie als DVD-Box zu bekommen, hier in Europa sieht es eher schlecht aus. In den letzten Jahren hat leider auch kein deutscher Sender die Serie wiederholt. Schade eigentlich.

(Achja, bevor hier jetzt die Anwälte klopfen: The Adventures of Brisco County jr. sowie alle verwandten Materialien und Bilder sind Eigentum von Warner Brother Television und unterliegen dem Copyright. Die Verwendung hier impliziert keine Nutzungsfreiheit und ist von meiner Seite aus ohne Gewinn- oder ähnlichen Absichten.)

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Themenwoche verzögert sich

Da habe ich großspurig meine Themenwoche angekündigt, und muss jetzt einen halben Rückzieher machen… die Liste der Serien, über die ich berichten möchte, steht schon, ich schaffe es nur momentan nicht, die Texte dazu zu schreiben und ein paar Bilder zusammen zu suchen. In Kürze sollte da aber was draus werden. Sorry schonmal!

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Woche der vergessenen TV-Serien

Um dieses Blog auch mal mit etwas interessanterem Content als bisher zu füllen, starte ich ab nächster Woche (20.11.) mit meiner ersten Themenwoche, der Woche der vergessenen TV-Serien.
Ich bemühe mich, während der nächsten Woche täglich eine andere TV-Serie vorzustellen, die, wie ich finde, zu Unrecht in Vergessenheit geraten oder abgesetzt wurde. Falls sich jemand beteiligen möchte, ich nehme jederzeit Vorschläge an.

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