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Wahlarena NRW 2010

Nach dem Wahl”duell” zwischen den Spitzenkandidaten von CDU und SPD, Rüttgers und Kraft, am vergangenen Montag hatte ich eher wenig Hoffnung für das Duell in der großen Runde am heutigen Abend. Aber es kam dann anders. Ich möchte hier kurz meine Beobachtungen aus der heutigen Diskussion zusammenfassen und bewerten. Bewerten ist dabei der wichtige Punkt, denn diese Darstellung wird nicht objektiv und sie ignoriert auch zahlreiche Aussagen, die meine Aufmerksamkeit nicht nennenswert erregt haben. Wer eine neutrale Wahlberichterstattung lesen möchte, der ist hier falsch.

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Geh wählen!

Das ist ein allgemeiner Aufruf. Solltest Du, wer auch immer Du sein magst, wahlberechtigt sein und noch nicht Deine Stimme abgegeben haben: geh wählen! Die Demokratie lebt von Wahlen und es wird sich im Land nichts ändern, wenn jeder, der was ändern will, zu hause bleibt. Also: die Wahllokale haben noch bis 18 Uhr geöffnet, das sollte für jeden machbar sein. Los jetzt!

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Barack Obama wird der 44. Präsident der USA

Es ist noch nicht endgültig amtlich, aber es gibt eigentlich nichts mehr dran zu rütteln: Barack Obama hat die Wahl zum 44. Präsidenten der USA mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Diesmal hätten 500 Stimmen und ein Gericht nicht ausgereicht, um die Wahl noch zu verhindern.

Herzlichen Glückwunsch! Uns ist einiges von dem Cain/Palin-Duo erspart gebelieben. Jetzt ist Obama dran, sein Versprechen vom Wandel auch einzulösen. Wir warten.

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Barack Obama tut es!

Ich bin wie immer etwas spät dran, aber es gibt Neuigkeiten aus dem Lager des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama. Nach zahlreichen wilden Spekulationen, ob er sich jetzt zur Wahl stellen würde oder nicht, hat er dem ganzen ein Ende bereitet und in Springfield, IL offiziell seine Präsidentschaft bekannt gegeben. Hier ist das offizielle Video des Events:

Man darf gespannt sein, wie die Vorwahlen ausgehen werden. Die Aufstellung der Washington Post zählt derzeit schon 10 demokratische Kandidaten, die sich alle noch irgendwie einigen müssen. Wie heißt es so oft: viele Köche verderben den Brei. Je mehr Kandidaten, desto größer die Chance an kleinen Prozentunterschieden zu scheitern. Mal gucken, was wird.

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Barack Obama – A New Hope?

Barack ObamaIn der NBC-Sendung Meet the Press wurde der einzige afroamerikanische Senator, Barack Obama, zu seinen Ambitionen bezüglich der amerikanischen Präsidentschaftswahlen 2008 befragt. Bislang hatte er eine Kandidatur abgelehnt, aber durch zahlreiche Rückmeldungen sei er zu dem Schluss gekommen, dass er das Thema noch nicht gründlich genug überdacht hat – sprich: er kann sich durchaus vorstellen, zu kandidieren. Damit steht er in direkter Konkurrenz zu Hillary Clinton, bei der schon so gut wie sicher ist, dass sie kandidieren wird. Während Hillary Clinton kein unbeschriebenes Blatt hier in Deutschland ist (jeder kennt wohl ihren Mann oder erinnert sich an die aus meiner Sicht eher fragwürdigen Aktion gegen Grand Theft Auto), ist Barack Obama eher unbekannt. Stellt sich also die Frage: wer ist dieser Mann, wofür steht er und welche Chancen hat er.
Barack Obama ist vergleichsweise jung, gerade mal 45 Jahre alt, und ist Sohn eines kenyanischen Einwanderers und einer Frau aus Kansas. 2005 wurde er zum Senator für den Staat Illinois gewählt, nachdem er vorher vergeblich für das Repräsentantenhaus kandidiert hatte. Als Unterstützer von John Kerry hielt Barack Obama auf dem Nationalkongress der Demokratischen Partei die Keynote Speech und erlangte durch diese Rede nationale Bekanntheit. Die Rede ist in vollem Wortlaut auf American Rhetoric verfügbar, sowohl in Textform als auch als MP3. In dieser Rede macht er einige seiner wichtigsten Standpunkte deutlich.
Nachdem er den Beginn der Unabängigkeitserklärung zitiert hat, kommentiert er ihn wie folgt:

That is the true genius of America, a faith — a faith in simple dreams, an insistence on small miracles; that we can tuck in our children at night and know that they are fed and clothed and safe from harm; that we can say what we think, write what we think, without hearing a sudden knock on the door; that we can have an idea and start our own business without paying a bribe; that we can participate in the political process without fear of retribution, and that our votes will be counted — at least most of the time.

Ein letztendlich süffisanter Seitenhieb auf die Wahlgebahren der Republikaner, wenn auch voll mit Pathos und dem üblichen patriotischen Gesülze. Als Vertreter grunddemokratischer Ideen erwähnt er in seiner Rede auch die Verantwortung für jeden einzelnen Bürger und weitere wichtige Punkte, z.B. Chancengleichheit bei der Bildung oder medizinische Absicherung für alle. Er macht aber auch klar, was er von der Außenpolitik der Regierung Bush hält:

When we send our young men and women into harmâ??s way, we have a solemn obligation not to fudge the numbers or shade the truth about why theyâ??re going, to care for their families while theyâ??re gone, to tend to the soldiers upon their return, and to never ever go to war without enough troops to win the war, secure the peace, and earn the respect of the world.

Da es sich letztendlich um eine Wahlrede für John Kerry handelt, ist sie natürlich auch so aufgebaut und jeder weiß heutzutage, dass es anders kam. Interessant ist sein letzter Satz der Rede dennoch:

if we do what we must do, [...], the people will rise up in November, [...], and this country will reclaim its promise, and out of this long political darkness a brighter day will come.

Ein relativ deutliches Urteil über die erste Amtperiode von George W. Bush. Verwunderlich ist hierbei nur, dass Barack Obama später für Condoleeza Rice als Außenministerin stimmte, obwohl damals schon absehbar gewesen sein muss, dass sie in erster Linie Drohungen und Repressalien verkünden würde.

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