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Agrar-Tage im Nebel
Verfasst von Hendrik Busch unter I, Me & Myself, Real Life, Unterhaltung am 8. Februar 2007
Der Winter ist da. Ich merke es, als ich auf der siebten Ebene im Cineplex-Parkhaus am Albersloher Weg aus meinem Auto steige. Aber ist das der Winter? Ich habe meine Zweifel. Es ist kalt, aber nicht richtig. Es friert, aber nicht richtig. Es schneit, aber nicht richtig. Und es gibt ne Menge Nebel. In Anlehnung an Terry Pratchett würde ich vermuten, dass es sich nicht um den Winter, sondern lediglich um den “Rattenwinter“, sprich: eine kleinere Ausgabe, handelt. Quiek!
Auf Ebene 7 muss ich parken weil in der Halle Münsterland gerade die Agrar Unternehmertage stattfinden, eine große Messe für Landwirte und Leidensgenossen. Diese, oder besser ihre fahrbaren Untersätze bevölkern das ganze Parkhaus und die umliegenden Parkplätze. Ebene 7 ist die höchste, ich stehe quasi auf dem Dach. Vor mir steht eine E-Klasse, die man gerade einem Batterietest unterzieht, jedenfalls leuchten Rückleuchten und Bi-Xenon-Scheinwerfer munter vor sich hin, vom Besitzer keine Spur. Der wird sich freuen.
In diesem Parkhaus sind alle Ebenen mit schlecht gemalten Portraits von Hollywood-Stars versehen. Ebene 3 ist zum Beispiel die George Clooney-Ebene, während Ebene 4 die Sean Connery-Ebene ist. Ebene 7 ziert das Bild von Brad Pitt. Dieser scheint nicht sehr beliebt zu sein beim Betreiber dieses Parkhauses, denn seit Bild hängt dort, wo an normalen Tagen nie jemand parkt, weil es weiter unten genug Parkplätze gibt, die man auch ohne Drehwurm erreichen kann.
Nach fast zwei Stunden im Fitnesstudio komme ich zurück zum Parkhaus und finde eine Schlange aus Bauern mit ihren Landjugend-Söhnen sowie schnieken Geschäftsleuten vor dem Kassenautomaten vor. Dummerweise ist genau der Automat, der auch Scheine nehmen würde, kaputt, so dass sich alles vor dem anderen Automaten sammelt und lauthals nach Kleingeld schreit. Einem Herrn kann ich seinen 5-Euro-Schein wechseln, der Geschäftsmann danach hat Pech gehabt.
Nach dem Training bin ich zu faul zum Treppensteigen und bemühe den Aufzug. Dieser fährt sogar, entgegen dem anderslautenden Schild darauf. Durch die längere Wartezeit habe ich erstmals Gelegenheit, den Schrieb näher zu betrachten. Oben steht groß drauf “Aufzug außer Betrieb”. Darunter steht in einem kleinen (Faktor 10) Textblock, dass der Aufzug ab 23 Uhr ausgeschaltet wird. Clever. Wie viele Leute lesen sich das wohl durch? Vermutlich fahren nur Analphabeten und Ausländer, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, mit diesem Aufzug, denn alle anderen hat die Überschrift schon verschreckt.
Oben angekommen stelle ich fest, dass die E-Klasse eine ziemlich starke Batterie hat, denn die Scheinwerfer leuchten immer noch mit voller Leistung. Alle Achtung. Gleich kommt ja auch der Besitzer zurück, es ist immerhin schon 22 Uhr und die Agrar-Tage schliessen um 22 Uhr. Ich kenne auf Anhieb keine Messe, die so lange geöffnet ist. Andereseits macht sie auch erst ab 13 Uhr auf, wenn die Kühe schon gemolken sind. Das nenne ich Zielgruppenorientierung.
Der Rattenwinter hat versucht sich meines Autos zu bemächtigen, was ihm aber nicht wirklich gelungen ist. Auf dem Heimweg stelle ich fest, dass Deutschlands berühmtester Dichter in Münster zu Gast ist. Der Dichter Nebel. Wüßte ich nicht, dass ich aus meinem Wohnzimmerfenster heraus normalerweise ein anderes Haus sehen kann, so könnte ich vermuten, hinter meinem Fenster würde sich eine gespenstische Leere erstrecken.
Ich könnte jetzt noch andere Themen ausführen, z.B. warum ich Schwierigkeiten mit der Auswahl eines neuen Autos habe und warum Al Gore daran schuld ist oder wie ich aus Versehen die Software-Matroschka entwickelt habe, aber das sind alles andere Geschichten. Vielen Dank fürs Lesen! Worte von mir, Stil von Jan Weiler (ich habe es zumindest versucht).
Münster – Berlin und wieder zurück, am Tage Kyrill
Verfasst von Hendrik Busch unter I, Me & Myself am 18. Januar 2007
Ich bin wieder zurück aus Berlin und habe es geschafft, dem Sturm zu trotzen. Einfach und billig war es nicht, hat mir und meinen Kollegen aber einen längeren Aufenthalt in Hannover erspart. Jetzt sitze ich wieder wohlbehalten in Münster und schreibe diese Zeilen.
Von hier aus geht ein Dank an all jene, die sich um mich gesorgt haben und mir aufmunternde Zeilen haben zukommen lassen. Außerdem danke ich dem Taxifahrer, der mit uns diesen Husarenritt gewagt hat. Einen ausführlicheren Bericht gibt es morgen.
Mit dem Apfel am Sneeker Meer
Verfasst von Hendrik Busch unter SneekWeek, Urlaub am 5. August 2006
Wie der Zufall es so will gibt es auf der SneekWeek dieses Jahr erstmals Wireless LAN für die Teilnehmer. Sehr praktisch, so kann ich von einer Bank am Kanal vor dem Starteiland aus in der Sonne sitzen und bloggen
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Im Gegensatz zum letzten Jahr herrscht hier diesmal tolles Wetter bei 25 Grad (und nicht Vorzelt unter Wasser bei 19 Grad). Der Wettbewerb ist etwas schlechter besucht als letztes Jahr, was sich positiv in einer geringeren Überfüllung auswirkt. Stand nach dem ersten Tag: Vanessa ist 4. im Gesamtfeld.









